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Verschollener Flug MH370: Kommt jetzt deutsches Spezial-U-Boot zum Einsatz?

Hat ein chinesischer Satellit die Trümmer des verschollenen Fluges MH 370 geortet? Falls ja, wollen deutsche Forscher die Wracktteile der abgestürzten Boeing in 3000 Meter Tiefe suchen.

Fand im Frühjahr 2011 bereits das Trümmerfeld der abgestürzten Air-France-Maschine AF 447 im Atlantik: das deutsche Mini-U-Boot "Abyss"

Fand im Frühjahr 2011 bereits das Trümmerfeld der abgestürzten Air-France-Maschine AF 447 im Atlantik: das deutsche Mini-U-Boot "Abyss"

Kieler Ozeanologen wollen mit einem speziellen Mini-U-Boot nach der verschwundenen malaysischen Boeing suchen. Das Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung erwarte einen entsprechenden Auftrag, mit der unterseeischen Suche zu beginnen, sobald die ersten Trümmer gefunden seien, schreibt der "Spiegel". Das autonom operierende U-Boot "Abyss" ist demnach eins von weltweit drei, die für eine Suche in Tiefen ab 3000 Metern geeignet sind.

Die Kieler Ozeanologen wollen laut dem Bericht mit dem Woods-Hole-Institut in den USA kooperieren, das die anderen zwei U-Boote betreibt: "Wir haben uns mit den amerikanischen Kollegen bereits abgesprochen, dass wir die Suche wieder gemeinsam machen", zitierte das Magazin den Direktor des Zentrums, Meereskundler Peter Herzig. "Mit dem Sonar von drei U-Booten lässt sich simultan eine viel größere Fläche absuchen."

"Es gibt zunehmende Hoffnung"

Australiens Ministerpräsident Tony Abbott hat sich am Sonntag optimistisch gezeigt, dass das Schicksal des vor zwei Wochen verschwundenen Fluges MH370 bald aufgeklärt werden kann. "Wir haben offenbar eine ganze Reihe sehr glaubwürdiger Hinweise bekommen und es gibt zunehmende Hoffnung", sagte Abbott in Sydney vor Journalisten. Auf Nachfrage nannte er "mehrere kleine Objekte", die relativ nahe beieinander in der australischen Suchzone gesichtet worden seien, darunter eine "Holzpalette".

Ein Satellitenbild vom 18. März zeigt ein schwimmendes Objekt im Indischen Ozean, bei dem es sich möglicherweise um ein Wrackteil des verschollenen MH370-Fluges handelt

Ein Satellitenbild vom 18. März zeigt ein schwimmendes Objekt im Indischen Ozean, bei dem es sich möglicherweise um ein Wrackteil des verschollenen MH370-Fluges handelt

Neuen Auftrieb bei der Fahndung nach Wrackteilen gaben insbesondere chinesische Satellitenbilder. Die am Dienstag aufgenommenen und am Samstag veröffentlichten Aufnahmen zeigten schwimmende Objekte 120 Kilometer von der Stelle entfernt, wo Australien bereits verdächtige Teile geortet hatte. Insbesondere ein Teil mit einer Größe von 22,5 mal 13 Metern. Die Suche konzentriert sich inzwischen auf eine Region im Indischen Ozean etwa 2500 Kilometer südwestlich von Perth.

and/DPA/AFP / DPA