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Trauerfeier für Diren D.: "Hamburg wird dich nie vergessen"

Mit Tränen und lieben Worten verabschieden sich Familie und Freunde in Hamburg von Diren D. Vor der Moschee beten Hunderte für den in den USA erschossenen Austauschschüler - sie alle trauern still.

Familie und Freunde trauern am Sarg des Leichnams um den vor einer Woche in den USA erschossenen Gastschüler Diren D.

Familie und Freunde trauern am Sarg des Leichnams um den vor einer Woche in den USA erschossenen Gastschüler Diren D.

Die Männer drängen sich um Direns Sarg und stämmen ihn in die Höhe. Wer kann, trägt ihn ein kleines Stück mit. In einer Ecke des Parks, vor der Yeni-Beyazit-Moschee in Hamburg-Altona, steht ein großes Bild des 17-Jährigen, auf Türkisch steht dort: "Hamburg wird dich nie vergessen". Davor legen die Männer den mit einem grün-gelben Tuch bedeckten Sarg vorsichtig ab und stellen sich in den Halbkreis zu den anderen Trauernden.

Es ist ein ausgesprochen kalter Sonntag im Mai, doch Hunderte sind gekommen, um Abschied zu nehmen. Die Eltern und Schwestern von Diren, Verwandte, Freunde, Lehrer und Mitspieler aus dem Fußballverein. Manche tragen ein Foto von Diren mit sich. Sie trauern still.

Trotz Trauer: Keine Anschuldigungen

Eine Woche ist es her, da war der Hamburger Austauschschüler in Missoula im US-Bundesstaat Montana in der Garage eines fremden Hausbesitzers erschossen worden. In der Nacht zu Sonntag, nur wenige Wochen vor seiner Heimreise nach Hamburg, war er mit einem Freund unterwegs und wurde auf dem Privatgrundstück durch mehrere Schüsse getötet.

Was er da wollte, ist unklar - und für seine Freunde und Familie heute Nebensache. "Nichts auf dieser Welt - kein Haus, kein Auto und kein Geld - ist mehr wert als das Leben eines Menschen", sagt Ali Özdil. In einer bewegenden Rede versucht der Islamwissenschaftler, die Gedanken um die Tat zu beschreiben. "Die Art, wie dieser junge Mensch von uns gegangen ist, ist unfassbar", sagt Özdil und fragt: "Wie will ein Mensch eine solche Tat rechtfertigen?" Aller Trauer und Fassungslosigkeit zum Trotz: Anschuldigungen gibt es keine.

Letzte Ruhe in Bodrum

Stattdessen erinnern die Trauergäste ruhig an Diren - auf Deutsch und Türkisch. Ein enger Freund der Familie blickt auf das kurze Leben des jungen Mannes zurück. Diren soll als begeisterter Fußballer und guter Mensch in Erinnerung bleiben. Auch in den USA ist die Anteilnahme groß: Hunderte hatten in Missoula bereits am Freitagabend bei einer Mahnwache des 17-Jährigen gedacht.

Während der Trauerfeier in Hamburg sitzt Direns Mutter zusammengekauert auf einem Stuhl. Immer wieder wird ihr Körper von Weinkrämpfen geschüttelt. Direns Vater hat ein T-Shirt mit dem Bild und Geburtsdatum seines Sohnes angezogen. Er wirkt ruhig, doch seine Augen sind rot. Erst am Samstag war er mit der Leiche seines Sohnes aus den USA zurückgekehrt. "Der Schmerz, den die Familie und Freunde von Diren erleben, lässt sich nicht in Worte fassen", sagt Islamwissenschaftler Özdil.

Auch in der Türkei wird die Familie noch einmal Abschied von Diren nehmen. In Bodrum, im Südwesten der Türkei, haben sie ein Haus. Mehrere Wochen im Jahr verbrachte Diren dort. "Es war seine Lieblingsgegend", erklärte der Vater. Auf dem Friedhof soll Diren am Montag seine letzte Ruhe finden.

Britta Kollenbroich, DPA / DPA
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.