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Wissenwswertes zur Papst-Wahl: Konklavisch - Deutsch, Deutsch - Konklavisch

Was passiert im Zimmer der Tränen? Wie viele Wahlgänge gibt es täglich? Und was zieht der neue Papst an? Die wichtigsten Begriffe und Fakten für die Papstwahl.

Die Welt blickt auf einen kleinen Schornstein. Die Papst-Wahl wird zum Gesprächsthema. Damit Sie in Kantine, U-Bahn und am Kneipentisch mitreden können. Die wichtigsten Begriffe und Fakten für die Papstwahl.

Konklave, das

Kardinalsversammlung, die ohne Außenkontakt den neuen Papst wählt. Die 115 Kardinäle sind seit Dienstagmorgen von der Außenwelt abgeschottet, um den 266. Papst in der Geschichte der katholischen Kirche zu wählen.

Sedisvakanz, die

So wird die Zeit zwischen Tod oder Rücktritt und der Wahl des neuen Papstes genannt. Heißt wörtlich "der leere Stuhl".

Sixtinische Kapelle

Hier haben sich die Kardinäle versammelt, um abgeschottet zu wählen. Auf dem Dach steht der kleine Schornstein. Steigt aus ihm schwarzer Rauch auf, gibt es noch keinen neuen Papst. Weißer Rauch signalisiert, dass es einen neuen Pontifex gibt. Es vergehen jedoch noch einige Minuten, bis der Name bekannt gegeben wird.

"Extra omnes!"

Raus - und zwar alle! Dieser Aufruf erfolgt, bevor die Kardinäle sich einschließen. Der päpstliche Zeremonienmeister bittet alle, nicht an der Papstwahl Beteiligten, die Sixtinische Kapelle zu verlassen.

"Pro eligendo Papa"

Heißt: "für den zu wählenden Papst". So wird die Messe genannt, die am Morgen vor dem Konklave gefeiert wurde.

Pontifex, der

Papst oder Pontifex - ja, was denn nun? Geht beides. Pontifex ist der "Brückenbauer zwischen Himmel und Erde, zwischen Gott und Menschen".

Urnengänge

Bis zu vier Mal am Tag wird gewählt. Ein neuer Papst ist erst dann gewählt, wenn ein Kandidat die Zweidrittel-Mehrheit erreicht. Der Nachfolger des zurückgetretenen Benedikt XVI. muss so mindestens 77 Stimmen bekommen.

Die Favoriten

Als Top-Kandidaten nennen italienische Zeitungen weiterhin den Mailänder Erzbischof Angelo Scola (71) und den Brasilianer Odilo Pedro Scherer (63) aus São Paulo. Aufwind habe der kanadische Außenseiter und "Mann des Kompromisses zwischen Reformern und Getreuen der Kurie", Marc Ouellet (68), schreibt "La Repubblica". Neu im engeren Kreis der Favoriten sei Primas Peter Erdö (60) aus Ungarn. Er steht für einen konservativen Katholizismus und behutsame Reformen.

Der argentinische Kardinal Jorge Bergoglio (76) war beim letzten Konklave noch der stärkste Kontrahent Joseph Ratzingers, heute gilt der Erzbischof von Buenos Aires und Primas Argentiniens als geeigneter Mann einiger Reformer. Weiterhin werden den US-Kardinälen Timothy Dolan (63) und Patrick O'Malley (68) Chancen eingeräumt.

Benedikt XVI. schaut zu

Aufmerksam registrierten Beobachter im Vatikan, dass Benedikts Privatsekretär Georg Gänswein nicht nur am Eröffnungsgottesdienst des Konklaves teilnahm. Er war auch einer der letzten, der die Sixtinische Kapelle vor dem Verschließen der Türen verließ. Gänswein hatte also bis zuletzt Gelegenheit, mit den Kardinälen zu sprechen - und damit auch Gelegenheit, Wünsche Benedikts weiter zu tragen.

Aktuelle Fotos oder Äußerungen von dem emeritierten Kirchenoberhaupt gibt es nicht, aber aus seinem Rückzugsort Castel Gandolfo ist zu hören, dass es ihm gut gehe und er das Konklave vor dem Fernseher verfolge.

Der Einfluss Benedikts lässt sich alleine an der Vita der 115 Kardinäle im Konklave ablesen. Von diesen wurden 67 von Benedikt ernannt. Die übrigen 48 erhielten ihr rotes Birett noch von seinem Vorgänger Johannes Paul II. - die beiden Päpste standen sich ideologisch sehr nah.

Camerlengo, der

Der Kämmerer ist im Vatikan der Finanzminister. Er fungiert derzeit als Zwischenpapst, verwaltet in der Sedisvakanz den Vatikan und organisiert das Konklave.

Kardinaldekan, der

Er ist der Vorsitzende des Kardinalskollegiums. Fragt nach erfolgreicher Wahl den gewählten Papst, ob er das Amt annimmt.

"Stanza delle Lacrime"

Es ist das Zimmer der Tränen neben der Sixtinischen Kapelle. Hierhin zieht sich Neugewählte zurück, um seinen Emotionen nochmal so richtig freien Lauf lassen. Hier liegt sein neues Gewand bereit - zur Sicherheit in drei Größen, weil ja noch nicht klar ist, welche Statur der Nachfolger von Benedikt XVI. haben wird. Zwei Nonnen helfen beim Hineinschlüpfen. Es ist ja alles noch ein bisschen ungewohnt.

Gammarelli

Die Hofschneiderei des Vatikans schneidert seit 200 Jahren die Gewänder des Papstes. Neben den Gewändern aus weißer Baumwolle haben Gammarelli und sein Team für den neuen Papst auch die Mozzetta, einen Schulterumgang aus rotem Samt, gesäumt mit weißem Pelz sowie ein Paar Schuhe aus rotem Leder vorbereitet.

Kardinalprotodiakon, der

Es ist der dienstälteste, amtierende Kardinal. Jean-Louis Tauran wird nach erfolgreicher Wahl auf die Loggia des Petersdoms treten und der Menschenmenge auf dem Petersplatz verkünden: "Habemus Papam". Der Namen des Gewählten wird erst jetzt bekannt.

"Annuntio vobis gaudium magnum, habemus Papam!"

Übersetzt: "Ich verkünde euch eine große Freude, wir haben einen Papst!“. Mit exakt diesem Wortlaut wird das neue Kirchenoberhaupt der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Name

Der neue Papst legt seinen bürgerlichen Namen ab und wählt einen neuen. Er hat drei Möglichkeiten: Er kann in der Fassung auf Latein an seinem Taufnamen festhalten, den Namen eines Vorgängers oder den eines Heiligen für sich wählen. Bis zum Ende des ersten Jahrtausends nach Christus war es mit wenigen Ausnahmen üblich, den Taufnamen zu behalten. Das änderte sich erst bei Gregor V. im Jahr 996. Der erste deutsche Papst legte seinen Taufnamen Bruno von Kärnten ab und begründete damit eine bis heute bestehende katholische Tradition. Gregor ist der zusammen mit Benedikt am zweithäufigsten gewählte Papstname, Leo liegt noch auf Rang fünf und Pius auf Rang sechs. Auf Rang eins mit Abstand liegt der Name Johannes: Schon 23 Mal trug ein Papst diesen Namen.

"Urbi et Orbi"

Es ist der bekannteste Papstsegen: Für die Stadt und die Welt. Wird vor allem an Ostern, zu Weihnachten und beim ersten Auftritt als neugewählter Pontifex erteilt.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.