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Studie zu Kindergartengebühren: Bis zu 2600 Euro Unterschied pro Jahr

Während manche Eltern für den Kindergarten tief in die Tasche greifen müssen, ist er für andere kostenlos. Wie groß der Preisunterschied tatsächlich ist, ermittelte eine neue Studie. Fazit: Im Extremfall sind Unterschiede von 2600 Euro im Jahr für die Halbtagsbetreuung möglich.

Die Kindergartengebühren in Deutschland hängen stark von Wohnort und Einkommen der Eltern ab: Im Extremfall müssen Familien bei einer Halbtagsbetreuung pro Kind im Jahr mit bis zu 2600 Euro Unterschied rechnen. Dies ergab eine Studie im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und der Zeitschrift "Eltern". "Das ist eine gigantische Gerechtigkeitslücke, die sich da quer durch Deutschland auftut", sagte "Eltern"-Chefredakteurin Marie-Luise Lewicki.

Der Auftraggeber der Studie, die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, wird von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektro-Industrie finanziert und vertritt deren Interessen.

Als Extrem-Beispiele werden in der Studie die Städte Heilbronn (Baden-Württemberg) und Minden (Nordrhein-Westfalen) genannt. So ist in Heilbronn der Halbtages-Besuch im Kindergarten für den Nachwuchs kostenlos, unabhängig vom Einkommen. Dagegen müssen in Minden Eltern mit einem Brutto-Jahresverdienst von 80.000 Euro pro Kind jährlich fast 2600 Euro zahlen.

Teure Städte, horrende Kosten

Die Studie listet die Gebühren für eine Halbtagsbetreuung in den 100 größten deutschen Städten nach drei verschiedenen Einkommensgruppen auf. Demnach verlangen Städte mit angespannter Haushaltslage besonders viel. Im Norden werden Eltern durchschnittlich stärker belastet als im Süden. Bei einem Kind im Kindergarten ist es im Westen etwas teurer als im Osten, bei zwei Kindern im Osten teurer als im Westen. Als bisher einzige Großstadt verzichtet Heilbronn seit Januar komplett auf Gebühren.

In der Klasse der Geringverdiener (25.000 Euro Bruttoeinkommen im Jahr) schneidet Lübeck besonders schlecht ab. Hier müssen Eltern für einen Halbtagsplatz 1692 Euro pro Jahr aufbringen. Auf Platz zwei landeten Wilhelmshaven und Göttingen mit je 1068 Euro. Kostenlos ist die Betreuung in dieser Gehaltsklasse zum Beispiel auch in Hanau, Kassel, Stuttgart und Trier.

Soziale Schieflage

Verdienen die Eltern 45.000 Euro brutto, kostet ein Platz in Bremen mit 1752 Euro besonders viel. Auch bei zwei Kindern steht Bremen mit einer Jahresgebühr von insgesamt 3096 Euro auf Platz eins. Spitzenverdiener (80.000 Euro Bruttoeinkommen) zahlen in Nordrhein- Westfalen am meisten. In Minden, Mülheim, Leverkusen und Düsseldorf kostet sie die Betreuung pro Jahr 2400 Euro und mehr. In Mannheim sind es hingegen lediglich rund 450 Euro.

"Eine solche soziale Schieflage gibt es in keinem anderen Politikbereich Deutschland", sagte Lewicki. Es sei nicht gerecht, dass Eltern verschieden stark zur Kasse gebeten würden. Bildung sei zwar Ländersache, aber die Länder überließen die Festlegung der Gebühren oft den Kommunen. Da sich reiche Gemeinden aber niedrigere Gebühren leisten könnten als arme, gehe die Schere zwischen Arm und Reich weiter auf.

DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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