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Vatikan: Papst empfängt drei deutsche Bischöfe zum Fall Mixa

Vor dem Hintergrund der Misshandlungsvorwürfe gegen den Augsburger Bischof Walter Mixa, der deswegen seinen Rücktritt angeboten hat, hat Papst Benedikt XVI. am Donnerstag drei deutsche Bischöfe empfangen.

Vor dem Hintergrund der Misshandlungsvorwürfe gegen den Augsburger Bischof Walter Mixa, der deswegen seinen Rücktritt angeboten hat, hat Papst Benedikt XVI. am Donnerstag drei deutsche Bischöfe empfangen. Neben dem Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, reisten dazu der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx, und der Augsburger Weihbischof Anton Losinger in den Vatikan.

Die Initiative zu dem Treffen ging von den deutschen Bischöfen aus. Mixa hatte am 21. April seinen Rücktritt angeboten, nachdem tagelang über Vorwürfe debattiert worden war, er habe zwischen 1975 und 1996 als Stadtpfarrer von Schrobenhausen und Vorsitzender des Kuratoriums der dortigen Waisenhausstiftung mehrere Kinder geschlagen oder anderweitig gewalttätig behandelt. Der 68-jährige Mixa hatte die Berichte über die Gewaltanwendung zunächst bestritten. Erst nach langem Zögern gab er zu, damals Kinder und Jugendliche geschlagen zu haben.

Das Rücktrittsgesuch Mixas liegt beim Papst, der sich bislang noch nicht dazu äußerte. Er ist bei der Annahme oder Ablehnung des Gesuchs nach den innerkirchlichen Gepflogenheiten nicht an Fristen gebunden. Papst Benedikt XVI. hat seit Monaten mit diversen Missbrauchsaffären aus der katholischen Kirche in mehreren Ländern zu tun. Dabei geht es zum Teil um viel weitreichendere Fälle als bei Mixa. Der Vatikan ist mit dem Vorwurf konfrontiert, Fälle sexuellen Missbrauchs vertuscht zu haben. Diese Kritik bezieht sich auch auf den Papst persönlich.

AFP / AFP