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Wegen schwerer Vorwürfe: Höchster britischer Katholik O'Brien tritt zurück

Er soll sich im Umgang mit Glaubensbrüdern unangemessen verhalten haben: Kardinal Keith O'Brien dementierte zwar die Vorwürfe - lenkte aber dennoch ein. Papst Benedikt XVI. nahm den Rücktritt an.

Nach Berichten über schwere Vorwürfe gegen den schottischen Kardinal Keith O'Brien ist der ranghöchste Würdenträger der katholischen Kirche in Großbritannien zurückgetreten. #Link;http://www.stern.de/panorama/papst-benedikt-xvi-90828001t.html;Papst Benedikt XVI.# habe das Rücktrittsgesuch bereits am 18. Februar angenommen, teilte die katholische Kirche von Schottland am Montag mit. Papst Benedikt XVI. ermöglichte unterdessen per Dekret ein Vorziehen des Konklaves zur #Link;http://www.stern.de/politik/ausland/nach-papst-ruecktritt-auf-benedikts-nachfolger-warten-viele-baustellen-1973150.html;Wahl seines Nachfolgers#.

O'Brien hatte ursprünglich im November angekündigt, er wolle sich zu seinem 75. Geburtstag im kommenden Monat zurückziehen. Nun habe der Papst den Rücktritt auf den 25. Februar festgesetzt, teilte O'Brien mit. Rückblickend danke er Gott für "das Gute, das ich tun konnte", zugleich entschuldige er sich für die "Fehler", die er begangen habe, "bei all denen, die ich gekränkt habe".

Der Rücktritt folgte auf Berichte über "unangemessenes Verhalten" des Kardinals im Umgang mit Glaubensbrüdern. Mehrere Priester erhoben einem Zeitungsbericht zufolge schwere Vorwürfe. O'Brien habe bei diversen nächtlichen Aktivitäten "unangemessenes Verhalten" an den Tag gelegt, berichtete die Sonntagszeitung "The Observer" über eine angebliche Beschwerde an den Vatikan. Demnach geht es um Vorkommnisse vor rund 30 Jahren, die drei amtierende und ein ehemaliger Priester gemeldet hätten. O'Brien wies die Vorwürfe zurück.

Bereits zahlreiche Kardinäle im Vatikan versammelt

O'Brien zählte bislang zu den 117 Kardinälen, die an der Wahl eines neuen Papstes teilnehmen sollten. Er erklärte nun aber, er werde nicht an dem Konklave zur Papstwahl teilnehmen. "Ich möchte nicht, dass sich die Aufmerksamkeit der Medien auf mich richtet, sondern auf Papst Benedikt XVI. und auf seinen Nachfolger", erklärte O'Brien.

Der scheidende Papst ermöglichte am Montag per Dekret ein Vorziehen des Konklaves. "Ich gebe dem Kardinalskollegium die Möglichkeit, den Beginn des Konklaves vorzuziehen, wenn alle Kardinäle anwesend sind", erklärte er in einem sogenannten Motu proprio. Sollten "ernste Gründe" dafür vorliegen, könne der Beginn aber auch "um einige Tage" aufgeschoben werden.

Benedikt XVI. will das Papstamt am Donnerstag niederlegen. Das nun erlassene Dekret wurde erwartet. Gemäß den bisher geltenden Regeln müsste das Konklave mit - nach derzeitigem Stand - 115 Kardinälen eigentlich zwischen dem 15. und 20. März beginnen. Die Frist sollte es den Kardinälen aus aller Welt ermöglichen, sich nach Rom zu begeben. Diesmal sind jedoch bereits zahlreiche Kardinäle im Vatikan versammelt, um Benedikt XVI. zu verabschieden. Die Vorverlegung könnte es dem neuen Papst zudem ermöglichen, sich besser auf das Osterfest vorzubereiten.

Vatileaks-Affäre wird neuen Papst beschäftigen

Wie das "Katholische Magazin für Kirche und Kultur" am Montag berichtete, wird auch der indonesische Kardinal Julius Riyadi Darmaatmadja nicht zum Konklave reisen. Der Gesundheitszustand des 78-Jährigen lasse eine Reise nach Rom nicht mehr zu. Damit werden 115 statt 117 vorgesehenen Kardinälen das neue Kirchenoberhaupt wählen.

Vatikansprecher Federico Lombardi teilte mit, dass der Ermittlungsbericht zur sogenannten Vatileaks-Affäre nur dem neuen Papst vorgelegt werde. Dies habe Papst Benedikt entschieden, der bislang als Einziger Kenntnis von den Dokumenten habe. In italienischen Medien war spekuliert worden, dass der Bericht auch den Kardinälen zur Papstwahl vorgelegt werden könnte. In der Vatileaks-Affäre waren geheime Dokumente des Papstes kopiert und aus dem Vatikan geschmuggelt worden.

ger/AFP / AFP
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.