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Unicef-Bericht 2010: Kinderarmut nimmt dramatisch zu

Mehr als eine Milliarde Menschen leben unterhalb der offiziellen Armutsgrenze von weniger als 1,25 US-Dollar am Tag. Dem aktuellen Unicef-Report zufolge sind im Jahr 2009 mehr als 60 Millionen Menschen hinzugekommen – vor allem Kinder sind betroffen.

Die globale Wirtschaftskrise stürzt Millionen Kinder in Entwicklungs- und Schwellenländern in extreme Armut. Allein in diesem Jahr werden krisenbedingt zusätzlich 64 Millionen Menschen unter die Armutsgrenze fallen, wie aus dem am Donnerstag in Berlin vorgestellten Unicef-Report 2010 hervorgeht. Die Hälfte von ihnen könnten Schätzungen zufolge Kinder sein.

Der Unicef-Vorsitzende, Jürgen Heraeus, appellierte an die Bundesregierung, auch in Krisenzeiten nicht bei der Armutsbekämpfung zu sparen. "Bei allen Sparanstrengungen dürfen wir nicht da kürzen, wo die Zukunft der Welt liegt", sagte Heraeus. Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise seien in den Schwellenländern unmittelbarer, hieß es. Es müsse gelingen, die Armut in diesen Ländern einzudämmen. Sonst sei damit zu rechnen, dass notleidende Menschen aus Entwicklungsländern in wohlhabendere Länder flüchteten, betonte er. Heraeus kritisierte, dass Industrieländer mit Subventionen für ihre einheimische Landwirtschaft Importe aus ärmeren Ländern hemmten.

"Überhaupt nichts Anrüchiges"

An die Bundesregierung appellierte er, auch in der aktuellen Krise nicht in ihren Anstrengungen für Entwicklungshilfe nachzulassen. Zudem begrüßte er die von Minister Dirk Niebel (FDP) geplante Fusion der deutschen Entwicklungsorganisationen. Die Zusammenführung der bislang getrennt arbeitenden Organisationen werde Doppelarbeit beseitigen, sagte er. Zudem befürwortete er den Ansatz, deutsche Unternehmen in Entwicklungsprojekte einzubeziehen. Hieran sei "überhaupt nichts Anrüchiges", sagte Heraeus.

Nach Angaben der Vereinten Nationen lebten 2009 mehr als eine Milliarde Menschen von weniger als 1,25 US-Dollar am Tag, der offiziellen Armutsgrenze. Das waren etwa 100 Millionen Menschen mehr als im Vorjahr. Zudem ist der Weltbank zufolge damit zu rechnen, dass zusätzlich 400.000 Kinder keine Grundschulbildung erhalten werden.

AFP/be / AFP
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?