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Überraschende Enthüllung: Martin Walser ist Jakob Augsteins Vater

Faustdicke Überraschung für die Medien- und Kulturwelt: Der leibliche Vater von Verleger Jakob Augstein ist nicht der verstorbene "Spiegel"-Gründer Rudolf Augstein. Der 42-Jährige teilte mehreren Zeitungen mit, sein leiblicher Vater sei der Schriftsteller Martin Walser.

Der Verleger Jakob Augstein hat den Schriftsteller Martin Walser als seinen leiblichen Vater genannt. "Spiegel"-Gründer Rudolf Augstein sei nur der gesetzliche Vater gewesen, sagte er der Medienseite von "Berliner Zeitung" und "Frankfurter Rundschau".

"Das ist lange bekannt, und ich bestätige Ihnen das gerne," erklärte Augstein. Er habe es als Erwachsener von seiner Mutter Maria Carlsson erfahren. Sie habe Rudolf Augstein (1923 bis ­2002) und den heute 82-jährigen Walser einst miteinander bekanntgemacht.

Tatsächlich ist das Geständnis von Jakob Augstein jedoch eine faustdicke Überraschung für die Medien- und Kulturszene, denn die wahren Familienverhältnisse waren bislang nur Insidern bekannt. "Die Beteiligten haben bisher den Mund gehalten. Jetzt hat er es herausposaunt", zitiert die "Bild"-Zeitung Jakobs Mutter Maria Augstein (70). "Ich finde, Jakob hat sich keinen Gefallen getan".

Jakob Augstein (42) vertritt in der Gesellschafterversammlung der "Spiegel"-Gruppe die Erbengemeinschaft und verlegt die Wochenzeitung "Der Freitag".

mad/DPA / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?