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Trauerfeier: Eine Begräbnis wird zum Volksfest

In einer aufwühlenden Zeremonie haben Pilger und Politiker aus aller Welt Papst Johannes Paul II. zu Grabe getragen. Wegen des großen Andrangs will der Vatikan die letzte Ruhestätte unter dem Petersdom vorerst geschlossen halten.

Die Welt hat Abschied genommen von Papst Johannes Paul II.: In einer der größten Trauerfeiern der Geschichte erwiesen 300 000 Pilger und rund 200 Staatsgäste auf dem Petersplatz in Rom dem Pontifex die letzte Ehre. Immer wieder spendeten die Gläubigen Applaus und schwenkten Fahnen. Mehr als eine Million Menschen verfolgten rund um den Vatikan, Milliarden an den Fernsehschirmen die Totenmesse für den Papst aus Polen, der 26 Jahre lang die Geschicke der katholischen Kirche bestimmt hatte. Der deutsche Kardinal Joseph Ratzinger, der das Requiem am Freitag zelebrierte, würdigte den Heiligen Vater als unvergesslich und tief im Glauben an Christus verwurzelt. "Wer den Papst beim Beten gesehen hat, wer seine Predigten gehört hat, der weiß das", sagte Ratzinger.

Nach der Messe wurde der schlichte Sarg aus Zypressenholz mit dem Leichnam des Heiligen Vaters vom Petersplatz in den Petersdom gebracht. Dort fand Johannes Paul in den Grotten nahe des Grabes des heiligen Petrus seine letzte Ruhestätte. Weltweit kamen viele tausend Gläubige bei Gedenkfeiern zusammen, so in Mexiko-Stadt, in Manila und auch in Stuttgart, München und Köln. Besonders viele Menschen trauerten in der polnischen Heimat des Papstes.

Die gut zweieinhalbstündige Trauerfeier war geprägt von liturgischen Gesängen und Gebeten, aber auch von "Santo, Santo"-Rufen (heilig, heilig) sowie Beifallsstürmen der Gläubigen. Mit dem Ruf "Santo Subito" (heilig sofort) sprachen sich viele für eine Heiligsprechung des Verstorbenen aus. Auch viele der Staatsgäste reagierten gerührt, der spanische König Juan Carlos hatte Tränen in den Augen. Mit einem "Grazie" (Danke) auf einem Spruchband dankten die Gläubigen, darunter zehntausende Polen, dem Papst.

Als die Begräbnismesse auf dem Petersplatz in Rom begann, läuteten in ganz Polen die Kirchenglocken und die Sirenen heulten. Für den Abend war ein fünfminütiges landesweites Gedenken vorgesehen. Die größten Feierlichkeiten fanden in Krakau statt - jener Stadt, in der Karol Wojtyla vor seinem Amtsantritt 1978 Erzbischof war. Auf den Blonie-Wiesen, wo der Papst drei Jahre zuvor vor drei Millionen Gläubigen seine letzte Messe auf polnischem Boden gehalten hatte, versammelten sich etwa eine halbe Million Menschen.

Requiem unter Beifallsstürmen

Mehrmals brandete lang andauernder Beifall auf, etwa als Ratzinger daran erinnerte, wie sich der Papst bis zuletzt trotz größter Leiden noch den Gläubigen zeigte. "Jetzt steht Johannes Paul am Fenster des Hauses des Vaters und sieht uns und segnet uns", sagte Ratzinger. Auch die Patriarchen der östlichen Kirchen beteten für den Papst. Dazu stellten sie sich im Halbrund um den Sarg und sangen kirchliche Lieder.

An der bewegenden Messe nahmen zahlreiche gekrönte Häupter sowie Staats- und Regierungschefs teil. Unter ihnen waren US-Präsident George W. Bush, UN-Generalsekretär Kofi Annan, Bundespräsident Horst Köhler und Kanzler Gerhard Schröder, Prinz Charles, der britische Premier Tony Blair und Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac.

15.000 Sicherheitskräfte waren allein zum Schutz der Staatsgäste im Einsatz, der Luftraum war gesperrt, Flugabwehrraketen wurden in Stellung gebracht. Wer auf den Petersplatz wollte, musste sich nach Waffen und Sprengstoff durchsuchen lassen. Auch Bischöfe wurden dieser Prozedur unterzogen. Die italienischen Sicherheitsbehörden betonten jedoch, für die Feierlichkeiten habe keine erhöhte Terrorgefahr bestanden. Am Freitagmorgen war die gesamte römische Innenstadt für den Verkehr gesperrt. Schulen, Ämter und alle Museen blieben geschlossen.

Konklave begimmt am 18. April

Papst Johannes Paul II. war am vergangenen Samstag im Alter von 84 Jahren gestorben. Seine Grabstätte kann vom kommenden Montag an besucht werden. Die über 26 Jahre währende Amtszeit Johannes Pauls war eine der längsten der Geschichte. Das Konklave zur Wahl seines Nachfolgers beginnt am 18. April, 16 Tage nach dem Tode des Papstes.

Die Trauerfeier, während der Lesungen, Gebete und Fürbitten in zehn Sprachen gesprochen wurden, war bis ins Detail geplant. Vor dem Altar auf dem Petersplatz stand der schlichte Sarg aus Zypressenholz mit dem Leichnam des Heiligen Vaters auf einem Teppich. Während der Zeremonie wehte starker Wind, so dass die Seiten des Evangeliums auf dem Sarg im Wind flatterten.

Ratzinger erinnerte in seiner gut 20-minütigen Predigt auch an die Jugendzeit des Papstes in Polen, die von Unterdrückung durch die Nationalsozialisten geprägt gewesen sei. Auch diese Erfahrung habe in ihm den Wunsch geweckt, Priester zu werden. Ausdrücklich dankte der deutsche Kardinal den Jugendlichen, die der Papst besonders liebte. Ratzinger ist als Dekan des Kardinalskollegiums der wichtigste Amtsträger der katholischen Kirche nach dem Tod des Papstes.

Nach der Totenmesse wurde Johannes Paul in einer Prozession unter Glockengeläut in den Petersdom gebracht. Begleitet von Beifall knieten zwölf Träger in Schwarz vor dem Sarg auf dem Petersplatz nieder und schulterten ihn. Bevor sie die Schwelle zum Dom überschritten, drehten sie sich ein letztes Mal mit dem Sarg der jubelnden Menge zu. Viele der 300 000 Pilger auf dem Platz brachen in Tränen aus. Zur Beerdigung in den Grotten des Doms waren nur wenige kirchliche Würdenträger zugelassen.

Säckchen im Sarg

Johannes Paul wurde mit einem Schleier aus weißer Seide über dem Gesicht beerdigt. In seinem Sarg befinden sich außerdem ein Säckchen mit Bronze- und Silbermünzen aus der Zeit seines Pontifikats und eine Rolle mit seinen Lebensdaten in lateinischer Sprache. Zum Zeichen der Demut wolle er im Sarg beerdigt und nicht in einem Marmorsarkophag bestattet werden - so lautete der Letzte Wille des Papstes. Über der Grabstätte steht auf einer schlichten weißen Marmorplatte: "Joannes Paulus II 1920 - 2005".

In Deutschland wehten viele Flaggen auf Halbmast. Bundespräsident Köhler würdigte die Lebensleistung des gestorbenen Papstes. Kurz bevor die Pforten des Petersdoms am Donnerstagabend geschlossen worden waren, hatte er vor dem Leichnam gebetet. Begleitet wurde Köhler dabei unter anderem von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse, dem bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) und der CDU- Vorsitzenden Angela Merkel. "Das ist ein ganz großer Papst", sagte Köhler dem Nachrichtensender N24. Die Welt trauere über Konfessionen und Kulturen hinweg, "und ich bin sehr froh, dass ich teilnehmen kann".

Die vatikanischen Grotten werden voraussichtlich nicht am kommenden Montag für Gläubige geöffnet. Wahrscheinlich würde die Krypta erst ein paar Tage später wieder zugänglich gemacht, berichtete das italienische Fernsehen. Der Vatikan sei mit der Entscheidung dem Wunsch des Zivilschutzes nachgekommen: Dieser befürchte einen erneuten Andrang von Pilgern vor dem Petersdom, die das Grab des Papstes sehen wollen. Es solle nun erst einmal abgewartet werden, bis die Millionen Gläubigen wieder aus Rom abgereist sind. Bereits vor der Beisetzung hatten drei Tage und drei Nächte lang Hunderttausende in einer kilometerlangen Schlange vor dem Petersdom angestanden, um den aufgebahrten Leichnam von Johannes Paul II. zu sehen. Dadurch wurden zeitweise weite Teile der Innenstadt blockiert. Insgesamt waren zwei Millionen Pilger am Katafalk vorbeigezogen.

AP/DPA/Reuters / AP / DPA / Reuters
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(