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Studie: Viele Ostdeutsche bangen im soziale Sicherheit

Die große Mehrheit der Menschen in Ostdeutschland bangt einer Umfrage zufolge um ihre soziale Grundsicherung und hält die Treuhandanstalt für die erste "Heuschrecke". Das ist das Ergebnis einer Erhebung des Sozialwissenschaftliches Forschungszentrums Berlin-Brandenburg im Auftrag der Partei Die Linke.

Weniger als die Hälfte der ostdeutschen Bevölkerung verbindet das persönliche Bild vom Leben in der DDR in erster Linie mit der SED-Diktatur. Nur jeder vierte Teilnehmer (25 Prozent) einer repräsentativen Studie beurteilte die Bespitzelung vieler Bürger durch die Staatssicherheit als "in hohem Maße" prägend. 42 Prozent der Ostdeutschen sehen sich durch die Unterdrückung der Einheitspartei geprägt, ergab die am Donnerstag vorgestellte Untersuchung.

Dagegen verknüpfen knapp sieben von zehn Befragten (69 Prozent) ihren Blick auf die DDR vor allem mit der Berufstätigkeit der Frau. Insgesamt malen die 40- bis 59-Jährigen deutlich häufiger ein positives DDR-Bild als die Jüngeren. Die Studie wurde vom Sozialwissenschaftlichen Forschungszentrum Berlin-Brandenburg im Auftrag der Bundestagsfraktion der Linkspartei erarbeitet.

"Die Einschätzungen hängen meines Erachtens sehr davon ab, wie der Einzelne jetzt lebt", sagte Linkspartei-Chefin Gesine Lötzsch. Heutige Arbeitslose hätten ein anderes Bild von der DDR als solche, die ihre berufliche Laufbahn nach der Wende weiter hätten vorantreiben können. "Menschen, die die DDR mit aufgebaut haben, haben einen anderen Zugang zu dieser Frage", erklärte der verantwortliche Wissenschaftler Reinhard Liebscher.

Als überaus bedeutend werden im Rückblick auch die zehnklassige Schulbildung (68 Prozent), Vollbeschäftigung (66) und die "soziale Sicherheit" (62) bewertet. Mit steigendem Haushaltseinkommen sei zudem die häufigere Einbeziehung negativer Indikatoren wie SED- Diktatur, staatliche Bevormundung oder Städteverfall gestiegen, hieß es.

APN/DPA / DPA
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Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?