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Großbritannien: Frau geht zu jeder Beerdigung – inklusive Leichenschmaus

Auf großen Beerdigungen kennt man nicht jedes Gesicht. Diese Tatsache macht sich eine Britin zunutze – und isst sich stets beim anschließenden Trauermahl satt. Einer Angehörigen platzte daraufhin der Kragen.

Eine Trauergemeinde steht vor einem mit Blumen dekorierten Sarg

Eine britische Katholikin sieht es als ihre Pflicht, an jeder Trauerfeier ihrer Gemeinde teilzunehmen – inklusive Leichenschmaus (Symbolbild)

Im ersten Moment erinnern die Geschehnisse in der Grafschaft Berkshire ein wenig an den Kultfilm "Harold und Maude". Denn im südenglischen Slough lebt eine Frau, die zu jeder Beerdigung ihrer Gemeinde geht. So erinnert sich zumindest Vater Noah Connolly von der örtlichen Kirche des Heiligen Erlösers, wie der "Mirror" berichtet: "Sie ist Katholikin und überzeugt davon, dass sie zu so vielen Messen wie möglich gehen muss. Sie kommt und geht, solange ich hier bin, also seit 14 Jahren."

Doch bei dem kirchlichen Ritual lässt es die unbekannte Frau nicht bewenden, sie nimmt auch an der teil – und am anschließenden Leichenschmaus. So berichtet der Priester weiter: "Sie kommt zu jeder Beerdigung, die hier stattfindet. Und wenn es anschließend einen Empfang gibt, geht sie auch dorthin – ohne Einladung." Der Kirchenmann sieht keine Möglichkeit, die Frau daran zu hindern: "Ich kann nicht einfach sagen, dass sie nicht herkommen kann."

Angehörige sind verärgert

Als Margaret Whitehead, die ihre Tochter zu Grabe tragen musste, das Verhalten der Frau durchschaute, wurde sie ernsthaft böse. Catherine Whitehead hatte 42 Jahre lang unter einer seltenen Krankheit gelitten, einer Form der sogenannten Nebennierenrindeninsuffizienz. Drei Wochen nach ihrem Tod trafen sich ihre Familie und Freunde zur Beerdigung, zu der die Unbekannte per Fahrrad erschien. "Sie brachte meinen Sohn Kevin dazu, sie im Auto von der Kirche bis zum Irischen Zentrum mitzunehmen, wo das Trauermahl stattfand. Es waren so viele Leute von Catherines Arbeit da, dass ich dachte, sie sei eine Kollegin", sagte Whitehead dem "Mirror".


Dann jedoch machte die Unbekannte einen Fehler, während sie mit der Mutter redete: "Als ich mit ihr sprach, erzählte sie mir, sie habe mit meiner Tochter als Kellnerin gearbeitet. Meine Tochter hat aber nie gekellnert. Beim Buffet hat sie zugeschlagen, als gäbe es kein Morgen." Zum krönenden Abschluss soll sich die Frau noch eine Dose mit Essen gefüllt haben.

"Jeden Morgen ist eine Messe, sie muss nicht zu Beerdigungen gehen", empört sich Whitehead. "Sie geht nur wegen eines günstigen Mittagessens dorthin. Sie drängt sich damit Menschen auf, die erschüttert und traurig sind."