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Von Berlin nach Bayern: Belgisches Königspaar besucht Deutschland

Das belgische Königspaar wurde von Bundespräsident Christian Wulff in Berlin mit militärischen Ehren begrüßt. König Albert II. und seine Frau Paola bleiben für zwei Tage in Deutschland.

Belgiens König Albert II. und seine Frau Paola sind zu einem zweitägigen Staatsbesuch in Deutschland eingetroffen. In Berlin wurden sie am Dienstag am Schloss Bellevue von Bundespräsident Christian Wulff mit militärischen Ehren begrüßt.

Wulff rief zu weiteren Anstrengungen auf, die Währungsunion in Europa dauerhaft zu stabilisieren. Notwendig seien strukturelle Reformen und solides Haushalten in den Mitgliedsländern, sagte er in der Tischrede bei einem Mittagessen. Belgien habe sich vor Ausbruch der Krise wegen des Schuldenabbaus in ganz Europa Anerkennung erworben. "Ich darf Sie ermutigen, bald wieder auf den Weg der Konsolidierung voranzuschreiten", erklärte er laut Redemanuskript.

Der Bundespräsident dankte dafür, dass Belgien vor 60 Jahren trotz der Besetzung durch die Nationalsozialisten als eines ersten Länder nach dem Zweiten Weltkrieg wieder diplomatische Beziehungen mit Deutschland aufgenommen habe. "Damit haben Sie unserem Land geholfen, seinen Platz als freiheitliche und friedliche Gesellschaft zu finden", erklärte er. König Albert betonte die große Rolle, die die deutschsprachige Minderheit in Belgien bei der Entwicklung der "ausgezeichneten Nachbarschaft" zwischen beiden Ländern gespielt habe.

Auf dem Programm des Königspaars, das vom amtierenden Ministerpräsident Yves Leterme begleitet wird, standen weiter Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundestagspräsident Norbert Lammert und Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit. Am Mittwoch ist ein Besuch in Bayern geplant. Der Monarch war zuletzt 1995 offiziell in Deutschland.

DPA / DPA