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Umstrittene Radiowerbung in Aschaffenburg: "Gewinne Deine eigene Beerdigung"

Pietätlos oder einfach gute Werbung? Die Hörer eines Radios in Aschaffenburg können eine Sterbeversicherung im Wert von 3000 Euro gewinnen, wenn Sie möglichst einfallsreiche "letzte Worte" einschicken. Der Bestatterverband findet es nicht lustig und will das Gewinnspiel verbieten lassen.

Ein Radio-Gewinnspiel unter dem Motto "Gewinne Deine eigene Beerdigung" hat Deutschlands Bestatter auf den Plan gerufen. Sie wollen dem Aschaffenburger Radiosender Radio Galaxy die Kampagne gerichtlich verbieten lassen. Über den Antrag des Bundesverbandes Deutscher Bestatter will das Landgericht Aschaffenburg an diesem Dienstag im Schnellverfahren entscheiden.

Der Antrag des Bestatterverbands auf Erlass einer einstweiligen Verfügung richtet sich zugleich gegen einen Aschaffenburger Berufskollegen, der als Sponsor auftritt. Bei dem Gewinnspiel sind die Hörer dazu aufgerufen, dem Sender ihre womöglich "letzten Worte" mitzuteilen. Dem Einsender mit der "coolsten Antwort" winkt eine Sterbeversicherung im Wert von 3000 Euro.

Bestatter wollen Ansehen, kein Aufsehen

Der Bundesverband Deutscher Bestatter sieht in dem Gewinnspiel des Aschaffenburger Lokalsenders eine wettbewerbsverzerrende Werbung des Sponsors. "Wir halten das für problematisch, wie da mit aggressiven Marketingstrategien auf den Markt gegangen wird", kritisierte Verbandssprecherin Kerstin Gernig. "Die Bestatterbranche braucht Ansehen, kein Aufsehen".

Der Sender verteidigte sich gegen die Kritik: "Leider wird das Thema "Tod" in unserer Gesellschaft ziemlich tabuisiert. Viele schauen weg, sobald es um das Thema geht. Das wollen wir mit der Aktion ändern", sagte "Radio Galaxy"-Moderator Jens Pflüger.

Seit dem Start der Werbeaktion Mitte Januar seien mehr als 600 Vorschläge eingegangen. Die Reaktionen auf die Aktion seien sehr gemischt, räumt er ein. Einige Hörer hätten in Anrufen die Auffassung vertreten, "dass so was nicht geht". Die positiven Reaktionen seien aber eindeutig in der Überzahl, berichtete Pflüger.

be/DPA / DPA
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.