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Streiks und Benzinmangel: Militär soll Griechenland auftanken

Nach tagelangem Streik der griechischen Tank- und Lastwagenbesitzer soll nun das Militär die Versorgung übernehmen.

Nach tagelangem Streik der griechischen Tank- und Lastwagenbesitzer hat sich Situation im Lande nur leicht verbessert. Das Militär sollte die Versorgung von Krankenhäusern, staatlichen Behörden, Elektrizitätswerken und anderen für die Wirtschaft wichtigen Bereichen übernehmen. Die Marine sollte abgelegene Inseln versorgen. Dies beschlossen die zuständigen Minister am Freitagabend bei einer Sitzung in Athen angesichts der immer schlechteren Versorgungslage im Lande.

Auseinandersetzungen mit der Polizei

In Athen hatten etwa 15 Prozent der Tankstellen Treibstoff. Auf den Touristeninseln Rhodos, Paros, Naxos und Chios hatte sich die Situation erheblich verbessert, berichtete der staatliche Rundfunk. Dagegen gab es noch erhebliche Probleme in Nordgriechenland und vor allem auf der touristischen Halbinsel Chalkidiki sowie in einigen Regionen der Insel Kreta. In der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki kam es am Freitagabend zu Auseinandersetzungen zwischen streikenden Lastwagenbesitzern und der Polizei. Mindestens zwei Menschen wurden verletzt. Hunderte Urlauber ließen nach Medienberichten ihre Mietautos stehen, weil ihnen der Treibstoff ausgegangen war.

Die Lastwagenbesitzer protestieren seit Montag gegen einen geplantes Gesetz der Regierung, wonach jeder Besitzer eines Lkw-Führerscheins als Lastwagenfahrer arbeiten darf. Zudem soll die Ausgabe neuer Lizenzen in den nächsten drei Jahren stufenweise abgeschafft werden. Je nach Größe des Wagens kosteten Lizenzen bisher bis zu 300.000 Euro.

DPA

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