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Emotionaler Moment bei Merkel-Besuch "Diese Flut wird Narben hinterlassen" – Bürgermeister von Schuld weint um Flutopfer

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Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet geht davon aus, dass sich der Wiederaufbau nach der Flut-Katastrophe lange hinziehen wird. "Der Wiederaufbau wird Monate, ja Jahre dauern", sagte der Kanzlerkandidat der Union am Sonntag. Laschet sagte den Flut-Opfern erneut schnelle Hilfe zu. Eine Katastrophe von nationaler Tragweite brauche auch eine schnelle nationale Antwort. Daran arbeiteten Land und Bund mit Hochdruck. Mit Vertretern betroffener Städte und Gemeinden wolle er in dieser Woche zusammenkommen, um über die Ausgestaltung von Finanzhilfen zu beraten. "Wir müssen akut und in der Not helfen", sagte Laschet. Zudem müsse alles getan werden, um das Land vor neuen Naturkatastrophen zu schützen, sagte Laschet. Dafür müssten Dämme, Rückhaltebecken und Wasserreservoirs gebaut und Flächen renaturiert werden. Teile Nordrhein-Westfalens sind nach heftigen Regenfällen schwer von den Fluten getroffen. In dem bevölkerungsreichsten Bundesland sind mindestens 46 Menschen als Folge des Hochwassers getötet worden. Unterdessen sehen die Bürgermeister der von der Flut-Katastrophe besonders hart getroffenen Gemeinden die Existenz ihrer Gemeinden in Teilen gefährdet. Wie verzweifelt einige sind, wurde beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel im rheinland-pfälzischen Schuld deutlich. Am Sonntag sagte der Bürgermeister von Schuld, Helmut Lussi: "Diese Flut hat auch für die Menschen in Schuld oder wird für die Menschen in Schuld Narben hinterlassen. Und Narben, die man nie vergisst., die nicht zu bewältigen sind. Denn unser Leben hat sich auf den ein auf den anderen Tag geändert." Merkel versprach den Betroffenen sowohl rasche als auch langfristige Hilfen. Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz sprach von Milliardensummen. Von Hochwassern sind auch Regionen in Bayern und Sachsen betroffen.
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Helmut Lussi, der Ortsbürgermeister von Schuld an der Ahr, dem Dorf, das besonders hart von den Fluten getroffen wurde, spricht bei einem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel über die Flutopfer. Dabei versagt ihm die Stimme und er bricht in Tränen aus.

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