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Petition eingereicht: Mann ersticht Therapiehund seiner Nachbarin – der Vorwurf lautet: Sachbeschädigung

Wer grundlos ein Tier tötet, sollte härter bestraft werden. Finden die Initiatoren einer Online-Petition. Sie wollen nicht akzeptieren, dass der Mann, der vor wenigen Tagen einen Therapiehund erstochen hat, ungestraft davonkommt.

Collies sind beliebte Rettungs- und Therapiehunde

Collies gelten als intelligent und beschützend. Auch deshalb eignet sich die britische Rasse als Rettungs- und Therapiehund. (Symbolbild)

Picture Alliance

Aiko hatte keine Chance, als ihm ein 21-Jähriger vergangene Woche im Wiesbadener Vorort Auringen ein Messer in den Bauch rammte. Der Collie, ein ausgebildeter Rettungs- und Therapiehund, starb noch am Tatort in den Armen seiner Besitzerin. Der mutmaßliche Täter ist ein Nachbar der an Multipler Sklerose erkrankten Frau. Einem Bericht der "Bild" zufolge soll er sich darüber geärgert haben, dass der Hund ohne Leine lief. Dies ist allerdings nicht anders möglich, da seine Besitzerin wegen ihrer Krankheit auch Krücken angewiesen sei. Außerdem gab der Mann an, Aiko hätte ihn gebissen. Sein Frauchen bestreitet das vehement. Eine besonders harte Bestrafung muss der Nachbar wohl nicht befürchten.

Denn laut Strafgesetzbuch (StGB) wird die Tötung eines fremden Tieres als Sachbeschädigung eingestuft. Genau genommen hat der wütende Nachbar mit dem Hund also das Eigentum seiner Besitzerin zerstört. Der im Tierschutzgesetz verankerte besondere Schutz von Tieren greift in diesem Fall nicht und die Tat des Nachbarn wird genauso behandelt, als hätte er die Scheibe des Autos der schwer kranken Frau eingeschlagen. Das wollen sich einige tausend Tierfreunde nicht länger gefallen lassen.

Tierquälerei oder Sachbeschädigung

Mindestens merkwürdig ist, dass der Tatbestand der Tierquälerei im deutschen Recht zwar erfüllt ist, wenn ein "Wirbeltier grundlos getötet oder ihm erhebliches Leid oder Schmerz zugefügt wird" – jedoch nur, wenn es sich dabei um das eigene Tier handelt. Hier droht dem Besitzer nach Paragraf 17 Tierschutzgesetz (TierSchG) sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren. Das komme allerdings eher selten vor, berichtet das Portal "juraforum.de". Stattdessen würden Tiere auch hier im Wesentlichen als Sache eingestuft – die Tierquäler allerdings immer häufiger mit teils erheblichen Geldstrafen bedacht.

Eine von wenigen Ausnahmen, die den Initiatoren der Petition Mut machen dürfte, ist ein Fall aus dem hessischen Wetzlar. Dort verurteilten die Richter am Amtsgericht im vergangenen Jahr einen Hundebesitzer zumindest zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr. Der Mann hatte seinen Mischling mit einer Leine an einem Baum aufgehängt und wurde wegen des Verstoßes gegen das TierSchG bestraft.

Tiere sind Lebenwesen – auch vor dem Gesetz

Wenige Tage nach Aikos Tod ging auf dem Portal "change.org" eine Petition an den Start. Darin fordern die Unterzeichner, dass Tiere auch vor dem Gesetz als Lebewesen anerkannt werden müssen und Menschen, die diese Lebenwesen töten "die volle Härte des Gerichts" trifft.

Weit mehr als 5000 User unterschrieben die elektronische Petition binnen wenigen Tagen. Und diese muss, egal wie viele Menschen sich dem Anliegen noch anschließen, zumindest parlamentarisch geprüft werden. Bis Tiere vor dem Gesetz nicht mehr mit abgetretenen Autospiegeln und Graffiti beschmierten Wänden auf eine Stufe gestellt werden, dürften allerdings noch einige Jahre vergehen. 

Quellen: epetitionen.bundestag.de; "rnd.de"; "faz.net"; juraforum.de, "Bild"

js
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.