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Urteil zum Sorgerecht: "Gerichte sind auf einem Auge blind"

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat das Sorgerecht lediger Väter in Deutschland gestärkt. Im stern.de-Interview erklärt Entwicklungspsychologin Inge Seiffge-Krenke, wie wichtig Väter für die Erziehung sind.

Frau Seiffge-Krenke, der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat das Sorgerecht lediger Väter in Deutschland gestärkt. Wie wichtig war das für deutsche Väter?
Das ist ganz wichtig. Viele Väter müssen bei Gerichten als Bittsteller auftreten, wenn sie das Sorgerecht für Ihre Kinder bekommen wollen. Selbst wenn die Mütter nachweislich nicht gut für die Entwicklung der Kinder sind, ist es nicht selbstverständlich, dass die Väter den Zugang zum Kind bekommen. Dagegen fordert kein Gericht von Müttern Beweise für Ihre Kompetenz - nur die Väter müssen belegen, dass Sie mit einem Kind gut umgehen können. Gerichte und Jugendämter gehen generell davon aus, dass die Mütter das Sorgerecht bekommen. Dabei gibt es auch Mütter, die alkohol-, drogenkrank oder neurotisch sind und dem Kind keine angemessenen Entwicklungsmöglichkeiten bieten können. Da sind Gerichte, aber auch Jugendämter, oft auf einem Auge blind.

Die Mütter kriegen das Sorgerecht von deutschen Gerichten viel häufiger als Väter. Manchmal verhindern sie dann auch noch, dass die Väter ihre Kinder überhaupt sehen. Schaden sie damit der Entwicklung der Kinder?
Man muss sich die Daten genau ansehen. Je älter die Kinder werden, desto häufiger erhält der Vater das Sorgerecht. Und zwar deshalb, weil die Kinder sich ab dem Alter von neun Jahren wünschen können, zu wem sie möchten. Das zeigt: Die Kinder scheinen zu glauben, dass Ihnen ohne den Vater etwas fehlt. Sie würden gerne mit ihm zusammen leben.

Was fehlt Kindern ohne Vater?
Väter gehen mit ihnen anders um, schon von den ersten Lebensjahren an. Sie haben ganz anderen Körperkontakt. Sie werfen Babys durch die Luft. Später fordern sie Kinder beim Spielen und beim Sport körperlich heraus. Welche Mutter klettert schon mit ihren Kindern auf Bäume oder macht kilometerlange Fahrradausflüge, bis alle total schlapp sind? Dabei setzen Väter immer auch klare Grenzen. Das ist wichtig. Dazu kommt: Die Väter unterscheiden sehr stark danach, ob sie einen Sohn oder eine Tochter vor sich haben. Für die Mutter sind beides Kinder, das Geschlecht spielt keine so große Rolle.

Wie äußert sich das?
Väter sind behutsam mit Töchtern, mit Söhnen dagegen strenger, aggressiver. Außerdem fördern Väter Autonomie besser als Mütter. Sie trauen dem Nachwuchs mehr zu. Väter halten 12 Jahre alte Kinder für so selbstständig wie Mütter erst 16 Jahre alte, zeigen Studien. Väter überfordern Kinder, Mütter unterfordern sie. Die gemeinsame Erziehung führt zu einer ganz guten Balance.

Welches Kind wird glücklicher - das ohne Vater oder das ohne Mutter?
Der Verlust von Eltern ist immer ein ganz einschneidendes Erlebnis. Bei den Scheidungen sind es oft die Söhne, die die Folgen stärker zu tragen haben als die Töchter, die meist selbstständiger sind. Wer leidet, sind die Jungs. Gerade im Alter von neun bis 12 Jahren. Da findet man die Einbußen in der Schule, das aggressivere Verhalten oder den stärkeren Rückzug. Manche werden kriminell oder drogenabhängig. Einige internationale Studien zeigen, dass Söhne stärker leiden, wenn sie den Vater nicht regelmäßig sehen. Ihnen fehlt das männliche Rollenmodell.

Gibt es eine Phase, in der die Abwesenheit des Vaters ganz besonders fatal ist?
Mit dem Alter hat das eigentlich nichts zu tun. Selbst junge Erwachsene leiden noch ziemlich darunter, wenn Ihre Eltern sich trennen.

Wie können geschiedene Eltern das Schlimmste verhindern?
Sie müssen ihren Kindern in Ruhe erklären, dass sie gerne Eltern sind, dass sie aber als Paar nicht mehr zusammenbleiben und dass es sogar gut ist, wenn ein zerstrittenes Paar nicht mehr in derselben Wohnung ist. Die Erklärung, dass es nicht am Kind lag, ist ganz wichtig. Sonst denken manche Kinder, sie seien böse gewesen und an der Trennung schuld. Man muss offen sagen: Es gibt Dinge zwischen Erwachsenen, die kann man nicht mehr reparieren, trotzdem wollen wir gute Eltern bleiben. Ich arbeite auch als Psychotherapeutin. Da gab es gerade folgenden Fall: Die Mutter einer 14 Jahre alten Tochter hat einfach ihren Koffer gepackt und ist ausgezogen, in eine Wohnung in der nächsten Stadt - ohne große Erklärung. Für das Mädchen ist das eine irritierende Angelegenheit: Ist die Beziehung der Mutter nicht so wichtig, dass sie mit der Tochter zusammenbleiben will?

Häufiger ist es aber umgekehrt.
Das stimmt. Die Frauen verhindern oft das Zugangsrecht des Vaters, weil das Kind angeblich Bauchschmerzen hat oder gerade so viel für die Schule zu tun hat. Wir nennen das in der Psychologie "Maternal Gatekeeping". Mütter gehen dagegen vor, dass der Vater das Kind sieht.

Weil sie den Vater als Gefahr sehen?
Zum Teil. Aber auch aus einer falsch verstandenen Mutterrolle heraus, weil sie denken, nur sie wüssten, wie man die Butterbrote schmiert und das Kind würde beim Vater nicht richtig versorgt. Väter machen es ja tatsächlich ein bisschen anders. Aber wer sagt denn, dass das schlechter wäre? Es ist vor allem eine merkwürdige Muttterideologie, die zu diesem Gatekeeping führt. Häufig handelt es sich um Frauen, die keinen Beruf haben oder ihn aufgegeben haben. Die schöpfen ihren gesamten Selbstwert aus der Mutterrolle. Wenn sie nun Angst haben, man nimmt ihnen das weg, kippt der Selbstwert komplett.

In Ihren Bestrebungen werden sie von den Institutionen unterstützt.
Leider ja. Von Jugendämtern, von Gutachtern, von Gerichten. Ich finde, das ist ein absolut konservativer Rollback. Ich habe kürzlich auf einem Vaterkongress wieder Fälle gehört - da fasst man sich an den Kopf. Ein Vater hat das Kind 12 Jahre lang aufgezogen, weil die Mutter 100 Kilometer entfernt arbeitete und nur am Wochenende nach Hause kam. Die Eltern ließen sich irgendwann scheiden. Aber die Mutter bekam das Sorgerecht. Nun muss der Vater mit ganz viel Mühe versuchen, es sich zurückzuerkämpfen. Der Junge wurde mit einem Mal ganz schlecht in der Schule und ist delinquent geworden. Absurderweise argumentieren Behörden dann: Das könne nur die Mutter auffangen - auch wenn die sich 12 Jahre lang nicht gekümmert hat. Es gibt viele solcher Fälle. Es sind natürlich oft Frauen, die Gutachten für Gerichte schreiben, wo gelegentlich auch Richterinnen sitzen.

Mit mehr Verständnis für das eigene Geschlecht.
Die sehen nicht immer ein, dass Väter das auch können. Und oft glauben sie eher den Müttern. Das absurdeste Beispiel ist der Missbrauchsvorwurf. Damit wollen manche den Mann endgültig ausschalten, wenn sie es anders nicht schaffen. Auf der Vätertagung habe ich fünf Väter kennen gelernt, alles Akademiker, darunter ein Jurist und ein Internist, die sich vor Gericht gegen solche Vorwürfe wehren mussten. Das kann derart rufschädigend sein. Bringen Sie da erst mal Gegenbeweise.

Ist das so schwer?
Man muss in solchen Fällen das Kind hören. Oft sehen die Gutachter aber vor allem Mutter und Kind, selten den Vater. Dabei zählt als Indikator für einen Missbrauch eigentlich nur die verbale Aussage des Kindes in einem geschützten Raum - verbunden mit einer medizinischen Untersuchung. Und nicht der Verdacht der Mutter, das Kind sei immer so verstört, wenn es vom Vater komme. Das ist ja logisch, wenn es jedes Mal die Zornesfalte im Gesicht der Mutter sieht. Manche Kinder machen sogar in die Hose, wenn ihr Papa sie zurückgebracht hat. Dadurch wird dieser Schmerz, die Zerreißprobe deutlich. Das muss überhaupt nicht auf Missbrauch hindeuten.

Wie verhält sich ein abwesender Vater am besten?
Er sollte das Kind mindestens alle 14 Tage sehen. Das gesteht das Gesetz den Vätern zu. Das Kinde muss merken: Der Vater will es sehen, aber irgendwie klappt das nicht. Denn nichts ist verletzender für das Kind als das Gefühl, ignoriert zu werden. Der Mutter sollten die Väter immer signalisieren: Ich nehme dir nichts weg, ich besetze andere Areale. Dann klappt es vielleicht doch mit der Einigung. Und wenn nicht, muss man der Mutter sagen: Denken Sie daran, dass im Gesetz steht, dass das Kind ein Recht auf beide Eltern hat. Das ist nicht Ihr Leibeigener!

Johannes Gernert
Buchtitel gesucht. Die Rückkehr ...
Der Titel des zweiten Bandes lautet "Die Rückkehr des <xyz>" Autor ist ein irischer Schriftsteller. Es geht um einen Mönch mit einem Sprachfehler. Als das Kloster von Dämonen angegriffen wird, kann er die Abwehr-Gebete, wegen seines Sprachfehlers, nicht so deutlich sprechen, wie seine Mönchsbrüder und der Geist einer Hexe geht deshalb auf ihn über. Seine Mönchsbrüder wollen ihn, um zumindest seine Seele zu retten, nun auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Mit dem Geist der Hexe und etwas Flug-Salbe gelingt ihm aber die Flucht, auf einem Besen durch die Luft reitend. Zufällig belauscht er das Gespräch einer Frau, in die er sich verliebt hat und von der er sich ebenfalls geliebt fühlt. Dabei findet er heraus, dass sie ihn nicht als Mann liebt, sondern dass sie ihn für einen solchen Trottel hält, dass er ohne ihre mütterliche Fürsorge nicht lebenstüchtig sei und dass sie sich deshalb verantwortlich fühlt ihn mit ihrer Mutterliebe zu umsorgen. Tief verletzt hängt er seine Versuche, ein guter Mensch zu sein an den Nagel, will nun böse werden und schließt zu diesem Zweck einen Packt mit dem Teufel. Um den Packt zu besiegeln muss er ein mit Blut unterschriebenes Pergament mit dem Vertragstext verschlucken. Bei der anschließenden Überfahrt nach Frankreich wird er jedoch seekrank und kotzt sich seine Seele aus dem Leib. Dabei geht auch das Pergament mit dem Teufelspackt mit über Bord. Dadurch ist er an den Packt mit dem Teufel nicht mehr gebunden, plant aber weiterhin, mit Hilfe des Teufels ein böser Mensch zu werden. Dabei stellt er sich aber jedesmal so dusselig an, dass immer etwas Gutes dabei heraus kommt. Trotz der tiefen Verletzung durch die Frau, die er liebt, kann er sie doch nicht vergessen und schmachtet ihr auch weiterhin nach. Bei einem Hexenmeister lernt er einen Liebestrank zu brauen. Was er dann auch tut. Der Trank muss sehr lange ziehen. Während also der Trank auch während einer Abwesenheit weiter zieht, dringt eine Kuh in die Höhle ein, in der der Trank gebraut wird und säuft den Trank aus. Als der Mönch in die Höhle zurück kehrt, verliebt sich die Kuh augenblicklich in ihn und weicht ihm von da an nicht mehr von der Seite. Wie heißt der Mönch, der Held dieser Geschichte, und auch titel-gebend ist. Und wer ist der irische Autor?
Gerneralvollmacht und Insichgeschäft
Wir sind 3 Kinder und 2 haben Generalvollmacht. Unser Bruder hat Vorkaufsrecht eingetragen für die Elterliche Wohnung. Unsere Mutter ist im Mai 2016 gestorben, meinem Bruder war der Vater zu stressig im Haus also kam er 4 Tage nach Mutter s Tod ins Pflegeheim. Ich fragte meinen Bruder der in dem Haus wohnt wo auch die Eltern lebten was nun mit der Wohnung geschieht. Mein Bruder erklärte die bleibt leer es kommen keine Fremden ins Haus. Ich ging mit meiner Vollmacht zum Notar und fragte nach da in der Vollmacht geschrieben war den Besitz ordentlich verwalten. Ich bekam vom Notar die Auskunft vermieten oder verkaufen und wir benötigen einen Gutachter. Mein Bruder bekam 3 Wochen später von dem selben Notar die gleiche Information. Ein paar Tage später schickte mir mein Bruder eine Mail, er möchte die Wohnung kaufen, schickte mir ein leeres Dokument mit das ich unterschreiben soll und zu diesem Betrag geht dann die Wohnung an ihn über. Er wollte ein Gutachten bei der Gemeinde erstellen lassen wo seine ganzen Freunde im Ausschuss sitzen. Ich hab das natürlich nicht unterschrieben und wir holten (der andere Bruder und ich ) einen Gutachter. Die Wohnung mit 93 qm, riesigem Garten, Stellplatz, 2 Fam. Haus zentrale Lage mit S-Bahn-Anbindung wurde geschätzt auf 139.000 Euro. Also kam der nächste Kaufvertrag meines Bruders zu dem Wert.Mit dem Wert waren wir ebenso nicht einverstanden, warum verkauft man eine Wohnung zum Gutachterwert wenn man auf dem freien Markt einen total anderen Preis erzielt ! WIr setzten die Wohnung in Immoscout und hatten eine feste Kaufzusage für 218.000 Euro ! Hatten von unserem Bruder einen Termin gesetzt bekommen zum 30.11.16 sollen wir nachweisen wie wir einen Preis um die 200.000 erzielen wollen. Wir hatten unserem Bruder die Kaufzusage vor dem gesetzten Termin gesendet und boten ihm an die Wohnung für 200.000 Euro zu kaufen. Noch vor Ablauf und nach unserem Angebot kam von der Gegenseite .. tut uns leid die Wohnung ist seit 15.11.16 vermietet auf 3 Jahre ohne Kündigungsrecht von beiden Seiten, somit ist der Verkauf nicht mehr möglich ..... so nun kam der Hammer, das Schloss wurde ausgetauscht und ich kam weder in den Garten noch ins Haus. Wir haben Klage gestellt ! Bis der Termin auf dem Gericht endlich kam, wurde von unserem Bruder 3 x verschoben kam die Hiobsbotschaft bei dem Termin.. unser Bruder fuht im April 17 zu einem Notar, 100 km von unserem Wohnort und verkaufte sich die Wohnung mit seiner Vollmacht selbst zum Preis von 160.000 Euro... . ...58.000 Euro weniger als wir auf dem freien Markt bekommen hätten und natürlich steckt er ab diesem Termin die Miete ein. Wir haben Klage beim Landgericht gestellt...und jetzt kommt der Witz.. er kommt damit wahrscheinlich durch .. Wertgutachten waren 139.0000 Euro, wir hätten 218.000 Euro bekommen Differenz 58.000 Euro und er darf bis 30 % abweichen ! Was ist das denn für ein Gesetz .. Im Testament stand alles zu gleichen Teilen und wir sollen das Vorkaufsrecht unseres Bruders beachten.... 1, 16.08.17 starb Vater ! Rechtzeitig die Wohnung aus dem Erbe geholt ! Weiss jemand einen Rat ?