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Weihnachten: Stress und Freude für Papst Benedikt XVI.

Ruhe und Besinnung zu Weihnachten - für Papst Benedikt wird das nur begrenzt möglich sein. Denn am Ende des Jahres absolviert der 85-Jährige ein Mammutprogramm.

Viel Arbeit und Anstrengung für Papst Benedikt XVI. zum Jahresende: Die Weihnachtstage als Fest der Freude über die Geburt Jesu sind für das katholische Kirchenoberhaupt traditionell mit viel Stress verbunden. Zu den Höhepunkten gehört die Christmette im Petersdom am Heiligen Abend. Die "Mitternachtsmesse" beginnt aus Rücksicht auf das Alter des 85-Jährigen wie in den Vorjahren bereits um 22.00 Uhr. Zuvor enthüllt Benedikt auf dem Petersplatz die dort aufgestellte monumentale Krippe und segnet den prunkvoll geschmückten Weihnachtsbaum. Beide stammen in diesem Jahr aus Süditalien. Der Petersplatz erstrahlt bereits in weihnachtlichem Glanz und wird von Touristen bevölkert.

Und das ist erst der Anfang für Benedikt. Am Dienstag, dem ersten Weihnachtstag, sind die Kameras auf den Papst gerichtet, wenn er von der Mittelloggia des Petersdoms seine Weihnachtsbotschaft verkündet, den Segen Urbi et Orbi (der Stadt und dem Erdkreis) spendet und in vielen Sprachen Weihnachtsgrüße verliest. Zehntausende Gläubige aus aller Welt werden dazu auf dem Petersplatz erwartet - Meteorologen sagen bei milden 15 Grad einen Sonne-Wolken-Mix, aber auch etwas Regen voraus. Am zweiten Feiertag folgt das traditionelle Angelus-Gebet.

Gebet bei Taizé, "Te Deum" im Petersdom

Am 29. Dezember leitet der Papst ein Gebet beim Europäischen Jugendtreffen der ökumenischen Glaubensgemeinschaft von Taizé. Zu dem sechstägigen Treffen werden mehrere Zehntausend katholische und evangelische junge Leute in Rom erwartet.

Ein Vesper-Gottesdienst im Petersdom am 31. Dezember läutet das Jahresende ein. Dabei erklingt traditionell das Gotteslob "Te Deum". Am Neujahrstag verkündet das Oberhaupt von 1,2 Milliarden Katholiken bei einer Messe seine Botschaft zum katholischen Weltfriedenstag. Als Leitgedanken hat Benedikt XVI. diesmal "Selig, die Frieden stiften" gewählt.

Der aus Deutschland stammende Joseph Ratzinger begeht auf diese Weise zum achten Mal als Papst das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel im Vatikan. Auf die anstrengenden Termine bereitet sich das Kirchenoberhaupt, das seit einiger Zeit auf einer Art Plattform mit Haltestangen zum Altar gerollt wird, akribisch vor. Neben Weihnachten und Neujahr bringt Ostern einen ähnlichen Stress für den Papst.

nw/DPA / DPA