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Prominente als Helfer: Haben Maschmeyer und Ferres Flüchtlinge bei sich aufgenommen?

Nach stern-Informationen sollen der Unternehmer und die Schauspielerin zwei syrische Familien in ihrem Privathaus beherbergen.

Von Philipp Jessen

Carsten Maschmeyer und Veronica Ferres beim Film Festival in Zürich 2014

Carsten Maschmeyer und Veronica Ferres, hier beim Film Festival in Zürich im vergangenen Jahr, sollen seit mehreren Wochen zwei syrische Flüchtlingsfamilien in ihrer Villa (Bild oben links) beherbergen

Man muss Carsten Maschmeyer nicht mögen. Den Unternehmer und Gerhard-Schröder-Freund als unpopulär zu bezeichnen, wäre eine Untertreibung. Auch seine Frau, die Schauspielerin Veronica Ferres, löst durchaus ambivalente Gefühle beim Publikum aus. Allerdings muss man es auch anerkennen, wenn streitbare Personen der Zeitgeschichte etwas unstrittig Gutes tun. So wie in diesem Fall: Denn nach stern-Informationen sollen die beiden mehrere syrische Flüchtlinge in ihrem Privathaus in Hannover beherbergen. Zwei Familien, darunter mehrere Kinder, sollen es sein. Wie zu hören ist, wohnen sie bereits seit zehn Wochen dort.

Carsten Maschmeyer mit syrischen Flüchtlingen auf dem Gelände seiner Villa in Hannover

Carsten Maschmeyer Hand in Hand mit zwei Kindern. Nach stern-Informationen sollen sie zu zwei syrischen Flüchtlingsfamilien gehören, die bereits zehn Wochen in der Villa des Unternehmers und seiner Frau Veronica Ferres wohnen sollen


Gemeinsame Abendessen inklusive

Aus dem Umfeld von und Ferres ist auch zu hören, dass die beiden ihre neue Rolle als Gastgeber durchaus ernst nehmen. Es soll keine räumliche Distanz geben, die beiden syrischen Familien jeden Raum der Villa ganz selbstverständlich mitnutzen dürfen. Maschmeyer selbst soll sich um Sprachkurse, Schul- und Kindergartenplätze seiner Hausgäste kümmern. Gemeinsame Abendessen ebenfalls inklusive.

Engagement geheim gehalten

Natürlich bietet diese Nachricht jetzt die Chance für Häme und dumme Witze. Die Tweets und Facebook Einträge schreiben sich von selbst: „Die Armen Flüchtlinge, erst Krieg jetzt auch noch den ganzen Abend Filme gucken.“

Vielleicht haben Ferres und Maschmeyer deshalb aus ihrem Engagement keine große Sache gemacht. Aber am Ende bleibt doch Folgendes: Zwei Menschen haben anderen, die in großer Not sind, geholfen. Einfach so. Völlig egal, wie reich, berühmt oder streitbar sie auch selbst sein mögen.

Philipp Jessen