TÜV-Test Lebensgefahr auf Spielplätzen


Verfaultes Holz, rostiges Metall, hervorstehende Schrauben: Die Verletzungsgefahr auf Deutschlands Spielplätzen ist für Kinder extrem hoch. Der TÜV Rheinland hat zahlreiche Wartungs- und Sicherheitsmängel festgestellt. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen reagierte prompt.

Bei einem bundesweiten Spielplatz-Test hat der TÜV Rheinland alarmierende Wartungs- und Sicherheitsmängel entdeckt. Von 75 untersuchten Spielanlagen in 15 deutschen Städten waren nur sechs einwandfrei, teilte der TÜV am Donnerstag mit. Bei 16 Spielplätzen forderten die Prüfer eine sofortige Sperrung, da nach ihrer Einschätzung Lebensgefahr für die Kinder bestand. Die Untersuchung erfolgte im Auftrag der Zeitschrift "Bild der Frau".

Bei ihrem Test stießen die Prüfer unter anderem auf Verschleiß und Fehlkonstruktionen bei Klettergerüsten, auf verfaultes Holz, rostiges Metall und hervorstehende Schrauben. Sie fanden auch riskante Rutschen und scharfkantige Mauern vor. Grundlage der Kontrolle war eine Norm aus dem Jahr 1998. Darin ist festgelegt, wie Spielgeräte auszusehen haben und wie sie beim Aufbau befestigt werden müssen.

Bereits 2005 gab es einen TÜV-Test auf 50 Spielplätzen. Damals werteten die Kontrolleure 49 Anlagen als tückische Unfall-Fallen.

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) nannte die Ergebnisse der neuen Kontrolle alarmierend. "Dieser Test muss alle Verantwortlichen vor Ort wachrütteln", sagte sie. Spätestens jetzt könne niemand mehr sagen, er habe nicht um die Gefahr gewusst. Auch in Zeiten knapper Kassen sollten Spielplätze bei den Kommunen ganz oben auf der Liste der Verantwortung stehen.

DPA DPA

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