HOME

Terre des Hommes: "Madonnas Hilfe richtet Schaden an"

"Jeder sollte ein Kind adoptieren", verteidigt Superstar Madonna ihre Adoption eines Jungen aus Malawi, die hohe Wellen schlug. Im Gespräch mit stern.de erklärt der Adoptionsexperte des Kinderhilfswerks Terre des Hommes Deutschland e. V., Bernd Wacker, warum das nicht immer zum Wohle der Kinder ist, und wie Prominente sinnvoller helfen könnten.

Herr Wacker, war Madonnas Adoption eine gute Sache?

Ja und Nein. Ich könnte Ihnen binnen weniger Stunden zehn auf ihre Eignung geprüfte Elternpaare aus Deutschland nennen, die einen dreizehnmonatigen gesunden Säugling aus Afrika sofort adoptieren würden. Und die wären nicht nur gut vorbereitet, die wären auch im entsprechenden Alter: Madonna ist ja schon fast 50 und geht auf das frühe Großmutteralter zu.

Wird denn nicht jeder gebraucht, egal wie alt, wenn es darum geht, verlassenen Kindern zu helfen?

Nein! Nach allem, was wir wissen, gibt es mehr Bewerber als Kinder, die für die Adoption bereitstehen und die tatsächlich vermittelbar sind. Denn die Leute wollen ja meist nicht irgendein Kind adoptieren, sondern ein gesundes Baby. Es ist aber besser für das Kind, wenn es gut vorbereitete Eltern bekommt, die nicht von Termin zu Termin hetzen, die wirklich auf das Kind eingehen und auch dann noch fit sind, wenn das Kind in die kritischen Jahre der Pubertät kommt.

Es gibt also weniger zur Adoption freigegebene gesunde Säuglinge und Kleinkinder als adoptionswillige Bewerber?

Nach allem, was wir wissen, ist das so. Das sieht man schon am Faktum des Kinderhandels: Eine Sache, die wie Sand am Meer liegt, wird nicht wie Edelsteine gehandelt. Warum sollte man soviel Geld für gesunde Babys bezahlen, wenn sie im Heim zu Dutzenden abholbar wären? Es gibt also einen Bedarf an Kindern, nicht an Eltern.

Sie haben Flash deaktiviert oder nicht installiert. Oder Sie benutzen ein iOS-Gerät.

Aber sind nicht die Heime Osteuropas und der Dritten Welt mit verlassenen Kindern überfüllt?

Ja. Die Zahl der Kinder, die Eltern bräuchten, die für sie sorgen, ist riesengroß. Aber was ist als Kindheit definiert? Keiner will mehr einen Neunjährigen, der schon zwei Jahre auf der Straße verbracht hat. Und je näher die Kinder der Pubertät kommen, desto schwieriger wird es. Es gibt tausende verlassener kranker oder behinderter Kinder, da bräuchten wir sehr, sehr viele Adoptionswillige. Aber solche Kinder sind kaum vermittelbar. Die Bewerber wünschen sich, wie leibliche Eltern auch, ein gesundes Kind.

Nach Meinung vieler Fachleute waren Madonna, aber auch Gerhard Schröder schon zu alt, um ein Kleinkind zu adoptieren. Ist diese Altergrenze nicht antiquiert? Immerhin leben Menschen immer länger und bleiben dabei immer gesünder.

Wer so denkt, hat mehr die Bewerber- als die Kindesinteressen im Kopf. Sie haben recht: Menschen bleiben heute länger gesund, statistisch gesehen. Dennoch sind 60-Jährige dem Tode näher als ein 35-Jähriger, und auch die Krankheitsanfälligkeit wird größer. Kinder, die zur Adoption kommen, haben schon einen Beziehungsabbruch hinter sich und sind oft schwer traumatisiert. Vermittlungsstellen sind darum im Interesse der Kinder verpflichtet, ihnen so viel und so lange Sicherheit zu bieten wie möglich. Kinder brauchen Eltern und Großeltern - aber nicht Menschen im Großelternalter als Eltern. Um so mehr, als wir genügend Bewerber im jungen Alter haben.

Wäre das Vorgehen Madonnas in Malawi mit deutschem Recht vereinbar?

In gewisser Weise ja, leider. Wenn Sie eine Adoptionsentscheidung eines ordentlichen Gerichts im Ausland haben, bei der es keinen Grund gibt zu vermuten, dass sie gekauft oder erzwungen wurde, wird diese Entscheidung in der Bundesrepublik anerkannt.

Terres des Hommes hat seine Auslandsvermittlungen eingestellt. Warum?

Es gibt weltweit eine große Konkurrenz um das gesunde Kleinkind. Wir haben in Deutschland eine genügend große Zahl von Adoptionsvermittlungsstellen, und jede neue Stelle verschärft den Kampf auf dem internationalen "Adoptionsmarkt". In Ländern wie Indien wurden immer wieder Fälle aufgedeckt, bei denen Kinder zu Waisenkindern erklärt wurden, obwohl sie keine waren. Eben weil die Nachfrage so groß ist. Wir lehnen Auslandsadoptionen nicht generell ab, zielen mit unserer entwicklungspolitischen Arbeit aber darauf, dass Kinder gar nicht erst verlassen werden. So viele Auslandsadoptionen wie nötig und so wenige wie möglich!

Was heißt das genau?

Bevor ein Kind ins Ausland adoptiert wird, sollte immer zuerst geprüft werden, ob das Kind nicht doch in seiner Familie bleiben kann. Auf Madonna bezogen: In Zusammenarbeit mit den Behörden und entsprechenden Fachstellen hätte sie überlegen können, ob es nicht möglich gewesen wäre, Vater und Großmutter so zu unterstützen, dass sie das Kind aus dem Waisenhaus wieder zu sich genommen hätten. Wenn solche Reintegration nicht möglich ist, gilt es zunächst, eine Familie im Herkunftsland zu finden. Nicht ein Heim, eine Familie!

Was kostet eine Auslandsadoption über eine der staatlich anerkannten Fachvermittlungsstellen?

Das variiert: Bei den kirchlich gestützten Organisationen ist das sehr viel günstiger als bei den freien Trägern. Wir bewegen uns da etwa zwischen 10.000 und 15.000 Euro. Worauf es dabei vor allem ankommt: Alle Kosten müssen für die Bewerber nachvollziehbar und ausgewiesen sein. Wenn sie ihr Kind früher mitnehmen dürfen, weil sie dem Heim ohne Quittung einen kleinen Obolus zusätzlich zahlen, sollten sie die Organisation wechseln und die Angelegenheit den deutschen Behörden melden. Natürlich ist es sehr schwer, nach jahrelangem Warten in so einer Situation noch die moralische Kraft aufzubringen und zu sagen: Moment, jetzt überschreiten wir die Grenze zum Kinderhandel.

Die Alternative zu Vermittlungsagenturen ist eine Privatadoption. Was halten Sie davon?

Privat- oder besser: Selbstbeschaffungsadoptionen sind für Kinder wie für Eltern schädlich. Wir kritisieren sie aus drei Gründen: Als Nichtfachmann haben sie im Normalfall keinerlei Überblick, ob das Kind, das Ihnen zur Adoption angeboten wird, tatsächlich verlassen ist, oder seinen Eltern entführt, abgeschwatzt oder auf andere Weise entzogen wurde. Außerdem bereiten seriöse Vermittlungsagenturen potenzielle Adoptiveltern gründlich auf das vor, was auf sie zukommt. Diese Überprüfung soll kein bürokratisches Hindernis sein, sondern Menschen dazu befähigen und anregen, über sich selbst nachzudenken im Hinblick auf die Aufgabe, die da auf sie zukommt. Außerdem begünstigen Privatadoptionen die Begüterten und "Beziehungsreichen". Sie sind grob ungerecht denjenigen gegenüber, die den staatlich empfohlenen und fachlich gebotenen - übrigens unter der Regierung Schröder durchgesetzten - Weg der Konventionsadoption gehen und dann feststellen, dass sie wegen ihres zu hohes Alters keine Chance mehr haben. Diese Richtlinien sind in der Haager Adoptionskonvention festgeschrieben.

Kann man davon ausgehen, dass viele Prominente - wie jetzt Madonna - am Haager Adoptionsabkommen vorbei adoptiert haben?

Davon gehe ich aus. Wenn man Beziehungen hat, ist das kein Problem. Und erst recht nicht für Politiker. Was mich bei Prominentenadoptionen immer wieder erstaunt: Sie hätten aufgrund ihres Vermögens, ihrer Beziehungen und ihres Einflusses so viele Chancen, Gutes zu tun. Gerade für die große Zahl verlassener Kinder, die aufgrund ihres Alters, ihres Gesundheitszustandes oder ihres Aussehens nicht das Glück haben, adoptiert zu werden, und darum schon jahrelang in einem Waisenhaus leben. Da könnte man mit so viel Geld vieles verbessern. Und dann kommt Madonna und lässt jede Umsicht vermissen. Diese Kurzsichtigkeit, dieser Mangel an Empathie und Reflexion richtet großen Schaden an. Adoption ist ein Mittel der Kinderhilfe und nicht der Komplettierung von unvollständigen Familien oder der Mehrung des sozialen Rufs von Weltstars.

Welche Probleme haben Kinder, die in ein fremdes Land adoptiert werden?

Diese Kinder kommen häufig aus völlig anderen Lebensumständen und unterscheiden sich oft auch allein durch ihre Hautfarbe. Gerade Kinder aus Asien, Lateinamerika oder Afrika werden von Anfang an auf ihr Aussehen angesprochen - freundlich, neugierig, nichts ahnend oder auch aggressiv. Sie fangen früh an zu fragen: Warum wurde ich weggegeben, gerade ich? Wie sehen wohl meine Eltern aus? Habe ich Geschwister, Großeltern? Wohl auch deswegen ist Osteuropa bei manchen Adoptionsbewerbern so beliebt, da fällt das Aussehen nicht so sehr ins Auge.

Madonna versichert ja, dass sie mit David jedes Jahr nach Malawi fliegen möchte.

Großartig - vor allem wenn man sich überlegt, auf welchem materiellen Niveau Menschen in Malawi existieren müssen. Wie lange wohl müsste Davids Vater in Malawi arbeiten, um das zu verdienen, was allein eine solche Reise kostet? Und was wird David - vorausgesetzt, es kommt endgültig zur Adoption - eines Tages sagen, wenn er sich über die Umstände seiner Adoption ernsthaft Gedanken zu machen beginnt? Grenzt solche Hilfe nicht an Wahnsinn?

Interview: Claudia Pientka
Ich brauche dringend Hilfe bei der EM rente
Guten Tag mein Name ist Carsten Langer ich bin 46 Jahre alt und Versuche seit März 2015 die EM Rente zu beckommen meine Ärzte sagen ich kann nicht mehr Gutachten der Kranken Kasse sieht das auch so nur die Gutachter der Rentenkasse Sehens anders war schon vor sozial Gericht 1 Instanz Richterin sagt ich kann nicht am Gutachten vorbei entscheiden ihre Empfehlung ich sollte in die 2 Instanz weil sie meint das ich auch nicht mehr Arbeits fähig bin die 2 Instanz sagt laut Gutachten könnte ich noch arbeiten aber ihre Meinung nach könnte ich auch nicht mehr arbeiten ich sollte doch auf ein Urteil verzichten und ich sollte neu Rente beantragen und der zwischen Zeit wurde ich zur Berufs Findung geschickt die nach sechs Wochen von der Rentenkasse abgebrochen wurde habe auch erfahren das die Rentenkasse mir keine Umschulung mehr zutraut auf den Rat ich sollte noch Mal EM Rente beantragen bin ich in Reha gegangen damit ich auch neue Arzt berichte habe die Reha hat den Aufenthalt von 4 auf drei Wochen verkürzt und mich entlassen als nicht arbeitsfähig für den allgemeinen Arbeits Markt und ich kann keine 3 Stunden arbeiten das hat der Rentenkasse wieder nicht gereicht hatich wieder zum gutachter geschickt der mir 45 Minuten fragen gestellt hat und jetzt heißt es ich kann wieder voll arbeiten auf den allgemeinen Arbeits Markt Meine Erkrankungen sind Ateose in beiden knieen und mehreren Finger Gelenken Verschleiß in beiden Fuß, Hüft, Schulter und elebogen Gelenken dazu Gicht im linken Daumen satel Anhaltende Schmerzstörungen Wiederkehrende Depressionen Übergewicht Hormonstörungen Wirbelsäulenleiden Bandscheibenschädigung Schlaf Atem Störung Schlafstörungen eine ausgeprägte lese und rechtschreib Schwäche Panick Attacken ( Zukunftsangst) Suizidale Gedanken 1 Suite Versuch Laut aus Zügen einiger Befunde Bin ich nicht mehr Stress resistent Darf keinen akort machen keine Schicht Arbeit keine gehobene Verantwortung überaschinem oder Personen tragen usw Aber al das reicht nicht für die EM Rente Mittlerweile bin ich von der Kranken Kasse ausgesteuert das Arbeitsamt hat mich nach 9 Monaten abgemeldet und seit April wäre die Renten Kasse nicht mehr für mich zuständig aber da ein laufendes verfahren ist hmm keine Ahnung Da ich Mal gut verdient habe habe ich eine bu abgeschlossen aber da die über 900 euro mir zählt und das schon fast 3 Jahre habe ich kein Anspruch auf Harz 4 Grundsicherung Wohngeld oder sie Tafel für essen nein ich darf dafon mich noch mit 260€ freiwillig Kranken versichern Deswegen konnte ich meine Wohnung mir nicht mehr leisten und bin auf einen Campingplatz gezogenitlerweil habe ich eine Freundin und wir teilen uns die Wohnung Bitte ich brauche dringend Hilfe mir wird das alles zuviel werde mich parallel zu ihnen auch an den svdk wenden aber vielleicht können sie unterstützend helfen ich weiß echt nicht weiter und meine schlechten Gedanken werden wider sehr stark Mfg