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Für Flüchtlings-Aktion Nach Anzeige wegen Volksverhetzung - Til Schweiger legt Schweigeminute ein


"Nicht reden, sondern helfen": Mit diesen Worten beendet Til Schweiger in einem Video eine Schweigeminute. Sie ist Teil einer Flüchtlings-Aktion. Unterdessen steht dem Regisseur und Schauspieler juristischer Ärger ins Haus.

In den letzten Woche machte Til Schweiger oft den Mund auf - gegen Diskriminierung, Fremdenhass und für mehr Solidarität mit den Flüchtlingen aus Syrien. Jetzt legt der Regisseur und Schauspieler jedoch in einem Video eine Schweigeminute ein. Sie ist Teil der Flüchtlings-Aktion "Wir helfen", die Schweiger unterstützt.

Nach 60 Sekunden schweigen mit ernster Miene sagt Schweiger: "Nicht reden, sondern helfen. Jetzt!" Gegenüber der "Bild", die Initiator der Aktion ist, sagte der 51-Jährige: "Ich unterstütze die Aktion, um damit diejenigen zu würdigen, die sich jetzt schon aufopferungsvoll um die Menschen kümmern, die auf der Flucht sind und nichts mehr haben als ein Hemdchen am Leib.“

Anzeige wegen Volksverhetzung

Unterdessen steht Schweiger jedoch auch juristischer Ärger ins Haus. Gegen ihn läuft eine Anzeige wegen Volksverhetzung. In der ARD-Sendung "Menschen bei Maischberger" äußerte sich Til Schweiger klar und eindeutig zu seinem Flüchtlingsheim-Projekt. Zu klar offenbar.

"Ich glaub noch nicht mal, dass ein Politiker nach Freital gehen muss, es würde einfach reichen, wenn die zwei Hundertschaften da hinschicken und die Leute einkassieren, und sagen 'heute Nacht bleibt ihr im Knast, denkt mal darüber nach, was ihr hier macht, und morgen kommt ihr hier nicht mehr her'", so Schweiger. Ein Rechtswissenschaftler aus Münster hat augenscheinlich diese Äußerung zum Anlass genommen, den 51-Jährigen anzuzeigen.

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