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Vatertag und Christi Himmelfahrt Prosit statt Prozession


Die Apostel führten Christi Himmelfahrt zu Ehren des Gottessohnes ein, so steht es in der Bibel geschrieben. Doch stattdessen wird an dem katholischen Feiertag ein ganz anderer Herr geehrt.

An den Traditionen hat sich auf den ersten Blick nicht viel geändert: In einer feierlichen Prozession zieht man andächtig durch die Straßen und erfreut sich fern ab der Zivilisation an der Schöpfung von Mutter Natur. Doch während noch vor hundert Jahren der Himmelfahrtsumzug im Pfarrhaus der Kirche endete, lässt man sich heute am Lagerfeuer nieder, um bei Bier und Grillwurst die Existenz der Männerwelt zu zelebrieren.

Christi Himmelfahrt - ein katholischer Feiertag

Ursprünglich wurde an Christi Himmelfahrt die "Aufhebung" Jesu in den Himmel der Christen gefeiert. Dieser katholische Feiertag schließt 40 Tage nach Ostern den Osterfestkreis ab und geht auf die Apostelgeschichte Lukas' zurück.

Im sogenannten Lukas-Evangelium wird beschrieben, wie Jesus seinen Platz an Gottes Seite einnimmt - deshalb Himmelfahrt. Außerdem ist Bibelkennern die "Auffahrt in den Himmel" auch als Symbol für die spirituelle Entwicklung der Persönlichkeit bekannt. In ländlichen Gegenden, vor allem in den katholischen Regionen Bayerns, finden an diesem Feiertag immer noch viele kirchliche Prozessionen statt.

Vatertag - ein weltlicher Feiertag

Weitaus bekannter ist der ebenfalls an diesem Datum gefeierte Vatertag. Erst seit Ende des 19. Jahrhunderts werden die Väter geehrt - als Pendant zum Muttertag, der schon rund einhundert Jahre vorher eingeführt wurde. Da dieser Tag in einigen Gegenden auch Herrentag genannt wird, feiern viele Männer mit dem weltlichen Brauch des Zechens: Sie ziehen mit geschmückten Bollerwagen und Bier ins Grüne. Frauen sind bei diesen Ausflügen nicht gern gesehen. Allerdings nutzen einige Väter den Tag durchaus auch, um ihn mit ihrem Nachwuchs zu verbringen. So hat die ganze Familie was davon.

vg/DPA DPA

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