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NDR-Beitrag wühlt auf: 20-Jährige verliert ungeborenes Baby bei Flüchtlingstransport

Trotz einer Risikoschwangerschaft wurde eine 20-Jährige aus Guinea von Hamburg in ein anderes Flüchtlingsheim geschafft. Ihr Baby hat sie dabei verloren. Schwere Vorwürfe werden laut.

Der NDR berichtet über die Flüchtlings-Frau, die ihr Kind verlor

Der NDR berichtet über die Flüchtlings-Frau, die ihr Kind verlor

Nach dem Tod eines ungeborenen Babys einer 20-jährigen Migrantin aus Guinea hat Bundesärztekammerpräsident Frank Ulrich Montgomery den Hamburger Senat scharf kritisiert. Bereits 2010 sei eine Ghanaerin kurz vor Ende der Schwangerschaft zweimal von Hamburg aus in Flüchtlingsheime in Mecklenburg-Vorpommern umverteilt worden und habe ihr Kind tot zur Welt gebracht, erklärte Montgomery am Mittwoch.


Im aktuellen Fall erhebt die 20-Jährige laut NDR und WDR schwere Vorwürfe gegen Mitarbeiter der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Hamburg-Harburg. Sie sei mit ihrem Mann im Februar von Hamburg in die Flüchtlingsunterkunft Burbach in Nordrhein-Westfalen geschickt worden, obwohl bei ihr eine Risikoschwangerschaft vorlag und Ärzte ihr Bettruhe verordnet hatten. Trotz Protests gegen die Entscheidung sei das Paar zwölf Stunden mit Regionalzügen bis Dortmund gefahren. Nach der Reise habe die Frau ihr ungeborenes Kind verloren.


Der Senat erklärte in einer Antwort auf eine kleine Anfrage der Linken: "Der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung war lediglich bekannt, dass die Frau schwanger war. Von einem Krankenhausaufenthalt oder Beschwerden haben die Eheleute nichts berichtet." Mit einem sogenannten Todesermittlungsverfahren will die Staatsanwaltschaft Hamburg klären, ob der Tod des Kindes auf Fremdverschulden zurückzuführen ist. Mit ersten Ergebnissen sei nicht vor Ende August zu rechnen, sagte eine Sprecherin den Sendern NDR Info und WDR.


Den aufwühlenden Bericht finden Sie hier in der Mediathek des NDR.

awö/DPA
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