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Frau abgewiesen: "Wir stellen keine Kopftuchträgerinnen ein" - Bewerberin verklagt Zahnarzt

Sie bewarb sich auf eine Stelle als Zahnarzthelferin - und wurde wegen ihres Kopftuchs abgelehnt. Eine Frau will einen Stuttgarter Zahnarzt deswegen verklagen. Der übt sich derweil in Demut.

Der Hijab - ein Grund, eine Bewerberin abzulehnen?

Der Hijab - ein Grund, eine Bewerberin abzulehnen?

Ein Zahnarzt aus Stuttgart hat eine Bewerberin wegen ihres Kopftuchs abgelehnt - und muss mit einem juristischen Nachspiel rechnen. Eine Klage auf Entschädigung werde in den nächsten Tagen eingereicht, sagte Rechtsanwalt Bülent Döger. Der Jurist beruft sich dabei auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz.

Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. Demnach bekam die Frau auf ihre Bewerbung als Zahnarzthelferin die Antwort: "Wir stellen keine Kopftuchträgerinnen ein und verstehen auch nicht, wie Bewerberinnen sich diese Toleranz vorstellen können." Der Zahnarzt entschuldigte sich dafür nun auf seiner Internetseite: "Meine Formulierungen waren einfach dumm und unpassend."

Er habe "weit über 1000 Mails" erhalten, viele hätten aggressive und gewaltbereite Aussagen enthalten. Auch das Praxistelefon stehe nicht mehr still. "Ich kann nur hoffen, dass meine Entschuldigung angenommen wird", schreibt der Zahnarzt.


kis mit DPA
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