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Weihnachten: Zehn Geschenke für Leute, die man hasst

Normale Geschenktipps kann jeder. Doch was überreicht man jemandem, mit dem einen höchstens der Hass verbindet? Wir haben da mal zehn Vorschläge zusammengestellt - von Melodika bis Häkelschal.

Die gute, alte Melodika. Besonders für Eltern ein steter Quell der Freude oder auch: Akustik-Armageddon.

Die gute, alte Melodika. Besonders für Eltern ein steter Quell der Freude oder auch: Akustik-Armageddon.

Weihnachten, Zeit der sorgfältig ausgesuchten Geschenke für die Lieben. Meistens. Was aber, wenn zwingend jemand zu beschenken ist, den man so gar nicht mag?

Dann ist besonderes Geschick gefragt. Das Hass-Geschenk sollte nerven, ärgern, den Finger in die Wunde legen - und trotzdem noch im weitesten Sinne irgendwie auf den Gabentisch passen. Zur Not auch mit Schleifchen.

Hier sind zehn (natürlich nicht ganz ernst gemeinte) Geschenk-Vorschläge für Leute, die man hasst:

1. Eine Melodika für das nervige Kind des befreundeten Pärchens, begleitet von einem zehnminütigen Vortrag über den pädagogischen Wert musikalischer Früherziehung und freie Entfaltungsmöglichkeiten - auch und gerade am Sonntagmorgen.

2. Ein liebevoll in Altpapier eingewickeltes 10er-Pack Müllsäcke (extra-reißfest, antibakteriell) und die neueste Broschüre der Stadtreinigung für den schlampigen Mitbewohner. Mit den Worten: "Dann hast du endlich einen Kleiderschrank und was Schönes zum Lesen."

3. Eine Saftpresse für den saufenden Onkel. Mit der Begründung, Bloody Marys würden mit frischem Tomatensaft noch besser knallen.

4. Einen Bodyshop-Gutschein für den müffelnden Kollegen, kunstvoll um eine Flasche 78-Stunden-Deo drapiert.

5. Eine (gern mit Kartoffeldruck) selbst gestaltete NSA-Ehrenmitgliedsurkunde für den neugierigen Nachbarn. Dabei unbedingt einen Aluhut tragen.

6. Ein Ticket zur Mario-Barth-Show für den Flachwitz-Fan. Danach ist er kuriert und liest inbrünstig Camus. Garantiert.

7. Ein handgemaltes Bullshit-Bingo mit seinen politisch unkorrekten Lieblingsbegriffen für den Sexisten. Ach ja - und eine Packung Penis-Nudeln, Aufschrift: "Nur eine kleine Aufmerksamkeit. Aber mit Kleinigkeiten kennst du dich ja aus."

8. Einen reinweißen, extraflauschigen Flurteppich für den Sauberkeitsfanatiker.

9. Eine Ikeatasche voller Pfandflaschen für die Freundin, die bei der Bank arbeitet und einem ständig zu Bausparverträgen raten will, überreicht mit dem Satz: "Hier, ein Geheimtipp - eine absolut sichere Geldanlage." Ach, das Schleifchen dabei nicht vergessen.

10. Einen offenkundig selbst gehäkelten Schal (notfalls aus dem Secondhand-Shop) für den modebloggenden Bruder - mit Hinweis auf sofortigen Abbruch der Verwandtschaftsbeziehung bei Nichttragen. Ist der Geschwisterhass besonders groß: Direkt ein Foto schießen und darauf bestehen, dass er es ins Blog hochlädt. Sofort.

Für die eigenen und selbstverständlich auch für Schwieger-Eltern gilt übrigens: Gern mal wieder was Hübsches aus Salzteig machen, zum Beispiel einen Aschenbecher oder noch besser: Ein Haustürschild. Ist preisgünstig und kommt von Herzen ...

In diesem Sinne: frohes Fest. Und viel Spaß beim Schenken.

jbw
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