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1. Mai: Walpurgisnacht: Vom heidnischen Brauch zum modernen Fest

In den urbanen Gebieten wird in den Mai getanzt, im Harz ums Feuer. Zur Walpurgisnacht erhält das Mittelalter wieder Einzug auf den Brocken. Doch was passierte vor hunderten Jahren in der Nacht zum 1. Mai? Und was hat das mit Hexen zu tun?

Der Brauch der  Walpurgisnacht ist Jahrhunderte alt

In der Nacht zum 1. Mai versammeln sich Tausende im Harz, um den alten Brauch der Walpurgisnacht zu bewahren. 

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Was heute den meisten Menschen als Tanz in den Mai bekannt ist, nennt sich eigentlich Walpurgisnacht. Der Name geht auf die heilige Walburga zurück, die im achten Jahrhundert als Äbtissin in England und Deutschland gelebt hat. Ihr Gedenktag wurde im Mittelalter am 1. Mai gefeiert. In der Walpurgisnacht, der Nacht zum 1. Mai, wird mit Tanz, Feuer und Umzügen der Winter vertrieben. Der Brauch geht auf heidnische Frühlingsfeste zurück. 

Walpurgisnacht dank Goethe berühmt

Im Harz wird die Walpurgisnacht seit Jahrhunderten gefeiert. Nach altem Volksglauben fliegen Hexen auf ihren Besen vom Hexentanzplatz in Thale (Sachsen-Anhalt) auf den nahe gelegenen Brocken (Blocksberg), um ausschweifend mit dem Teufel zu feiern. Literarisch bekannt geworden sind die Feiern dank Johann Wolfgang von Goethe, der das schaurige Treiben auf dem mit 1141 Metern höchsten Berg Norddeutschlands in seinem "Faust" verarbeitet hat.

In der vorchristlichen Zeit wuchs die Nacht zum heidnischen Brauch, um den Winter zu vertreiben. Dabei wurde in Verkleidung ums Feuer getanzt, um böse Geister zu vertreiben. Als das Christentum Einzug erhielt, wurde der 1. Mai zum Tag der heiligen Walburga, die von der Kirche als Schutzpatronin der Seeleute angesehen wird. In den Städten nennt sich die Walpurgisnacht heute Tanz in den Mai. Auch dort wird traditionell das Ende des Winters und der Frühlingsbeginn gefeiert.

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fk / DPA