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US-Prediger verschiebt Apokalypse: Die Welt geht erst im Oktober unter

Nach dem Reinfall mit dem vorausgesagten Weltuntergang am Wochenende hat Prediger Harold Camping ein neues Datum verkündet: Im Oktober soll die Apokalypse kommen - und sie soll dramatischer werden als bisher angenommen.

Nach dem Ausfall der von ihm vorausgesagten Apokalypse am Wochenende hat ein US-Radioprediger den Weltuntergang auf Oktober verschoben. "Wir ändern das Datum nicht, sondern wir haben gerade erfahren, dass wir damit ein bisschen spiritueller umgehen müssen", sagte der 89-jährige Prediger Harold Camping in seiner Radiosendung. "Aber am 21. Oktober wird die Welt zerstört. Es werden keine fünf Monate der Zerstörung sein, es wird alles auf einmal passieren."

Hölle auf Erden sollte zunächst fünf Monate dauern

Hunderte christliche Fundamentalisten hatten in den USA am Wochenende vergeblich auf das Ende der Welt gewartet. Campings Vorhersage zufolge hatte die Apokalypse am Samstag weltweit mit schweren Erdbeben beginnen sollen, während einige wenige Auserwählte in den Himmel auffahren sollten. Alle, die nicht von Gott gerettet würden, hätten fünf weitere Monate bis zum 21. Oktober die Hölle auf Erden erleben müssen. Doch der große Knall blieb aus.

Job vergeblich gekündigt

Anhänger des Predigers, der 1994 schon einmal das Ende der Welt vorhersagte, hatten sich schon seit Wochen für den Tag der "Entrückung" gewappnet. So kündigte zum Beispiel Gregory LeCorps laut der Zeitung "News of New York" sogar seinen Job, um mit seiner Frau und fünf kleinen Kindern andere vor der Apokalypse zu warnen.

Ungläubige machten sich dagegen einen Spaß aus der endzeitlichen Prophezeiung, indem sie Gläubigen im Internet Geld für ihr auf der Erde zurückgelassenes Hab und Gut anboten. Eine Gruppe von Atheisten ließ sich sogar dafür bezahlen, sich um die dann herrenlosen Haustiere zu kümmern.

fw/AFP / AFP
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