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Gründonnerstag: Der Vorabend der Kreuzigung

Heute ist Gründonnerstag, der fünfte Tag der Karwoche. Christen gedenken dem letzten Abendmahl am Vorabend der Kreuzigung Jesu. Er ist damit einer der höchsten Feiertage der christlichen Kirche.

Ein Mosaik des letzten Abendmahls in einer Benediktiner-Kapelle in Missouri

Ein Mosaik des letzten Abendmahls in einer Benediktiner-Kapelle in Missouri

Ostern steht vor der Tür und zwischen Ostereiersuche und Schlemmerei geht die wahre Bedeutung der Feiertage immer mehr verloren. Gründonnerstag zum Beispiel, ist der fünfte Tag der Karwoche und gedenkt dem letztem Abendmahl, bevor Jesus von Judas auf dem Ölberg verraten und schließlich verhaftet wurde.

Beim letzten Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern, teilt er mit ihnen Brot und Wein und initiierte mit dem Ausspruch "Tut dies zu meinem Gedächtnis" einen der Grundpfeiler der christlichen Liturgie: dem Abendmahl oder auch der Eucharistie. Der Feiertag gehört zum sogenannten Triduum Sacrum, also den drei österlichen Feiertagen Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag.

Liturgie und Traditionen zum Gründonnerstag

Als Stiller Tag, gilt für den Gründonnerstag in einigen Bundesländern ein Tanzverbot, da an diesem Feiertag Ausgelassenheit und Vergnügen als unangemessen angesehen werden. Es ist ein Tag der Anteilnahme und des Mitvollzugs der Passion Christi. Traditionell verhängen Gotteshäuser am Gründonnerstag Decken und Schmuck. Es ist einerseits ein Ausdruck von Trauer, andererseits eine Erinnerung an die Überlieferung, dass Jesus die Kleider vom Leib gerissen wurden.

Zur Liturgie gehört an diesem Tag auch die Überführung des Allerheiligsten. Damit sind die Hostien gemeint, die für den Karfreitagsgottesdienst gewandelt wurden. Durch das Beten des "Tantum Ergo", während der Überführung, kann der Gläubige nach der katholischen Lehre einen vollkommenen Ablass seiner Sünden erhalten. Traditionell ist der Gründonnerstag ein Tag der Sündenvergebung.

yps