HOME

Wintereinbruch in Deutschland: So lange soll das miese Wetter noch anhalten

Frost, Schnee, eisiger Wind: Zum Wochenende hat es einen Wintereinbruch gegeben. Einige Tage soll das ungemütliche Wetter noch anhalten - doch es ist Besserung in Sicht.

Spaziergänger laufen durch den Schneeregen

Schneeregen in Willingen (Hessen): So ungemütlich bleibt das Wetter wohl noch ein paar Tage.

Meteorologen hatten es prophezeit, und tatsächlich hat es an diesem Wochenende in vielen Teilen Deutschlands einen Wintereinbruch mit Schnee, Graupel, eisigem Wind und Frost gegeben. Auf dem höchsten deutschen Gipfel, der 2962 Meter hohen Zugspitze, fielen in der Nacht zum Sonntag 14 Zentimeter Neuschnee. 

Bis zum Dienstag sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach für die Mittelgebirge noch einmal bis zu 20 Zentimeter Neuschnee voraus. Selbst im Flachland kann es weiß werden. Die Temperaturen sinken auf Werte zwischen fünf und zehn Grad. Auf den Straßen könne es sehr glatt werden, warnte DWD-Meteorologe Lars Kirchhübel.

Wetter soll erst Anfang Mai besser werden

Nach Hagelschauern, die zu extremer Glätte führten, rasten auf der Autobahn 23 in Schleswig-Holstein am Sonntag etwa 15 bis 20 Autos ineinander. Es habe bei dem Unfall nahe Albersdorf mehrere Verletzte gegeben, hieß es bei der Rettungsleitstelle in Elmshorn. Auf der A7 im Allgäu krachten am Sonntag auf schneeglatter Fahrbahn nahe Betzigau mehrere Fahrzeuge ineinander. Ersten Polizeiangaben zufolge wurden mehrere Menschen verletzt.Verantwortlich für den Winter Ende April ist polare Luft, die von der Arktis über die Nordsee nach Deutschland treibt. Im Laufe der Woche bringt ein neues Tief typisches Aprilwetter, bei dem sich Schnee, Graupel und Regen abwechseln. Dazu bläst ein stürmischer Wind. 

Erst für das nächste Wochenende mit dem Maifeiertag machen die Meteorologen Hoffnung auf Wetterbesserung. Ein Azorenhoch soll mehr Sonne und angenehmere Temperaturen bringen. "Der Mai könnte dann bei leicht wechselhafter Witterung und Werten zwischen 12 und 18 Grad starten", sagte Kirchhübel. 

kis / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?