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In vier Bundesländern: Weitere Durchsuchung im Missbrauchskomplex Münster

Es geht um mehrere Kinder, die in Münster sexuell schwer missbraucht wurden. Der Hauptverdächtige flog Anfang Juni auf. Nun gab es Durchsuchungen in mehreren Bundesländern.

Sondersitzung zum Missbrauchskomplex Münster

Einer der Tatorte des vermutlichen Haupttäters in einem Missbrauchsfall in Münster. Foto: Marcel Kusch/dpa

Im Missbrauchskomplex Münster sind am Dienstag 180 Beamte zu Durchsuchungen in vier Bundesländern ausgerückt.

Es seien drei weitere Verdächtige dem Haftrichter vorgeführt und drei weitere identifiziert worden, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Dienstag in einer Sondersitzung mehrerer Landtagsausschüsse zu dem Komplex. Die konzertierte Aktion habe in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Schleswig-Holstein stattgefunden.

Insgesamt gebe es in dem Komplex nun 21 Verdächtige, von denen 10 in Haft seien. «Weitere Kinder wurden damit aus der tagtäglichen Hölle befreit», sagte Reul.

Der Fall des schweren sexuellen Missbrauchs mehrerer Kinder in Münster war Anfang Juni bekannt geworden. Der 27 Jahre alte Hauptverdächtige war wegen Besitzes von Kinderpornografie zweifach vorbestraft.

dpa