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Risiko: Waldbrandgefahr: Erste Osterfeuer werden wegen Trockenheit abgesagt

In vielen Orten Deutschlands steigen die Temperaturen am Osterwochenende auf über 20 Grad. Was viele Sonnenanbeter freuen dürfte, sorgt bei Behörden für Sorgenfalten. Denn die anhaltende Trockenheit wird zur Gefahr für die Wälder, viele traditionelle Osterfeuer müssen abgesagt werden.

Osterfeuer Waldbrand

In vielen Gemeinden in Deutschland steigt die Waldbrandgefahr. Das sorgt für reihenweise Absagen von angemeldeten Osterfeuern. (Symbolbild)

Picture Alliance

21 Grad in Hamburg und Berlin, 19 Grad in München. Deutschland erwartet zum Osterfest frühsommerliche Temperaturen. Während sich die Menschen auf bis zu 14 Sonnenstunden am Tag freuen dürfen, sorgen die steigenden Temperaturen für Alarmbereitschaft bei den Kommunen, denn die Wärme sowie die anhaltende Trockenheit bringen vielerorts die beliebten Osterfeuer in Gefahr. Es besteht ein erhöhtes Waldbrandrisiko. Einige Behörden haben bereits reagiert und die örtlichen Osterfeuer abgesagt. Zu hoch sei die Gefahr für umliegende Wälder. 

Laut MDR kamen entsprechende Absagen bereits aus Sachsen-Anhalt und Sachsen. Zum Beispiel im Landkreis Wittenberg sowie im Kreis Anhalt-Bitterfeld. Im Landkreis Stendal gelte sogar die Waldbrandgefahrenstufe 4 - die zweithöchste im Ranking der Warnstufen für Waldbrände. Im Kreis Wittenberg gelte die Stufe 3.

Zahlreiche Osterfeuer in Brandenburg abgesagt

In Niedersachsen stuft man die Gefahr für mögliche Waldbrände sogar noch höher ein. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt für die Landkreise Lüchow und Celle die höchste Warnstufe für Waldbrände aus (Stufe 5). Am höchsten ist die Waldbrandgefahr jedoch in Brandenburg. Das dünn besiedelte Bundesland besitzt große Waldflächen, in insgesamt sechs Landkreisen rechnet der DWD mit dem höchsten Risiko für Waldbrände. Weil ein großes Osterfeuer die Waldbrandgefahr noch einmal drastisch erhöht, ziehen einige Behörden die logischen Konsequenzen und sagen die Veranstaltungen ab. So wurden zum Beispiel in Wittstock in der Nähe des Nationalpark Müritz insgesamt 21 Osterfeuer abgesagt. 

Auch in Berlin reagiert man auf das warme, trockene Wetter. Die Senatsverwaltung bat die Bürger um eine strikte Einhaltung des Rauch- und Grillverbots in bewaldeten Gebieten. Auch weggeworfene Zigarettenkipppen können schnell einen Brand entfachen. Wer sich nicht an die Verbote hält, muss mit einem Bußgeld rechnen.

Das bedeuten die einzelnen Waldbrandgefahrenstufen

Um das Risiko für einen möglichen Waldbrand genau einschätzen zu können, sollte man wissen, wie man sich während der jeweiligen Stufen zu verhalten hat. Das bedeuten die verschiedenen Kategorien:

  • Stufe 1: Es gibt keine Einschränkungen, der Wald kann ohne Bedenken betreten werden
  • Stufe 2: Vorsicht ist im Wald geboten, Zündquellen sind zu vermeiden. Wege mit trockener Vegetation nur im Notfall befahren
  • Stufe 3: Öffentliche Wege sollten nicht verlassen werden
  • Stufe 4: Parkplätze und touristische Einrichtungen könnten gesperrt sein, öffentliche Feuerstellen oder Grillplätze dürfen nicht genutzt werden
  • Stufe 5: Behörden dürfen den Wald sperren, es werden entsprechende Brandschutzmaßnahmen eingeleitet

Wer bemerkt, dass sich ein Brand in einem Waldgebiet entwickelt, soll sich schnellstmöglich bei der Polizei oder Feuerwehr melden.

Quellen: MDR, "Landeszentrum Wald Sachsen-Anhalt", RBB 

fk