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Festnahme in Baden-Württemberg: Deutscher Händler soll Kalaschnikows an Pariser Terroristen geliefert haben

Die Polizei hat einen 24-jährigen Waffenhändler aus Baden-Württemberg festgenommen. Er steht im Verdacht, vier Sturmgewehre nach Paris verkauft zu haben - angeblich an einen Mann arabischer Herkunft.

Kalaschnikow-Sturmgewehr

Kalaschnikow-Sturmgewehr: Vier solcher Exemplare könnte ein deutscher Waffenhändler nach Paris verkauft haben

Zwei Wochen nach den Terroranschlägen von Paris verfolgen die Sicherheitsbehörden bei den Ermittlungen eine Spur nach Baden-Württemberg. "Ein 24 Jahre alter Mann steht im Verdacht, vier Sturmgewehre an eine Pariser Lieferadresse geschickt zu haben", sagte ein Sprecher der Stuttgarter Staatsanwaltschaft am Freitag. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft. Mögliche Bezüge zu den Anschlägen vor zwei Wochen würden geprüft. Über eine mögliche Lieferung von Kalaschnikow-Sturmgewehren hatte zuerst die "Bild" berichtet.

Die Staatsanwaltschaft hatte am Donnerstag Ermittlungen im Fall eines 24 Jahre alten Deutschen aus Magstadt (Kreis Böblingen) wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet. Das Landeskriminalamt wurde mit weiteren Untersuchungen beauftragt. Die Akten seien dem Generalbundesanwalt in Karlsruhe vorgelegt worden, der aber Ermittlungen noch nicht an sich ziehen wollte, hieß es.

16 Schusswaffen in Wohnung gefunden

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, in mehreren Fällen Schreckschusswaffen ungenehmigt zu illegalen Schusswaffen umgebaut und diese über eine illegale Plattform im Darknet verkauft zu haben. Im Darknet (englisch für "Dunkles Netz") können sich Nutzer anonym bewegen. Bei der Durchsuchung der Wohnung des Mannes am vergangenen Montag seien 16 Schusswaffen gefunden worden. Doch erst seit der Auswertung von Emails gibt es Anhaltspunkte dafür, dass der Verdächtige Anfang November 2015 vier Kalaschnikows an einen Abnehmer in Paris verkauft haben könnte.

Islamistische Terroristen hatten am 13. November an mehreren Orten in der französischen Hauptstadt 130 Menschen getötet, unter anderem mit Sturmgewehren des Typs Kalaschnikow. "Die Identität des Käufers steht noch nicht fest", sagte der Stuttgarter Behördensprecher.

Berliner Terrorverdächtige wieder auf freiem Fuß

In Berlin wurden inzwischen drei Terrorverdächtige wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Männer im Alter von 25, 28 und 46 Jahren aber weiter wegen möglicher Planung eines Terroranschlags, wie Behördensprecher Martin Steltner sagte. Es gehe um den Verdacht der Vorbereitung einer schweren, staatsgefährdenden Gewalttat. Jedoch gebe es lediglich einen einfachen und keinen dringenden Tatverdacht. Deshalb seien auch keine Haftbefehle beantragt worden.

Am Donnerstag hatte ein Spezialeinsatzkommando zunächst einen Syrer und einen Tunesier im Neuköllner Ortsteil Britz festgenommen. Die Polizei suchte dann in einer Moschee in Charlottenburg und einem Auto in Neukölln nach Sprengstoff, gefunden wurde aber "nichts Gefährliches". Ein 25 Jahre alter Tunesier wurde laut Staatsanwaltschaft in der Nacht zum Freitag in einer Flüchtlingsunterkunft in Spandau festgenommen. 

Es habe Hinweise auf Anschlagsplanungen gegen, die sich aber nicht auf die Hauptstadt bezogen, sagte Steltner. Die Informationen hatten sich laut Polizei am Donnerstag verdichtet. "Wir mussten dringend handeln", betonte Steltner. Die Polizei vermutete, dass Teile eines Sprengsatzes und Waffenteile von München über Berlin nach Dortmund gebracht werden sollten und möglicherweise für einen Anschlag bestimmt waren.

Die 28 und 46 Jahre alten Männer werden nach Ermittlerangaben dem Einflussbereich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zugeordnet. 16 Häuser mit rund 120 Bewohnern waren in Britz wegen der vermuteten Sprengstoffgefahr zeitweise evakuiert worden. 

kis/fin / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.