HOME

Strikte Kleiderordnung: Ölkonzern verbietet nackte Schultern und hohe Absätze

Keine High Heels, kein Kroko-Imitat und immer züchtig bedeckt: Der russische Konzern Rosneft hat eine strenge Kleiderordnung für seine Mitarbeiter erlassen. Selbst bei der Parfüm-Wahl gibt es Regeln.

Schreiende Farben und steile Absätze, nackte Schultern und Krokodilleder-Schuhe sind beim russischen Ölkonzern Rosneft unerwünscht. Das Unternehmen veröffentlichte am Donnerstag eine strenge Kleiderordnung für seine Beschäftigten. Sie sollen künftig je nach Anlass einen von vier Kleidungsstilen tragen: Business Best, Business Traditional, Business Casual und Business Friday.

Business Best ist der Stil für offizielle Anlässe. Für Männer heißt das: dunkler Anzug und Schuhe mit Schnürsenkeln. Frauen sollten einen Rock oder ein Kleid tragen - ebenfalls dunkel und mit Jacke. Die Absätze ihrer Schuhe dürfen nicht höher als zehn Zentimeter sein. Zu Strumpfhosen wird geraten - egal bei welchem Wetter.

Business Traditional sollten die Rosneft bei Kundenbesuchen anlegen. Erlaubt sind immerhin "klare helle Farben". Business Friday ist für Zusammentreffen im Büro und innerhalb der Firma gedacht. Cordhosen sind erlaubt, Karo- und Streifenhemden auch. Zu Business Casual gibt die Kleiderordnung keine Einzelheiten her.

Keine Kündigungen geplant

Immer tabu sind ein aufdringliches Parfüm oder Eau de Toilette - und dass jemand seine Sachen mehr als zwei Tage hintereinander trägt. Sanktionen gegen Mitarbeiter, die gegen die Kleiderordnung verstoßen, seien nicht vorgesehen, versicherte ein Sprecher von Rosneft. "Im schlimmsten Fall kommt es zu einer Diskussion mit dem Abteilungsleiter oder der Personalabteilung."

Die neue Kleiderordnung bedeute auch nicht, dass bei Rosneft zur Zeit unangemessen angezogene Mitarbeiter herum liefen. "Alle Angestellten ziehen sich korrekt an", sagte der Sprecher. "Aber mit der Kleiderordnung sind unsere Regeln klar und deutlich niedergeschrieben."

vim/AFP / AFP
Themen in diesem Artikel