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Abzocke oder notwendig?: Unnötige Zahnspangen? Gutachten zweifelt am medizinischen Nutzen

Rund 1,1 Milliarden Euro geben die deutschen Krankenkassen jährlich für Zahnspangen für Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene aus. Ein neues Gutachten zweifelt jedoch stark am medizinischen Nutzen der Kieferorthopädie.

Zahnspangen: Ein junges Mädchen während einer Behandlung beim Kieferorthopäden

Tausende Jugendliche und junge Erwachse in Deutschland tragen Zahnspangen. Das könnte sich in Zukunft ändern.

Ob feste oder lose, Zahnspangen gehören zum Erscheinungsbild vieler Kinder und Jugendlicher und versprechen gerade Zähne. Kieferorthopädie ist ein Milliardengeschäft. Aber bringen die Maßen gesundheitlich etwas? Eine vom Bundesgesundheitsministerium in Auftrag gegebene Studie erhebt nun deutliche Zweifel am medizinischen Nutzen der kieferorthopädischen Behandlungen.

Langfristige Daten über Zahnspangen fehlen

Bis heute könne keine einzige Studie beweisen, "ob und welche langfristigen Auswirkungen die kieferorthopädischen Therapien auf die Mundgesundheit" hätten, heißt es in einem Schreiben des Ministeriums an den Bundestag, das der "Bild"-Zeitung vom Donnerstag vorlag. In Deutschland erhält rund jeder zweite Jugendliche eine kieferorthopädische Behandlung wie beispielsweise eine Zahnspange. Die Kosten für die Krankenkassen belaufen sich auf mehr als 1,1 Milliarden Euro pro Jahr.

Bereits im vergangenen April hatte der Bundesrechnungshof Missstände bei kieferorthopädischen Behandlungen kritisiert. Deren medizinischer Nutzen sei nur unzureichend erforscht. Zudem fehlten bundesweite Daten, zum Beispiel über Art, Dauer und Erfolg der Behandlung oder der zugrunde liegenden Diagnosen, kritisierten damals die Rechnungsprüfer. Die von Gesundheitsminister Jens Spahn daraufhin in Auftrag gegebene Studie des Berliner Forschungs-Instituts IGES bestätigt demnach die Zweifel.

"Keine staatliche Aufgabe" - Krankenkassen sind gefordert

Derzeit gebe es "keine ausreichende Evidenz für den patientenrelevanten Nutzen kieferorthopädischer Leistungen". Die Forscher stellen daher infrage, "ob die Ausgaben in der kieferorthopädischen Versorgung den Kriterien der Wirtschaftlichkeit genügen". Die Bundesregierung sieht nun die Krankenkassen am Zug.

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) müsse den Nutzen der Behandlungen bewerten. So etwas sei "keine staatliche Aufgabe", schreibt das Gesundheitsministerium. Das Ministerium plant zugleich ein Expertengespräch zum Nutzen kieferorthopädischer Behandlungen.

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fk / AFP
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.