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Wahlkampf in Hamburg: Naumann will Rauchverbot lockern

In Hamburg strahlt die Liberalität von Alt-Kanzler Helmut Schmidt in Sachen Rauchgenuss in der Öffentlichkeit offenbar auf die örtlichen Genossen aus. SPD-Spitzenkandidat Michael Naumann jedenfalls will die Rauchverbots-Regelung für Gaststätten in der Hansestadt aufweichen.

Der SPD-Spitzenkandidat für die Hamburger Bürgerschaftswahlen Michael Naumann will das Rauchverbot in Mini-Kneipen aufheben. "Es wird nun darauf ankommen, Hamburgs Ein-Zimmer-Eckkneipen und ihren Gastwirten die Möglichkeit einzuräumen, selbst zu entscheiden, ob in ihrem Lokal geraucht werden darf oder nicht", sagte er dem "Hamburger Abendblatt".

Es könne nicht angehen, dass die Gastwirte der Konkurrenz der Mehrzimmer-Lokale unterliegen, die ihren Gästen ein Raucherzimmer anbieten können. Anfang des Jahres ist in Hamburg das Nichtraucherschutzgesetz in Kraft getreten. Seitdem ist das Rauchen in allen Kneipen und Restaurants verboten, sofern diese ihren Gästen keinen gesonderten Raucherraum anbieten können.

Pressekonferenzen in Raucherräumen

Dem Gesetz hatte auch die Hamburger SPD-Fraktion zugestimmt. Naumann selbst ist starker Raucher. In den letzten Wochen hatte er regelmäßig zu Pressekonferenzen in den Raucherraum einer Innenstadt-Gaststätte eingeladen. Nach seinem neuen Vorstoß sollen die Raucherkneipen markiert sein, außerdem müsse der Gastwirt eine Raucherlaubnis mit seinem Personal abstimmen.

AP / AP