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TV-Kritik "Hart aber fair": Hitlers hohle Hülle

Eine Hitler-Satire ist derzeit der Verkaufshit. Doch ist Lachen über einen Massenmörder erlaubt? Nur ein Gast gab bei Plasberg die richtige Antwort: "Die Frage ist falsch. Es geht um etwas anderes."

Von Mark Stöhr

Schnittlauchbrötchen. Die einen stehen drauf, die anderen nicht so. Hitler stand drauf. Das behauptete jedenfalls Erika Steinbach, die Präsidentin des Vertriebenenverbandes, gestern Abend bei "Hart aber fair". Die Eklat-Expertin behauptete aber auch schon mal, dass Polen 1939 vor Deutschland mobil gemacht habe ("Ich kann es leider auch nicht ändern") und die NSDAP eine "linke Partei" gewesen sei. Und mit dem Schnittlauchbrötchen war sie sich dann doch nicht mehr so sicher, als sie merkte, dass ihre Mitdiskutanten plötzlich hellwach waren. Vor allem Hellmuth Karasek fing wie wild an zu schmatzen. Ob das Schnittlauchbrötchen denn im "Wörterbuch des Unmenschen" aufgeführt sei – einer Art Lexikon der Nazisprache, erschienen in der Nachkriegszeit –, fragte er sich und die anderen. Die waren aber schon wieder eingenickt. Eine hartnäckige Müdigkeit hatte erneut von ihnen Besitz ergriffen. Nennen wir sie: die Hitler-Hypnose.

Timur Vermes führt seit elf Wochen mit seinem Buch "Er ist wieder da" die Bestsellerlisten an. Das Buch ist eine Satire: Hitler taucht plötzlich in der Gegenwart auf, wird als begnadeter Hitler-Parodist gefeiert und bekommt seine eigene Fernsehshow. 400.000 Stück wurden von dem Buch bislang verkauft. Für Frank Plasberg Anlass genug, an diesem Erfolg ein gesellschaftliches Phänomen abzulesen und daraus eine komplette Sendung zu machen. Darf man über Hitler lachen, lautete die wenig originelle Frage. Vermes, der Bestsellerautor, um dessen Buch es ja ging, war übrigens nicht eingeladen. Dafür der Hitler-Spezialist Oliver Pocher. Der kann massenmordsmäßig gut Hitlers rollendes R nachmachen.

Hitler verkauft sich gut

´Pocher findet, dass man "natürlich" über Hitler lachen darf. Was könne er für das – er sagte das wirklich –, was seine Oma und sein Opa verbockt hätten. Aber er fände es "natürlich" auch wichtig, dass die nachfolgenden Generationen KZs besichtigten. Schnittlauchbrötchen-Steinbach hob das Reflexionsniveau nur unwesentlich. Das Lächerlichmachen von Diktatoren sei wichtig, weil es diese entlarve. Als was, sagte sie nicht. Das war aber auch ziemlich egal.

Erst mit Rudolf Dreßler, dem alten SPD-Recken, kam Substanz in die Debatte. Der Mann versteht generell nicht viel Spaß, bei Nazis überhaupt keinen. In dem Buch werde nicht über Hitler, sondern mit diesem gelacht, sagte er. Das sei eine neue Qualität. Und: Er fände es unerträglich, "einen Massenmörder als Mittel zum Zweck des Umsatzes zu missbrauchen". Hitler verkauft sich bekanntlich prächtig – als Personifikation des Bösen genauso wie als Witzfigur. Nimmt das Satiremagazin "Titanic" zum Beispiel den Despoten auf den Titel – was acht Mal der Fall war in den letzten vier Jahren –, würden im Schnitt 25 Prozent mehr Hefte verkauft. Beim "Spiegel" oder "Stern" sei das ähnlich. Karasek musste in dem Zusammenhang ganz dringend eine Plattitüde loswerden: "Hitler ist eine komische Figur, die fasziniert."

Über Hitler und Satire – ja oder nein? – zu sprechen, ist ungefähr so ergiebig wie eine Debatte über das Pro und Contra der Atomkraft oder von Stuttgart 21. Die einen sagen das, die anderen sagen jenes, wer was sagt, ist vorher schon klar – dann geht man schlafen. Dreßler appellierte arg steifhüftig an die Verantwortung für die deutsche Vergangenheit, die jeden angehe, egal ob man wie er 72 sei oder 35 wie Pocher. Pocher hingegen fand es gar nicht verkehrt, dass viele junge Leute kaum noch einen der führenden Nazis beim Namen nennen können (außer Hitler natürlich). Wieso sich mit so altem Kram belasten, für den man ja sowieso nichts kann?

"Die Deutschen gieren nach Unschuld"

Gut, dass Leo Fischer da war, der "Titanic"-Chefredakteur. Plasberg konnte ihn nicht leiden und nahm ihn daher selten dran. Doch zwischen den platten und moralinsauren Zeilen der anderen Gäste sagte Fischer die entscheidenden Sätze. Hitler werde als "zauberhafte Kreatur von einem anderen Planeten" inszeniert, als "Dämon", losgelöst von der Vergangenheit wie von der Gegenwart. Fischer: "Die Deutschen gieren nach Unschuld und verdrängen, dass es einen wachsenden Antisemitismus gibt." Diese Zunahme konnte Plasberg in einem Einspieler anhand alarmierender Zahlen belegen.

Die Frage der Sendung, das wurde spätestens durch Fischer klar, war schlichtweg falsch gestellt. Es geht nicht darum, ob man über und mit Hitler Witze machen darf oder nicht oder ob der "Führer" gerne Schnittlauchbrötchen aß oder nicht. Die Frage ist vielmehr, wie tief die Ideologie, für die er steht, in der gegenwärtigen Gesellschaft verwurzelt ist. Darüber lässt sich nicht so gut Witze machen.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.