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Unfall auf der A2: Glotzen statt helfen: So herzlos sind Deutschlands Autofahrer

Nach einer Karambolage auf der A2 lagen sechs Menschen schwer verletzt auf der Fahrbahn. Doch statt zu helfen, fuhren unzählige Autofahrer einfach um sie herum - oder fotografierten sie sogar.

Unzählige Autofahrer haben mehrere schwer verletzte Unfallopfer auf der A2 bei Magdeburg einfach umfahren. Statt zu helfen, fuhren die meisten Menschen ohne Halt weiter - viele machten laut Polizei sogar Fotos von der Unfallstelle und brausten dann davon.

Die Polizei sprach von einem "unbeschreiblichen Verhalten". Autofahrer hätten sich über einen längeren Zeitraum über den Standstreifen am Unfallort bei Schackensleben vorbeigedrängelt. Die auf der Fahrbahn liegenden Opfer seien regelrecht umkurvt worden. Rettungskräfte hätten dieses Verhalten schließlich beendet.

Karambolage am Stauende

Am Samstagnachmittag war ein Mann aus Nordrhein-Westfalen mit seinem Auto auf ein Stauende gekracht. Die Wucht des Aufpralls schob mehrere Fahrzeuge aufeinander, sechs Menschen wurden verletzt. Der Wagen des 44-Jährigen blieb auf dem Dach liegen. Über zweieinhalb Fahrbahnen der dreispurigen Autobahn zog sich das Trümmerfeld hin. Über die dritte Spur umfuhren die Leute den Unfallort.

jen/DPA / DPA
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