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Wallaby: Wer vermisst "Skippy"? Umherschweifendes Mini-Känguru von Polizei eingefangen

Einen Monat lang hielt ein Mini-Känguru die Polizei im Kreis Wesel in Nordrhein-Westfalen auf Trab – nun wurde "Skippy" eingefangen. Doch wo sind seine Besitzer?

Wallaby eingefangen: Wer vermisst das Mini-Känguru?

Wallabies in freier Wildbahn (links, Symbolfoto) gibt es eigentlich nur in Australien. Das von der Polizei in Nordrhein-Westfalen eingefangene Exemplar muss demnach irgendwo ausgebüxt sein.

DPA

Etwa einen Monat lang sorgte ein kleiner Hüpfer im Raum Xanten für Aufsehen und verschaffte der örtlichen Polizei den einen oder anderen Einsatz, denn das kleine Känguru erkundete sehr gern den Straßenverkehr.

Einfangen ließ sich das flinke Tierchen zunächst nicht. Wo es ausgebüxt war, wusste ebenfalls niemand. Keiner schien den Kleinen zu vermissen.

Am Sonntag gegen 22 Uhr sah eine Autofahrerin das Mini-Känguru im niederrheinischen Ort Sonsbeck und gab der Polizeidienststelle Bescheid. Die Beamten riefen einen Tierarzt zu Hilfe, der das Känguru mit einem Pfeil aus einem Blasrohr betäubte. So gelang es schließlich, den Ausreißer in Gewahrsam zu nehmen. Die Polizisten tauften das Tier auf den Namen "Skippy", möglicherweise inspiriert von der australischen TV-Serie "Skippy – das Buschkänguruh" aus den 1960er Jahren.

Wallaby "Skippy" wohnt erstmal in Krefeld

Nun kümmert sich der Krefelder Zoo um die Vermittlung des Tieres, bei dem es sich um ein sogenanntes Wallaby, beziehungsweise ein Parmakänguru, handelt. Das Parmakänguru ist der kleinste Vertreter der Gattung Macropus und kommt hauptsächlich in Australien vor. Es unterscheidet sich derart deutlich von den anderen Wallabies in seinem ursprünglichen Verbreitungsgebiet, dass es einen eigenen Namen erhielt.

Über die Ernährungsgewohnheiten im Freiland ist wenig bekannt, hauptsächlich fressen sie Gräser und Kräuter. Wallabies sind sehr scheue Wesen, die hauptsächlich zur Dämmerungs- und Nachtzeit aktiv werden. In der Regel leben sie als Einzelgänger, finden sich aber vereinzelt auch kurzzeitig zu Gruppen zusammen.

Sollte das Xantener Känguru männlich sein, wird es im Tierpark Kleve zukünftig ein neues Zuhause finden. Ist es ein Mädchen, muss der Umzug warten, bis ein freier Platz gefunden wird. Wo das Känguru ursprünglich ausgebüxt war, weiß die Polizei allerdings noch immer nicht: "Keiner scheint das Kleine zu vermissen", so die Behörde in einer Pressemitteilung.

Quellen: Polizei-Kreis Wesel / Zootier-Lexikon

km
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