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Kolumne Winnemuth: Snapchat, Instagram, Whatsapp - und doch erreichen wir einander nicht

Wir haben so viele Wege zu kommunizieren, dass es immer schwieriger wird, einander zu erreichen. Logisch ist die Vorliebe für bestimmte Mitteilungswege schon längst nicht mehr.

Von Meike Winnemuth

Jeder Mensch hat seinen Lieblingskanal, über den er am liebsten kommuniziert - Kolumnistin Meike Winnemuth fällt es schwer, sich die Vorlieben ihrer Bekannten zu merken

Jeder Mensch hat seinen Lieblingskanal, über den er am liebsten kommuniziert - Kolumnistin Meike Winnemuth fällt es schwer, sich die Vorlieben ihrer Bekannten zu merken

Früher, als es noch okay war, Kolumnen mit dem Wort "früher" zu beginnen, da war alles einfacher. Früher gab es an dieser Stelle zum Beispiel noch nicht den Herrn Beisenherz, mit dem ich mich beim Schreiben abwechsele und folglich regelmäßig austausche, damit wir nicht aus Versehen dasselbe schreiben. (Das kommt öfter vor, als man glauben sollte. Kolumnisten schreiben nämlich nicht voneinander ab, sondern beim Großen Zeitgeist persönlich, der alle in sein Heft gucken lässt, der blöde Mistkerl.)

Herr Beisenherz nun, so super er ansonsten ist, antwortet auf Mails schleppend bis gar nicht. Ich habe ihn gefragt, wie er denn am besten zu erreichen sei, blöderweise habe ich das per Mail getan. Seine Antwort kam nach für mich absolut empörenden, sittenwidrigen, zivilklageträchtigen sechs Tagen: Ja, sorry, er wisse schon, er sei da ein bisschen schlampig, aber wichtige Mails packe er halt in den Ordner "Wichtige Mails", um sie dann in Ruhe zu beantworten.

Es wird immer schwieriger, jemanden zu erreichen

Das ist nun wirklich niedlich, Männerlogik vom Feinsten: Was wichtig ist, wird aufgeschoben, bis es unwichtig ist. Je später die Antwort, desto wichtiger war’s mal gewesen; wenn man also erst nach einem Monat was hört, darf man sich echt was drauf einbilden.

Aber ein schönes Thema, das mir der Kerl da in den Schoß wirft: Kommunikationsverhalten im 21. Jahrhundert. Durch das exponentielle Wachstum der Möglichkeiten, etwas von sich zu geben und zu sich zu nehmen, ist es nicht etwa einfacher, sondern schwieriger geworden, einander zu erreichen. Jeder Mensch hat nämlich seinen Lieblingskanal, über den er gern sendet und empfängt.

Zwischen 18 und 20 Uhr antwittern

Einige (zumeist Ältere) telefonieren gern. Andere (zum Beispiel ich, ebenfalls älter, aber zu jung zum Telefonieren) mailen lieber. Wieder andere simsen fast nur noch. Oder whatsappen. Oder snapchatten. Oder schicken Brieftauben. Karl Lagerfeld war lange berühmt dafür, mit Freunden und Geschäftspartnern ausschließlich per handschriftlich verfasstem Fax zu verkehren; wer was von ihm wollte, hatte nur seinetwegen ein allmählich verstaubendes Faxgerät im Regal stehen.

Schwierig wird es dadurch, dass man sich bei seinen Kontakten – parallel zu den grassierenden Lebensmittelunverträglichkeiten – neuerdings auch die Kommunikationsunverträglichkeiten merken muss, weil man sonst nie ganz sicher sein kann, dass Nachrichten angekommen und nicht irgendwo im Info-Orkus verschüttgegangen sind. Inzwischen müsste man fast bei jedem kleine Fußnoten ins Adressbuch schreiben: Den da nur zwischen 18 und 20 Uhr antwittern und die dort niemals auf dem Festnetz anrufen, das landet eh nur auf dem AB, der nie abgehört wird. 

Blutige Anfänger gegen die Kinder von heute

Logisch ist die Vorliebe für bestimmte Mitteilungswege schon längst nicht mehr. Mit einer Freundin, die ich nie telefonisch, aber problemlos per Whatsapp oder Facebook-Messenger erreiche, habe ich ganze Abende damit zugebracht, Gott, die Welt und den ganzen Rest zu bekakeln – was wir uns jeweils zu sagen hatten, hätten wir vermutlich in halbstündigen Telefonaten abhandeln können. Haben wir aber nicht. Vermutlich weil wir beide es mögen, Chats mit drei bis vier Leuten gleichzeitig am Laufen zu halten, derweil wir mit einem Auge "Tatort" gucken – chinesische Teller-Jongleure sind ein Dreck gegen uns. 

Wir wiederum sind blutige Anfänger gegen die Kinder von heute, die innerhalb einer Minute snapchatten, instagrammen und zehn Whatsapp-Gruppen bespielen – neuerdings gern, indem sie sich gegenseitig Ton-Nachrichten schicken. Telefonieren? Oh bitte! Das ist sooo 2010.

Jedenfalls: Beisenherz, wir müssen reden. Wie? Tja, wenn ich das wüsste, würde ich dies hier ja nicht schreiben, Schätzchen.

Themen in diesem Artikel
CO2-Paket2019
Habe mir gerade mal die heutige Koalitionsregelung durchgelesen. GAS soll angeblich bepreist werden, wie Flüssig- & Feststoff-Energien. Frage A: ERD-GAS soll laut früheren Aussagen KEIN bzw. KAUM "Abgase" erzeugen. Erdgas-Auto-Anlagen-Werbe-Slogan: "unser Abgas ist reines Wasser" Frage B: Wir haben Fernwärme (angeblich zu 100% aus RUSSEN-ERD-GAS) ZUDEM sind "unsere" Genossenschafts-Wohnbauten (angeblicher "Neubau" in 1989/90/91 (Erstbezug-Timeline 1991 bis 1992) und voll nach WEST-Standard gedämmt und entsprechend baurechtlich von Westbehörden abgenommen worden. Die Balkondämmungs-VOB-Baugewähr lief bspw. in "unserem" Block in 2006 ab. Die Anzahl der Blocks "unserer" Wohn-Genossenschaft beträgt rund 10 Blocks, die "zusammen in den NK abgerechnet werden" (und auf die m2 der Einzelnen Wohnungen "anteilmäßig umgelegt" werden). FAKTUM: Die jährlichen Heizkosten-VERBRÄUCHE liegen "bei uns" rund 50% niedriger als bei der Landeseigenen-Wohngesellschaft., auf der gegenüber liegenden Straßenseite. Diese haben zur Außen-Sanierung nur "dick Farbe" auf die "dünn verputzten" Kieselstein-Fertigplattenbauten (aus gleicher Bauzeit) aufgetragen. Die Heizkostenstatistik stammt von den Grundsicherungsämtern, die die Miet- & NK von "Bedürftigen" ersatzweise übernehmen. Die Landes-Wohnbaugesellschaften gelten als Treiber der Miet- & NK. Hiermit wurde der Mietspiegel (laut Zahlen der BBU) "preistreibend beeinflusst". FRAGE C: Diese "neue Preistreiberei" NUN, mit der CO2-Bepreisung ab 2019 sowie die "Sanierung der früheren Minmal-Sanierung" wird auch "unseren Mietspiegel" drastisch weiter manipulieren, obwohl es 1. bei "uns" gar keinen "frischen" Handlungsbedarf gibt ! (vollsaniert, GAS-Fernwärme) 2. wir auch den Anbieter NICHT wechseln können, weil der wir Ferngas-Heizung-bestimmt sind, durch Baurecht. 3. weil die Landes-Wohnbausgesellschaft, das, was im eigentlichen Sinn KEINE Sanierung darstellt, als solche definiert (und auf den deren Mietpreis umlegt) ... (Unsinnsbeispiel): so schaffen die gerade die Müllschächte ab und kassieren dafür einen "WohnWerte-Aufschlag" bei den NK, der den Mietspiegel fürden gesamten Nahbereich anhebt. ... (Sanierungs-spielchen): ein Bekannter von mir musste, weil lediglich seine Block-Außenwände "bunt saniert" wurden, 400 Euro (Erstbezug nach Sanierung) für die selbe Wohnung monatlich mehr bezahlen. Er widersprach der Mieterhöhung und es ging vor Gericht. Das Gericht folgt der Landes-Wohnbaugesellschaft und deren Argument, der Bekannte würde schließlich "massiv Enegie einsparen" !!! .... das traf natürlich bis heute (5 Jahre später) niemals zu. Neben den Mietzusatzkosten (KM) sowie den Heizkostensteigerungen (NK) - bei gleichem, extrem hohen Verbrauch - wurde er doppelt bestraft. ... und der Mietspiegel sagt, der "graue" Ghetto-Bezirk sei nun ein "buter und gut sanierter" Luxus-Wohnbestandsbereich ! FRAGE D: demnach macht es auf KEINEN Sinn mehr, ERD-GAS-Taxen & -Busse einzusetzen, nur Wasserstoff- oder E-KFZ ????? SCHLUSSFRAGE: was passiert, wenn diese hohen NEUKOSTEN für die Verbraucher, durch die CO2-Bepreisung wieder einmal ein TEURER NULLEFFEKT -- ohne unabhängige Kontrolle und ohne Strafbewehrung wird ?? Ein 50 Milliarden-Märchen ... das bereits in Stufe 1 (bis 2022) scheitert ?? Vermutlich werden wieder die PRIVATEN Wohnanbieter und PRIVAT-Organisierten Wohn-Genossenschaften die LOOSER sein. Sowie die Verbraucher als Ganzes.
Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.