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Sudan: "Teddy-Lehrerin" ist wohlauf

Gillian Gibbons, die im Sudan zu 15 Tagen Haft verurteilt wurde, weil sie einen Teddy Mohammed taufte, geht es offenbar gut. In einer Erklärung sagte sie jetzt, dass die Sudanesen "sehr angenehm und sehr generös" seien. Und: "Ich bin sehr traurig, das Land zu verlassen."

Eine britische Lehrerin, die im Sudan wegen eines Teddybären namens Mohammed zu 15 Tagen Haft verurteilt worden ist, hat sich erstmals aus dem Gefängnis zu Wort gemeldet. "Ich möchte, dass die Menschen wissen, dass ich gut behandelt werde und vor allem, dass ich anständig zu essen bekomme", sagte Gillian Gibbons in einer Mitteilung an den britischen Sender Channel 4.

Die 54-Jährige war wegen Beleidigung des Islams verurteilt worden, weil sie und ihre Schüler den Teddy nach dem Propheten Mohammed benannt hatten. Sie hätte auch zu 40 Peitschenhieben verurteilt werden können. Nach Verbüßung ihrer Strafe soll sie abgeschoben werden.

In der Hauptstadt Khartum hatten daraufhin tausende Menschen protestiert und ihren Tod gefordert. Zwei nun in den Sudan gereiste muslimische Vertreter des britischen Oberhauses hoffen unterdessen, dass Präsident Omar Hassan al Baschir die Frau aus Liverpool vorzeitig aus der Haft entlassen könnte.

"Ich bin allen, die so viel für mich tun, sehr dankbar", sagte die Lehrerin in ihrer Mitteilung. Die Sudanesen seien "sehr angenehm und sehr generös". Sie habe in den Monaten, die sie in dem afrikanischen Land verbracht habe, "ausschließlich gute Erfahrungen gemacht". "Ich bin sehr traurig, das Land zu verlassen. Wenn ich morgen zur Arbeit zurück könnte, würde ich das tun."

DPA/AP / AP / DPA
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