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Tabakkonsum: Als Raucher noch mit dem Tod bestraft wurden

Einst war die "Fluppe" eine Droge gehobener Schichten, die maschinelle Produktion brachte die Zigarette auch in den Volksmund - und dem Staat üppige Einnahmen. Früher setzten Raucher noch ihr Leben aufs Spiel.

Den Rauchern in Deutschland steht eine Tabaksteuererhöhung bevor. Erklärtes Ziel von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt ist es, dass die steigenden Preise viele Paffer vom Griff zur Zigarette abhält und die Ausgaben für Raucherkrankheiten sinken. Finanzminister Hans Eichel dürfte an einer Abnahme der Zahl der Raucher weniger interessiert sein. Denn je mehr Teer die Raucher in ihre Lungen saugen, je mehr Geld lagert sich in seiner Kasse ab.

Weltreise einer Pflanze

Der staatliche Zwiespalt im Umgang mit den Rauchern ist nicht neu. Vielmehr besteht er fast so lange wie die Tabakpflanze in Europa heimisch ist. Forschungsreisende hatten die Pflanzen mit den großen, kräftig grünen Blättern und roten Blüten Anfang des 16. Jahrhunderts aus Mittelamerika nach Spanien gebracht, weil sie darin eine botanische Kuriosität sahen. Von dort aus verbreitete sich der Tabak zunächst in Europa und später bis nach Asien, Afrika und Australien.

Seit Ende des 16. Jahrhunderts wird Tabak auch in Hessen und der Rheinebene angebaut. Seeleute, Handelsreisende und Soldaten sorgten für eine schnell wachsende Popularität des Rauchens, wenn auch anfangs mit heute skurril anmutenden Trichtern und ähnlichen Gerätschaften. In den deutschen Kleinstaaten begann die Nikotinsucht während des 30-jährigen Krieges ab 1618 zu grassieren. Quer durch alle Stände, Altersgruppen und Geschlechter sei die "Tobacks-Begierde" geweckt worden, klagte der Verfasser eines Schreibens aus jener Zeit, das im Tabakmuseum zu sehen ist.

Todesstrafe für Dunst-Liebhaber

Vielerorts erließ die Obrigkeit daraufhin Rauchverbote. Im Herzogtum Lüneburg drohte den Dunst-Liebhabern noch bis 1691 die Todesstrafe. Rabiat gingen damals auch ausländische Herrscher gegen die Abhängigen vor. In Spanien wurden Raucher mit Acht und Bann belegt, was Nikotinsüchtige in Nordamerika heute nachfühlen können. In Russland drohte ihnen Auspeitschung und Verbannung, osmanische Paffer wurden in Scharen geköpft oder gepfählt, in Persien wurde ihnen der Hals gar mit flüssigem Blei ausgegossen.

Die drakonischen Maßnahmen jedoch konnten das Verlangen nach dem glimmenden Tabak so wenig stoppen wie heute die abschreckenden Warnhinweise der EU-Gesundheitsminister. Die Berner Obrigkeit verbot 1659 noch einmal das "missbräuchliche und tolle Rauchen". In Preußen dagegen hatten die Herrscher zu dieser Zeit den aussichtslosen Kampf bereits aufgegeben und die einnahmefördernde Seite des Tabaks erkannt. 1658 erließ der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm eine Verbrauchsabgabe auf das Kraut, 1676 vergab der Staat die erste Konzession für Anbau, Verarbeitung und Verkauf der Pflanzen.

Schnupfen beliebt

Kaum war das Verbot außer Kraft, griff zunächst das Schnupfen um sich. "Der Schnupftabak reinigt den Magen, vertreibt Zahnweh, verscheucht Läuse, heilt Geschwüre und schützt vor der Pest", glaubte ein Verehrer der Droge 1656 zu wissen. Auch das Pfeiferauchen erlebte eine Renaissance, - und zwar bei Männern und Frauen, wie eine Abbildung aus dem 18. Jahrhundert beweist. Erst Napoleons Truppen brachten ab 1780 die zuvor vor allem am französischen Hof beliebte Zigarre ins übrige Europa, die Zigarette verdankt ihre Verbreitung dem Krimkrieg zwischen 1853 und 1856.

Dabei war die "Fluppe" zunächst ein Suchtmittel der gehobenen Schichten, erst deren maschinelle Produktion ab zirka 1900 brachte die Zigarette auch in den Volksmund und ebnete dem Staat damit den Weg für üppige Steuereinnahmen. Nur kurzfristig hatte der Erlass eines ersten Tabaksteuergesetzes im Deutschen Reich 1880 zu einem Einbruch bei Absatz und Produktion der entsprechenden Produkte gesorgt.

Die Abgabepflicht im Übrigen wurde schon bald sehr großzügig zu Gunsten des Staates ausgelegt. Ende des Ersten Weltkrieges etwa waren sogar Zigaretten der Marke "Miriam" steuerpflichtig. Dabei bestand das Kraut nur zu fünf Prozent aus Tabak - überwiegend verglommen stattdessen Rosen-, Kirsch-, Apfel-, Birnen-, Kastanien- und Lindenblätter.

Sven Kästner/AP / AP
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(