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Wegen Vergewaltigungsskandalen Weniger Touristen kommen nach Indien


Letztes Jahr waren noch über sechs Millionen Touristen im Land. Nun nimmt der Touristenstrom in Indien stark ab - wegen der großen Zahl von Vergewaltigungsfällen.

Nach der #link;http://www.stern.de/politik/ausland/proteste-in-indien-eine-vergewaltigung-zu-viel-indiens-frauen-haben-genug-1946309.html;mörderischen Gruppenvergewaltigung einer 23-jährigen Inderin im Dezember# sind laut einer Branchenuntersuchung ein Viertel weniger Touristen nach Indien gekommen. "Der starke Rückgang ist auf Sicherheitsbedenken zurückzuführen", sagte Manju Negi von den Vereinigten Kammern von Handel und Industrie (Assocham) am Montag. Eine Umfrage bei 1200 Reiseveranstaltern habe ergeben, dass in den ersten drei Monaten dieses Jahres nicht nur in der Hauptstadt Neu Delhi, sondern überall im Land weniger Touristen unterwegs waren.

Insgesamt kamen laut der Studie 25 Prozent weniger Touristen nach Indien. Betrachte man hingegen die Zahl der weiblichen Besucher, sei sogar ein Rückgang um 35 Prozent auszumachen. "Die sexuellen Übergriffe wurden als der Hauptgrund identifiziert", erklärte Negi.

Auch eine Touristin vergewaltigt

In den vergangenen Monaten war weltweit über Vergewaltigungen und andere sexuelle Übergriffe in Indien berichtet worden. Erst Mitte März war eine Schweizer Touristin vor den Augen ihres Partners vergewaltigt worden. Die Touristen wichen nun auf andere asiatische Länder wie Malaysia, Indonesien, Thailand, die Philippinen oder Vietnam aus, heißt es in der Assocham-Studie weiter.

Offizielle Zahlen gibt es für den Zeitraum von Anfang Januar bis Ende März noch nicht. Die Regierung zählte 2012 einen Zuwachs von knapp sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Demnach besuchten im vergangenen Jahr 6,5 Millionen Touristen den Subkontinent.

awö/DPA DPA

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