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Zigarettenqualm-Urteil: Wie man andere richtig anpustet

Wer anderen Zigarettenqualm ins Gesicht bläst, begeht Körperverletzung. So urteilt ein Erfurter Gericht. Sechs Faustregeln für jeden, der unbeirrt an diesem Sozialverhalten festhalten will.

Von Niels Kruse

Ein Mann bläst einer Frau Zigarettenqualm ins Gesicht. Sie bewirft ihn daraufhin mit einem Bierglas. Wer wird bestraft? Der Typ. Denn, so das Urteil eines Erfurter Gerichts: "Rauch ins Gesicht pusten ist Körperverletzung." Zugegeben, der Kerl schien insgesamt reichlich unverschämt gewesen zu sein, so gesehen hat es vielleicht nicht einmal den Falschen getroffen. Aber ihn deshalb gleich wegen Körperverletzung verurteilen?

Die Sache mit dem Anrauchen anderer Leute zählt ohnehin zu den fortgeschrittenen Formen der zwischenmenschlichen Kommunikation. Sie verhält sich ähnlich wie der Einsatz bestimmter Gifte: Je nach Anlass, Dosierung und Situation kann die Anwendung sinnvoll sein oder eben nicht. Wer trotz der jetzt verhängten Strafe weiterhin nicht auf dieses Sozialverhalten verzichten will, sollte folgende Faustregeln beachten:

Verschieden-geschlechtliche Anpustungen = Sex

Fall a) Mann bläst Frau an
"Rauchen Sie ihr ins Gesicht, und sie wird Ihnen überall hin folgen", steht auf diesem Werbeplakat von 1969. Angesichts von Emanzipation, Gleichberechtigung und Erfurter Gerichtsurteilen eine eher riskante Variante.

Fall b) Frau bläst Mann an
Eine relativ sichere Nummer für beide Seiten.

Fall c) Es sind Drogen im Spiel

Die ganz sichere Nummer. Für diesen Fall sollte mann Zeit mitbringen.

Fall d) Irgendjemand bläst eine Frau an

Die politische Variante. Denn wenn das Anrauchen zur reinen Provokation wird, ist Vorsicht geboten. Bereits 1960 trainierten schwarze Bürgerrechtsaktivsten, wie man in diesem Fall die Ruhe bewahrt. Das leitet über zu einer weiteren Bedeutung des Anderen-ins-Gesicht-Pustens: die Qualm-gewordene Anmache: Ey, willst Du was?

Gleichgeschlechtliches Anpustungen = Stress

In diesem Fall sind schon wieder Drogen im Spiel. Wie auf dieser Gedenkveranstaltung an das Tlatelolco-Platz-Massaker, bei dem 1968 unzählige Menschen ums Leben kamen. Wie die Konfrontation ausgegangen ist, ist leider unklar.

Klassischerweise aber passiert dies:

Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.