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Suchaktion auf Facebook: Die Flaschenpost vom Plauer See

18 Jahre liegt die Flaschenpost des kleinen Christoph im Schilf des Plauer Sees. Dann wird sie entdeckt - und der Finder startet eine Suchaktion über Facebook. Mit Erfolg.

Von Katharina Grimm

Eigentlich will Markus Schlefske nur sein Boot festmachen. Die Uferregion des Plauer Sees in Mecklenburg-Vorpommern ist dicht mit Schilf bewachsen. Das Wasser ist flach, vielleicht einen Meter tief. Dort entdeckt er am vergangenen Donnerstag etwas Weißes auf dem Seegrund. Er greift danach - und zieht einen Golfball heraus. "50 cm daneben lag die Flasche", schreibt Schlefske bei Facebook.

Darin findet er einen zusammengefalteten Zettel, inzwischen matschig und kaum noch lesbar. "Ich bin Christoph aus Münster und habe diese Flaschenpost am 12. August 1995 in den Plauer See gelegt. Ich bin fünf Jahre alt. Mein Bruder Johannes hat mir dabei geholfen ...". Mehr ist nicht zu entziffern - aber immerhin -, er hat einen Namen, ein Datum und den Wohnort.

18 Jahre unentdeckt

Gleicher Ort, vor fast 18 Jahren. Es ist ein heißer Samstag im August, die Brüder Christoph und Johannis aus Münster verbringen die Sommerferien an der Mecklenburger Seenplatte. Noch zwei Wochen, dann muss Johannis in Nordrhein-Westfalen wieder zur Schule. Heute wollen die Brüder eine Flaschenpost verschicken. Johannis hilft beim Schreiben, Christoph ist schließlich erst fünf. "Ich glaube das war so, dass die Flasche von Anfang an nicht schwimmen konnte", schreibt Christoph rückblickend auf Facebook. Anstatt zu schwimmen, ging die Buddel direkt unter. Also deponierten sie das Gefäß auf einer Schilfinsel in Ufernähe. Dort bliebt sie unentdeckt - fast 18 Jahre lang.

Markus Schlefske reagierte auf seinen Flaschenfund. Er machte ein Bild von der Flasche und dem Zettel, nannte Namen, Ort und Zeitpunkt und startete am Freitag eine Suchaktion auf Facebook. "Hallo Christoph aus Münster, habe gestern die Flaschenpost gefunden, die Du vor knapp 18 Jahren in den Plauer See gelegt hast!", schrieb er. Falls es jemanden gebe, der Christoph kenne, möge er doch das Foto weiterleiten. Und fügt hinzu: "Christoph müsste heute ja ca. 23 sein."

Die Suchmeldung verbreitete sich - und nach wenigen Stunden erkannte Anne-Kathin Adler, um wen es sich da handelt. "Was?! Verrückt! Das ist mein Cousin", schrieb sie auf Facebook. Christoph ist tatsächlich 23 und studiert inzwischen an der RWTH Aachen. Dass seine Flaschenpost gefunden wurde, ist für ihn ein "krasser Zufall". Immerhin ist der Plauer See der siebtgrößte See in Deutschland, gut 14 Kilometer lang und fünf Kilometer breit. An der tiefsten Stelle ist der See gut 25 Meter tief. "Coole Sache, dass die mal nach 18 Jahren wieder auftaucht und noch halbwegs lesbar ist", schreibt Christoph via Facebook.

Kein neuer Rekord

Allerdings wird die Flaschenpost aus dem Plauer See keinen Rekord brechen. Die längste Zeit im Meer verbrachte eine Flaschenpost aus Schottland, die 1914 mit rund 2000 anderen Flaschen im Meer landete. 2012 holten Fischer vor den Shetland Inseln die Flasche aus dem Wasser - nach 98 Jahren. In der Flasche befanden sich eine Postkarte und die Aufforderung, diese Karte an die Fischereibehörde zu senden. Mithilfe der zugeschickten Karten wollten Forscher eine Übersichtskarte der Meeresströmung erstellen. Bis zum Herbst 2012 sind laut der schottischen Regionalregierung 315 Karten zurückgekommen.

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