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+++ Ticker +++

News des Tages: Geständnis nach 26 Jahren: Familienvater wegen Mordes angeklagt

Auch Aktivisten melden Tod von IS-Chef al-Bagdadi +++ Karlsruhe weist Klage gegen Tarifeinheitsgesetz weitgehend ab +++ Vater und Sohn stürzen mit Balkon in die Tiefe +++ IS verliert letzte Hochburg im Irak +++ Die Nachrichten des Tages im Ticker.

Die Staatsanwaltschaft Bonn

Die Staatsanwaltschaft Bonn: Ein fast 26 Jahre alter Mordfall aus der nordrhein-westfälischen Stadt ist möglicherweise aufgeklärt

Die News des Tages im Ticker.

+++ 22.33 Uhr: Möbelhersteller Alno stellt Insolvenzantrag +++

Der angeschlagene Küchenhersteller Alno ist zahlungsunfähig und hat beim Amtsgericht Hechingen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Das teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit. Der Vorstand habe sich zu diesem Schritt entschlossen, weil in den Verhandlungen mit potenziellen Investoren und Gläubigern zuletzt keine Einigung erzielt werden konnte. Der Anfang des Jahres eingeschlagene Sanierungskurs solle nunmehr innerhalb eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung unter Führung des bisherigen Vorstands fortgesetzt werden, hieß es weiter. Die Tochtergesellschaften Gustav Wellmann GmbH & Co. KG und Alno Logistik & Service GmbH würden ebenfalls in den Insolvenzantrag einbezogen. Alle übrigen in- und ausländischen Tochtergesellschaften einschließlich der Pino Küchen GmbH seien davon nicht betroffen. Der Geschäftsbetrieb laufe unverändert weiter.

+++ 21.27 Uhr: VfB Stuttgart verpflichtet Weltmeister Ron-Robert Zieler +++

Der VfB Stuttgart hat sich auf der Torhüterposition mit Weltmeister Ron-Robert Zieler verstärkt. Der 28-Jährige kommt vom englischen Ex-Meister Leicester City und unterschrieb am Dienstagabend einen Vertrag bis 2020 bei den Schwaben, wie der VfB mitteilte. Zieler wird noch an diesem Mittwoch im VfB-Trainingslager im bayerischen Grassau erwartet. "Die Gespräche mit den Verantwortlichen des VfB waren sehr überzeugend, sie haben sich in diesen Gesprächen sehr um mich bemüht", sagte Zieler. Der Keeper war erst im vergangenen Sommer von Hannover 96 nach Leicester gewechselt, konnte sich beim Überraschungs-Meister von 2016 aber nicht gegen Kasper Schmeichel durchsetzen. Dadurch verlor er auch seinen Platz im Nationalteam von Bundestrainer Joachim Löw, mit dem er 2014 in Brasilien als Ersatzkeeper den WM-Titel gewonnen hatte. 

+++ 19.46 Uhr: Indischer Passagier will im Landeanflug Notausstieg öffnen +++

Ein Fluggast hat während des Landeanflugs auf einen indischen Flughafen den Notausstieg öffnen wollen. Die Nachrichtenagentur PTI berichtete, andere Passagiere in dem Flugzeug von AirAsia hätten den 32-Jährigen an seinem Vorhaben gehindert. Der Inder habe auch andere Passagiere verletzt. Nach Angaben der Fluglinie nahm die Polizei in der ostindischen Stadt Ranchi den Mann nach der Landung fest - die Motive des 32-Jährigen waren zunächst nicht bekannt. In Indien kommt es immer wieder zu Vorfällen mit widerspenstigen Fluggästen. Die Regierung in Neu Delhi kündigte deshalb vor zwei Monaten eine Regelung an, die solchen Passagieren Flugreisen verbieten soll. Im März sorgte ein Politiker für Schlagzeilen, weil er auf einen Flugbegleiter einschlug. Im Jahr 2016 öffnete außerdem ein betrunkener deutscher Tourist nach der Landung eines Fluges in Mumbai den Notausstieg "einfach aus Spaß", wie er später den Behörden sagte.

+++ 17.29 Uhr: Rechtsextremisten wollen Flüchtlingsboote im Mittelmeer stoppen +++

Ein Zusammenschluss von Rechtsextremisten aus mehreren europäischen Ländern, darunter auch Deutschland, will die Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer durch Hilfsorganisationen blockieren. Ein 40 Meter langes Schiff sei auf dem Weg zu einem Einsatz gegen Schlepper und NGOs vor der libyschen Küste, teilten die Organisatoren der Mission "Defend Europa" (Europa verteidigen) mit.

Hinter der Aktion stehen in erster Linie deutsche, französische und italienische Gruppen der Identitären Bewegung, die in Deutschland wegen ihrer völkischen Ideologie vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Die Rechtsextremisten hatten Mitte Mai eine Finanzierungskampagne im Internet gestartet und 76.000 Euro eingesammelt. Sie charterten das Schiff "C-Star", das nun auf dem Weg nach Sizilien ist, um dort in der kommenden Woche die Aktivisten an Bord zu nehmen und dann Kurs auf die libysche Küste zu nehmen. Die rechten Aktivisten wollen die Arbeit der internationalen Hilfsorganisationen blockieren, um zu verhindern, dass die Bootsinsassen nach Italien gebracht werden. Stattdessen wollen sie die libysche Küstenwache alarmieren, damit diese die Flüchtlinge zurück in das nordafrikanische Land schickt.

+++ 17.28 Uhr: Trump-Sohn wurde Material aus angeblicher russischer Regierungsquelle angeboten +++

Der älteste Sohn von US-Präsident Donald Trump hat einen E-Mail-Austausch veröffentlicht, der nach seinen Angaben zu einem Treffen mit einer russischen Anwältin führte. Daraus geht hervor, dass ihm belastende Informationen über Hillary Clinton in Aussicht gestellt wurden, die von der russischen Regierung stammen sollen. Donald Trump Jr. schrieb auf Twitter, er veröffentliche den Schriftverkehr, um Transparenz zu schaffen.

+++ 17.25 Uhr: IOC beschließt Doppelvergabe der Sommerspiele 2024 und 2028 +++

Das Internationale Olympische Komitee will die Sommerspiele 2024 und 2028 gleichzeitig vergeben. Die bisherigen Kandidaten für 2024 sind Los Angeles und Paris. Heute machte eine Vollversammlung der IOC-Mitglieder in Lausanne den Weg für eine Doppelvergabe frei. Eine Kommission aus IOC, Paris und Los Angeles soll nun bis zur nächsten Sitzung der Vollversammlung am 13. September in der peruanischen Hauptstadt Lima den rechtlichen Rahmen klären. Die Stadt, die nicht 2024 zum Zuge kommt, muss ihre Kandidatur für 2028 erklären. Sollten weder Los Angeles noch Paris Interesse daran haben, entscheidet das IOC in Lima nur über die Vergabe der Spiele 2024 zwischen den beiden.

Das Rennen ist eng, denn das IOC hat beiden Kandidaten eine gute Bewerbung bescheinigt. Sowohl in Los Angeles als auch in Paris halten sich nach jetzigen Planungen die Kosten im Rahmen, und in beiden Metropolen ist die Begeisterung der Bürger groß. Es ist ein historischer Beschluss, denn es ist erst die zweite Doppelvergabe in einem Jahrhundert: Im Juni 1921 waren die Spiele 1924 an Paris und 1928 an Amsterdam vergeben worden.

+++ 17.14 Uhr: Geständnis nach 26 Jahren: Familienvater wegen Mordes angeklagt +++

Ein fast 26 Jahre zurückliegender Mordfall soll demnächst vor dem Landgericht Bonn verhandelt werden. Die Staatsanwaltschaft hat einen 52-jährigen Mann angeklagt, im November 1991 in Bonn eine Frau mit 70 Messerstichen getötet zu haben, wie ein Behördensprecher mitteilte. Der Vater von drei Kindern hatte die Tat überraschend im vergangenen März an seinem Wohnort Wolfenbüttel gestanden, nachdem er unter Alkohol zweimal an einem Tag in eine Alkoholkontrolle geraten war.

Der Mann hatte zur Tatzeit in Bonn studiert. Laut Staatsanwaltschaft hatte er seit der Pubertät gegen Frauen gerichtete Tötungsphantasien. Die Tote sei ein Zufallsopfer gewesen. Bei einem Spaziergang habe der Angeklagte die Frau durch das Küchenfenster ihres Hauses gesehen, geklingelt und sie mit Handschellen gefesselt. Als die 38-Jährige laut schrie, soll er aus Angst vor Entdeckung zugestochen haben. Die zwölfjährige Tochter des Opfers fand ihre Mutter am Tatabend tot im Flur. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Mord zur Verdeckung einer Straftat vor.

+++ 17.01 Uhr: G20-Journalisten wegen deutscher Erkenntisse Zugänge verweigert +++

Die Bundesregierung hat Spekulationen dementiert, Journalisten sei die Zugangserlaubnis zum G20-Gipfel in Hamburg aufgrund von Erkenntnissen ausländischer Sicherheitsbehörden entzogen worden. "Zwischen Ablauf des Akkreditierungsverfahrens und Beginn des Gipfels benannten die Sicherheitsbehörden bezüglich 32 Medienvertretern Sicherheitsbedenken, die ausschließlich aus eigenen Erkenntnissen deutscher Behörden resultierten", teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit. Das Bundespresseamt habe daher entschieden, auf Anraten des Bundeskriminalamts, diesen Personen die Akkreditierung zu entziehen. Tatsächlich sei dann neun Medienvertretern die Akkreditierung entzogen worden. Die übrigen 23 seien nicht mehr am Medienzentrum erschienen.

Zuvor hatten Spekulationen für Empörung gesorgt, dass womöglich Informationen türkischer Sicherheitsbehörden Anlass für die Entscheidungen gegen die Journalisten gewesen sein könnten. Hintergrund ist ein ARD-Bericht, in dem über diesen Verdacht berichtet wurde. Konkrete Belege gab es aber nicht.

+++ 16.50 Uhr: Benzema erringt in Sextape-Affäre Erfolg vor Gericht +++

Der frühere Bora-Radprofi Ralf Matzka ist bereits im vergangenen Jahr positiv getestet worden. Das teilte sein früherer Teamchef Ralph Denk mit. Demnach wurde bei dem Schwarzwälder am 3. März 2016 die Substanz Tamoxifen nachgewiesen. Matzka fuhr von 2013 bis 2016 für den Bora-Radrennstall, danach gehörte er nicht mehr dem jetzigen World-Tour-Team an. Matzka wurde bislang aber weder suspendiert noch gesperrt. Der Radsport-Weltverband UCI habe aber ein verbandsinternes Verfahren eingeleitet und Klage erhoben, teilte Denk mit, der eine Wasserverunreinigung für den Positivtest als mögliche Ursache nennt. Das Team rechne mit einem Freispruch. Ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Frankfurt sei mangels Tatverdacht im September 2016 eingestellt worden.

+++ 16.33 Uhr: USA und Katar unterzeichnen gemeinsames Anti-Terror-Abkommen +++

In der Krise am Golf haben die USA und Katar ein gemeinsames Anti-Terror-Abkommen unterzeichnet. Beide Länder würden künftig mehr tun, um die Geldquellen von Terrorgruppen aufzuspüren, erklärte US-Außenminister Rex Tillerson nach einem Treffen mit seinem katarischen Kollegen Mohammed bin Abdulrahman Al Thani in Doha. Zudem wollten die USA und Katar stärker kooperieren und Informationen austauschen. Das Abkommen sei seit mehr als einem Jahr vorbereitet worden und stehe nicht in Verbindung zu dem derzeitigen Konflikt am Golf, erklärte Tillerson weiter. Saudi-Arabien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten hatten vor mehr als vier Wochen alle Beziehungen zu Katar abgebrochen und eine Blockade über das Land verhängt. Sie werfen dem Emirat die Unterstützung von Terrorgruppen vor. Sie fordern von Katar unter anderem, seinen Nachrichtenkanal Al-Dschasira zu schließen.

+++ 15.49 Uhr: Bremen meldet Festnahme von mutmaßlichem IS-Anhänger +++

Die Bremer Sicherheitsbehörden haben einen mutmaßlichen Anhänger des IS festgenommen. Wie Innensenator Ulrich Mäurer erklären ließ, wurde der 25-jährige Mohammed A. bereits im März in Untersuchungshaft genommen. Inzwischen sei es gelungen, seine wahre Identität zu klären und seine Abschiebung nach Algerien in die Wege zu leiten. A. gelte als bekennender IS-Anhänger und als "gefährliche Person" mit engen Kontakten zu dem ebenfalls in Bremen in Abschiebehaft sitzenden Algerier Oussama B., erklärte die Innenbehörde. A. saß demnach schon seit März 2017 wegen Diebstahls, Urkundenfälschung und unerlaubten Aufenthalts in der Untersuchungshaft. Er sei im Jahr 2014 nach Europa eingereist und habe an verschiedenen Orten mehr als 20 Namen benutzt.

+++ 15.35 Uhr: Dresdner Urteile in Mordfall Anneli rechtskräftig +++

Die im Prozess um den Mord an der 17-jährigen Anneli-Marie aus Sachsen verhängten langen Haftstrafen sind rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) wies die Revision der Angeklagten in einer Entscheidung als unbegründet zurück und bestätigte damit das Urteil des Landgerichts Dresden. Die Überprüfung habe keinen Rechtsfehler zum Nachteil der Angeklagten ergeben, erklärte der BGH.


+++ 15.32 Uhr: Neun Jahre Haft im Prozess um Tötung der Eltern +++

Ein Mann, der nach eigenen Angaben seine Eltern mit einer Handsichel getötet hat, ist vom Landgericht Mainz zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht befand den 45-Jährigen aus dem rheinhessischen Nieder-Hilbersheim des Totschlags in zwei Fällen für schuldig. Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Haftstrafe gefordert und im Fall der Mutter einen Mord gesehen. Der Verteidiger hatte auf eine Strafe von vier Jahren und acht Monaten plädiert. Der Sohn habe bei der Attacke auf seinen Vater aus Notwehr gehandelt und sei bei dem Angriff auf seine Mutter vermindert schuldfähig gewesen. Zu der Bluttat war es im Januar nach einem Streit gekommen. Der Sohn hatte vor Gericht gesagt, sein Vater habe ihn zuerst angegriffen. Die Mutter sei erst später hinzugekommen.

+++ 15.15 Uhr: Neues meistgesehenes YouTube-Video löst "Gangnam Style" ab +++

YouTube hat nach mehr als viereinhalb Jahren wieder ein neues meistgesehenes Video. Der Clip zum Song "See You Again" von Wiz Khalifa and Charlie Puth stieß den Dauerbrenner "Gangnam Style" des koreanischen Rappers Psy vom Thron. "See You Again" war im Vergleich zu dem Überraschungshit "Gangnam Style" bis zum Dienstagnachmittag etwa 100.000-mal häufiger abgespielt worden. Beide Songs wurden jeweils mehr als 2,894 Milliarden Mal abgerufen. "Gangnam Style" wurde im Dezember 2012 zum ersten YouTube-Video, das die Marke von einer Milliarde Abrufen knackte und hatte einen Monat zuvor Justin Biebers "Baby" als meistgesehenes Video abgelöst.

+++ 14.34 Uhr: Zwölfjähriger läuft auf Autobahn zur Schule +++

Ein Zwölfjähriger ist zu Fuß auf einer Autobahn in der Oberpfalz zu seiner Schule gelaufen. Die Polizei erhielt mehrere Anrufe, wonach ein Kind mit Schultasche auf der A3 bei Nittendorf laufe, und sammelte den Schüler ein. Wie sich herausstellte, war der Junge im Schulbus nach Regensburg eingeschlafen. Als er aufwachte, stieg er bei der nächsten Möglichkeit aus. Erst dann bemerkte er, dass er noch gar nicht in Regensburg war und machte sich zu Fuß auf den Weg.

+++ 14.12 Uhr: Neuer Bericht über Tod des IS-Chefs al-Bagdadi +++

Nach der iranischen Regierung melden nun auch Aktivisten den Tod des Anführers der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), Abu Bakr al-Bagdadi. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, hochrangige IS-Führer in der syrischen Provinz Deir Essor hätten die Meldung bestätigt. Es sei allerdings unklar, wann und wie al-Bagdadi gestorben sei. Die US-geführte Koalition betont, dass man dort keine Hinweise auf den Tod  al-Bagdadis habe.


+++ 14.06 Uhr: Junger Bombenbauer erhielt Betreuer mit Kontakt zu Salafisten +++

Bei der Betreuung eines 13-jährigen mutmaßlichen Bombenbauers mit islamistischen Motiven ist ausgerechnet ein Psychologe mit Kontakten zur salafistischen Szene eingestellt worden. Der von einem Träger der Jugendhilfe eingestellte Psychologe hatte vom 3. März bis 19. Mai Zugang zu dem Jungen, wie der Leiter des Jugendamts Ludwigshafen, Heinz-Jürgen May, in Mainz mitteilte. Über den Fall hatte zuerst die SWR-Sendung "Report Mainz" berichtet. Zu den Hinweisen auf islamistische Betätigung, die sich bei einer Sicherheitsüberprüfung ergaben, sagte die Staatssekretärin im rheinland-pfälzischen Jugendministerium, Christiane Rohleder: "Wir waren absolut schockiert über diese Nachricht. Eine Stunde später war der Mann von der Betreuung abgezogen." Der heute 13-jährige Jugendliche hatte nach Angaben des Mainzer Innenministeriums versucht, im Dezember 2016 einen Sprengsatz in der Nähe des Weihnachtsmarkts von Ludwigshafen abzulegen. 

+++ 13.58 Uhr: Mann bei Schusswechsel mit SEK-Beamten in Sachsen-Anhalt getötet +++

Bei einem Einsatz in Sachsen-Anhalt haben Beamte eines Sondereinsatzkommandos (SEK) einen bewaffneten Mann erschossen. Wie die Polizei in Magdeburg mitteilte, verschanzte sich der 28-Jährige in Weddersleben im Landkreis Harz nach einem Familienstreit in einem Zimmer seines Wohnhauses. Zuvor soll er bereits ein Familienmitglied mit einer Waffe bedroht haben, weshalb das SEK hinzugezogen wurde. Als die Beamten in das Obergeschoss des Hauses gekommen seien, habe der Mann seine Zimmertür geöffnet und mit einer automatischen Kriegswaffe auf die Einsatzkräfte geschossen, erklärte die Polizei. Ein SEK-Beamter sei durch einen Schuss schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt worden. Laut Polizei erwiderten die Spezialkräfte daraufhin das Feuer, wobei der Angreifer getötet wurde.

+++ 13.17 Uhr: Busunternehmen: Unglücksfahrer rettete noch Menschenleben +++

Auch der Fahrer des Unglücksbusses von Münchberg rettete nach Angaben des Busunternehmens vor seinem Tod noch Menschen. Überlebende Insassen hätten ausgesagt, dass der 55-Jährige noch an der Evakuierung des vorderen Busteils mitgewirkt habe, bevor er vermutlich aufgrund einer Rauchvergiftung im Mittelgang zusammengebrochen und dort ums Leben gekommen sei, sagte ein Unternehmenssprecher der Nachrichtenagentur DPA. Drei Reisende hätten ausgesagt, dass der aus einer Kopfplatzwunde blutende Fahrer ihnen aus dem Bus geholfen habe.Bislang war nur bekannt, dass der überlebende Ersatzfahrer viele Insassen gerettet hatte, indem er die Türen öffnete und ihnen hinaus half. Der Bus aus dem sächsischen Löbau war am Montag vergangener Woche nach einem Auffahrunfall auf der A9 in Oberfranken ausgebrannt. 18 Menschen starben, 30 wurden verletzt.

 +++ 13.16 Uhr: Rechtsrock in Themar: Polizei fordert Verstärkung an +++

Die Thüringer Polizei bereitet sich auf einen Großeinsatz bei einem Rechtsrock-Festival an diesem Samstag vor. Die drei Hundertschaften des Freistaates seien bei der Veranstaltung in Themar in Südthüringen komplett im Einsatz, sagte ein Sprecher der Landespolizeidirektion Erfurt. Zudem seien mehrere hundert Einsatzkräfte aus anderen Bundesländern angefragt worden. Nach dem G20-Gipfel sei jedoch unklar, wie die Resonanz ausfalle. "Jetzt sortiert sich alles neu, was man jetzt überhaupt noch auf die Beine stellen kann." Der Thüringer Verfassungsschutz erwartet bei dem Rockkonzert mehr als 5000 Rechtsextreme. Themar selbst hat knapp 3000 Einwohner. Bislang wurden für Samstag nach Polizeiangaben neun Gegendemonstrationen angemeldet - etwa von Privatpersonen, der Kirchengemeinde oder einem Bündnis für Demokratie und Weltoffenheit.

 +++ 13.15 Uhr: Kartellbehörde sieht keine Eis-Preisabsprachen in Tübingen +++

Der Verdacht auf unerlaubte Preisabsprachen unter drei Tübinger Eisdielenbesitzern hat sich nicht bestätigt. Die Landeskartellbehörde stellte das Ermittlungsverfahren ein, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte. Die Behörde war durch einen Zeitungsbericht auf den Fall aufmerksam geworden. Darin hatte ein Eisdielenbesitzer gesagt, man habe zu dritt beschlossen, den Preis pro Kugel Eis gleichzeitig auf 1,50 Euro zu erhöhen. Zuvor kostete die Kugel in vielen Teilen der Stadt 1,20 Euro. Der Eisdielenbetreiber wies die Behauptung, es habe Absprachen gegeben, später als Missverständnis zurück. Die Landeskartellbehörde befragte die Betroffenen zu den Vorwürfen, ein kartellrechtswidriges Verhalten konnte nicht nachgewiesen werden, wie das Ministerium mitteilte. "Eine reine Preiserhöhung stellt eine unternehmerische Entscheidung dar, die als solche kartellrechtlich nicht von Belang ist."

+++ 13.04 Uhr: Prozess um "Horrorhaus": Staatsanwalt bewertet Beweislage neu

Im Mordprozess um das "Horrorhaus" von Höxter bewertet die Staatsanwaltschaft einen der Fälle neu. Das könnte eine mildere Strafe für die beiden Angeklagten zur Folge haben. Im Fall des zweiten Opfers Susanne F. sei ein vollendeter Mord durch Unterlassen anders als in der Anklage angenommen nicht mehr nachzuweisen, sagte Oberstaatsanwalt Ralf Meyer am Rande des Verhandlungstages am Dienstag. Ein Gutachter hatte zuvor die Obduktionsergebnisse in dem Fall vorgestellt. Demnach starb die Frau an einem Schädelhirntrauma, das sie sich bei einem Sturz zugezogen habe. Für einen Laien sei nicht erkennbar gewesen, dass sie sofort in ein Krankenhaus gemusst hätte, sagte der Gutachter. Nur dann wäre die Tat aber juristisch gesehen ein Mord durch Unterlassen gewesen. "Vollendeter Mord durch Unterlassen - der Nachweis ist im Fall von Susanne F. nicht zu führen", räumte der Oberstaatsanwalt ein. Er gehe nach dem Gutachten von einem versuchten Mord durch Unterlassen aus. Diese neue Einschätzung könnte am Ende unter Umständen zu einer Milderung der Strafe führen, zwingend sei das aber nicht. Das angeklagte Paar soll mehrere Frauen in ein Haus nach Ostwestfalen gelockt und dort misshandelt haben. Zwei Frauen starben.

+++ 12.44 Uhr: Menschenrechtsgericht bestätigt Gesichtsschleier-Verbot +++

In Europa darf Frauen untersagt werden, auf der Straße einen Gesichtsschleier zu tragen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte bestätigte in Straßburg bereits zum zweiten Mal entsprechende Verbote. Dieses Mal ging es um ein belgisches Gesetz, das es seit Mitte 2011 untersagt, im öffentlichen Raum Kleidung zu tragen, die das Gesicht teilweise oder ganz bedeckt. Verstöße können mit einer Geldstrafe und mehreren Tagen Haft bestraft werden. Außerdem ging es um Satzungen von drei belgische Gemeinden von 2008 mit ähnlichen Verboten. Gewehrt hatten sich zwei Musliminnen, die aus religiösen Gründen einen Gesichtsschleier (Nikab) tragen. Sie sahen sich diskriminiert und ihre Religionsfreiheit sowie Privatsphäre verletzt. 2014 hatte der Menschenrechtsgerichtshof eine Beschwerde gegen ein vergleichbares Verbot in Frankreich noch abgewiesen.

+++ 12.17 Uhr: Wildschwein stiftet Chaos am Flughafen in Prag +++

Ein Wildschwein hat am Flughafen in Prag Chaos gestiftet. Das Tier sei am Montag in das abgesperrte Gelände um die Start- und Landebahn gelangt, berichtet die Zeitung "Pravo". Wegen des Vorfalls habe ein Flug in Richtung Moskau erst mit 20-minütiger Verspätung starten können. Bei dem Versuch, den aggressiven Eber zu vertreiben, geriet dieser unter die Räder eines Polizeiautos, das verletzte Tier attackierte einen der Beamten, wie es weiter hieß. Schließlich sei das Wildschwein erschossen worden. In Zukunft solle ein neuer Zaun eindringende Tiere besser abhalten. Wildschweine könnten eine ungeheure Kraft und Geschwindigkeit entwickeln, sagte eine Flughafensprecherin.

+++ 12.08 Uhr: Erika Steinbach hilft der AfD im Wahlkampf - Auftritt in Pforzheim +++

Die AfD erhält im Bundestagswahlkampf Unterstützung von der Bundestagsabgeordneten Erika Steinbach, die im Januar aus der CDU ausgetreten war. Wie Parteisprecher Christian Lüth am Dienstag bestätigte, ist für den 6. September in Pforzheim eine Wahlkampfveranstaltung mit Steinbach und führenden Mitgliedern der Parteispitze geplant. AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland sagte: "Ich freue mich auf die Veranstaltung mit Frau Steinbach. Sie ist eine kluge, erfahrene und mutige Politikerin mit sehr viel politischem Gewicht in Deutschland." Steinbach sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Ich bin parteilos, aber nicht unpolitisch." Aus ihrer Zeit als Stadtverordnete in Frankfurt am Main sei sie nicht nur mit Gauland gut bekannt, sondern auch mit den beiden ehemaligen Stadtkämmerern Albrecht Glaser und Horst Hemzal. Alle drei waren einst CDU-Mitglieder und gehören heute zur AfD.

+++ 11.56 Uhr: Deutschland kann in EU rasche Auslieferung von G20-Straftätern verlangen +++

Bundesjustizminister Heiko Maas hat die EU-Partner aufgefordert, mögliche Europäische Haftbefehle gegen Straftäter bei den G20-Krawallen schnell zu vollstrecken. Der Europäische Haftbefehl existiert seit 2004. Er hat die langwierigen Auslieferungsverfahren ersetzt, die bis dahin zwischen den EU-Ländern angewandt wurden. Über den Europäischen Haftbefehl erkennen die EU-Länder gegenseitig Entscheidungen ihrer Justiz an. Voraussetzung sind Vorwürfe von Straftaten, die mit einer Höchststrafe von einem Jahr oder mehr geahndet werden. Gesuchte müssen spätestens 60 Tage nach der Festnahme an das Land ausgeliefert werden, das den Europäischen Haftbefehl ausgestellt hat. Abgelehnt werden kann die Auslieferung nur, wenn der Betroffene bereits wegen derselben Straftat verurteilt ist, das Mindestalter für die Strafmündigkeit noch nicht erreicht hat oder die Straftat im Festnahmeland unter eine Amnestie fällt.

+++ 11.44 Uhr: AfD-Kandidatenliste in Rheinland-Pfalz für Bundestagswahl angefochten +++

Ein AfD-Mitglied aus Trier hat die Landesliste seiner Partei für die Bundestagswahl angefochten. Das Anliegen werde geprüft, sagte der stellvertretende Landeswahlleiter Stephan Danzer. Ob die Landesliste der AfD zulässig ist, will der Landeswahlausschuss am 28. Juli entscheiden. Der Beschwerdeführer bemängelt eine zu kurze Redezeit auf dem Landesparteitag im März. Die Kandidaten hätten sich nur fünf Minuten lang vorstellen können. Außerdem sei in der Stichwahl zum zweiten Listenplatz nur ein Kandidat angetreten. Darüber hatte zunächst der "Stern" berichtet. Auf dem Spitzenplatz der rheinland-pfälzischen Landesliste steht der Mainzer AfD-Chef Sebastian Münzenmaier, der auch Geschäftsführer der Landtagsfraktion ist. Auch um die AfD-Landesliste im benachbarten Saarland gibt es Streit. Dort müssen Gerichte urteilen, welche von zwei verschiedenen Listen gilt.

+++ 11.34 Uhr: Amazon-Angestellte legen erneut Arbeit nieder +++

Beim Internet-Versandhändler Amazon ist das Ringen um einen Tarifvertrag mit weiteren Streiks in eine neue Runde gegangen. Mitarbeiter von Amazon in Leipzig, Graben bei Augsburg, im osthessischen Bad Hersfeld sowie in Rheinberg und Werne in Nordrhein-Westfalen legten nach Angaben der Gewerkschaft Verdi die Arbeit nieder. In Leipzig rechnete Verdi in Früh-, Mittel- und Spätschicht mit 400 Teilnehmern, wie Streikleiter Thomas Schneider mitteilte. "Heute ist Prime Day bei Amazon, jede Stunde gibt es ein neues Sonderangebot, da haben Streiks eine besondere Wirkung", sagte Schneider. Amazon hingegen teilte mit, auch am "Prime Day" habe der Streik keine "Auswirkungen auf das Kundenversprechen". Es beteilige sich nur ein geringer Teil der Mitarbeiter daran. Die Logistikzentren in Deutschland und im europäischen Netzwerk hätten sich auf den Tag vorbereitet.

+++ 11.12 Uhr: Erneut Angriff auf U-Bahn-Treppe - Mann brutal hinuntergestoßen +++

Kurz nach der Verurteilung des Berliner U-Bahn-Treters löst ein neuer ähnlicher Fall Empörung aus. Ein 38-jähriger Mann wurde im U-Bahnhof am Berliner Alexanderplatz brutal eine Treppe hinuntergestoßen. Der Angriff ereignete sich bereits in der Nacht zum 11. Juni. Die Polizei veröffentlichte am Dienstag Fahndungsfotos der Tat und des mutmaßlichen Täters. Das Opfer wurde auf der Treppe von hinten gegen den Kopf geschlagen. "Durch die Wucht des Schlages stürzte der Angegriffene die gesamten Stufen der Zugangstreppe hinunter und stieß mehrfach mit dem Kopf gegen das Eisengeländer. Hierbei erlitt er eine schwere Kopfverletzung und zahlreiche Prellungen am ganzen Körper", beschrieb die Polizei das Geschehen.


+++ 10.52 Uhr: Frankfurter Zeil ist meistbesuchte Einkaufsstraße +++

Die Frankfurter Zeil ist in diesem Jahr Deutschlands meistbesuchte Einkaufsstraße. Zwischen Hauptwache und Konstablerwache sind dort in Spitzenzeiten 14.875 Passanten pro Stunde unterwegs, wie eine Zählung des Immobilienberatungsunternehmens JLL ergab. Auf Platz zwei folgt die Kaufinger Straße in München, auf Platz drei die Filinger Straße in Düsseldorf. Die Frankfurter Zeil setzte sich demnach "deutlich" an die Tabellenspitze, nachdem sie im vergangenen Jahr noch auf Platz drei gelandet war. Der Vorjahressieger, die Kölner Schildergasse, errang dieses Jahr nur Platz vier. Einen "Rekord" stellte München mit gleich drei Straßen unter den ersten zehn meistbesuchten Einkaufsstraßen auf. 

+++ 10.11 Uhr: Bundesverfassungsgericht billigt Tarifeinheitsgesetz weitgehend +++

Das umstrittene Tarifeinheitsgesetz von Arbeitsministerin Andrea Nahles hat im Kern Bestand. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe wies die Klagen mehrerer Gewerkschaften weitgehend ab, machte aber Vorgaben für die genaue Anwendung des Gesetzes.
Das Tarifeinheitsgesetz von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) sieht vor, dass bei konkurrierenden Tarifverträgen in einem Betrieb künftig nur der Abschluss mit der mitgliederstärksten Gewerkschaft gilt. Die Bundesregierung will damit aufreibende Machtkämpfe verhindern. Die Gewerkschaften bangen um ihre Durchsetzungskraft und ihren Einfluss.

+++ 8.57 Uhr: Ehen in Deutschland halten länger - weniger Scheidungen +++ 

Die Ehen halten länger, und die Zahl der Scheidungen sinkt weiter. Dieser Trend hat sich in Deutschland auch 2016 fortgesetzt. Genau 162.397 Ehen wurden im vergangenen Jahr geschieden, fast 1000 oder 0,6 Prozent weniger als 2015, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Eine Ehe wurde im Schnitt nach 15 Jahren geschieden, 2015 war es noch ein Monat weniger.

1991 hatten die geschiedenen Ehen im Durchschnitt nur elf Jahre und neun Monate gehalten.

+++ 08:29 Uhr: Balkon stürzt mit Vater und Sohn sechs Meter in die Tiefe +++

In Nußloch in Baden-Württemberg sind ein Vater und sein Sohn mit einem abgebrochenen Balkon sechs Meter in die Tiefe gestürzt. Der Balkon im zweiten Stock löste sich von dem Haus und riss noch zwei Balkone mit, wie die Polizei Mannheim mitteilte.

Der abgebrochene Balkon vor dem Wohnhaus in Nußloch

Der abgebrochene Balkon vor dem Wohnhaus in Nußloch


Der 33-jährige Mann und sein zwei Jahre alter Sohn zogen sich aber nur leichte Verletzungen zu. Der Vater erlitt laut Polizei eine leichte Kopfverletzung, der Junge kam offensichtlich mit ein paar Kratzern davon. Sie wurden dennoch zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht. Die Ursache des Unglücks war zunächst unklar.

+++ 6.55 Uhr: 14.000 Menschen fliehen vor Waldbränden in Kanada +++ 

Wegen einer Reihe von Waldbränden an der Westküste Kanadas haben rund 14.000 Menschen ihre Häuser verlassen müssen. Es gebe mehr als 200 Feuer, berichtete der Sender CBC (Ortszeit) unter Berufung auf örtliche Behörden. Zahlreiche Häuser seien zerstört worden, Straßen unpassierbar. Die Provinz British Columbia hatte bereits am Wochenende den Notstand ausgerufen.

An der Westküste Kanadas wüten derzeit über 200 Feuer

An der Westküste Kanadas wüten derzeit über 200 Feuer


Mit Temperaturen bis zu 39 Grad Celsius sei es in der Region seit längerem zu heiß und zu trocken, hieß es. Den Behörden zufolge waren die Brände von Blitzen und auch von Menschen ausgelöst worden.

+++ 06:12 Uhr: EU will Libyer mit Geld locken +++

Die Europäische Union will libysche Küstenschutzkräfte künftig mit Geld in ihr wegen der Flüchtlingskrise gestartetes Ausbildungsprogramm locken. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur haben sich die beteiligten EU-Staaten nach langen Diskussion darauf geeinigt, in Zukunft während des Trainings Tagegelder zu zahlen.

So soll die Attraktivität des Angebots erhöht werden. In der nächsten Runde des Ausbildungsprogrammes sollen in Italien 255 und in Spanien 36 Führungskräfte für die libysche Küstenwache ausgebildet werden.
Die EU erhofft sich von dem Einsatz zum Wiederaufbau der Küstenwache mittelfristig einen deutlichen Rückgang der unkontrollierten Migration über das Mittelmeer nach Europa.

+++ 6.00 Uhr: Zahl der Toten nach Unwetter in Japan steigt auf 25 +++

Die Zahl der Todesopfer nach den sintflutartigen Regenfällen im Süden Japans ist auf 25 gestiegen. 25 weitere Menschen werden noch immer vermisst, wie Regierungssprecher Yoshihide Suga sagte. Der Einsatz der rund 12.000 Rettungskräfte wurde durch anhaltende Regenfälle erschwert. 

Auch für die kommenden Tage sagte die japanische Wetterbehörde für die Region weitere heftige Niederschläge voraus.

In Teilen von Kyushu, der südlichsten von vier Hauptinseln, war in der Nacht zum Donnerstag der bisher heftigste Regen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gefallen und hatte für Überschwemmungen und Erdrutsche gesorgt.

+++ 4.49 Uhr: Zahl der Flugunfälle sinkt laut Experten drastisch +++ 

Die Flugsicherheit in der Weltluftfahrt erreicht laut Experten ein neues Rekordniveau. Nach einer Analyse des Hamburger Flugunfallbüros JACDEC (Jet Airliner Crash Data Evaluation Centre) nahm die Zahl der tödlichen Unfälle im ersten Halbjahr 2017 drastisch ab. In ihrer Studie für das Luftfahrtmagazin "Aero International" (August) kommt das Büro auf insgesamt 16 Todesfälle seit Januar. Im ersten Halbjahr 2016 lag die Zahl der Unfalltoten in der weltweiten Luftfahrt noch bei 175. Nach einer ohnehin guten Sicherheitsbilanz 2016 sei das ein "sensationell niedriger Wert".

An Bord kommerzieller Linienflüge gab es keinen einzigen Toten: Sämtliche Opfer starben bei Fracht-, Demonstrations- oder regionalen Bedarfsflügen, so die Unfallforscher.  

+++ 04:42 Uhr: Mindestens fünf Tote bei Absturz von Militärflugzeug in Mississippi +++

Beim Absturz eines Militärflugzeugs im US-Bundesstaat sind Medienberichten zufolge mindestens fünf Menschen getötet worden. Das zur Luftbetankung eingesetzte Flugzeug vom Typ C-130 sei im Nordwesten des Bundesstaates zwischen den Verwaltungsbezirken Sunflower und Leflore abgestürzt, berichte die Zeitung "The Clarion-Ledger" unter Berufung auf Rettungskräfte. Die Feuerwehr habe an der Absturzstelle versucht, das brennende Wrack mit Schaum zu löschen.


+++ 04.33 Uhr: IS verliert letzte Hochburg im Irak +++

Gut drei Jahre nach der Einnahme von Mossul hat die Terrormiliz Islamischer Staat ihre letzte Hochburg im Irak wieder verloren. Nach monatelangen Kämpfen erklärte Regierungschef Haidar al-Abadi die Stadt offiziell für befreit.

US-Präsident Donald Trump gratulierte der irakischen Regierung zur Befreiung. Auch UN-Generalsekretär António Guterres begrüßte den Sieg der irakischen Armee. Menschenrechtler warnten, dennoch sei das Leiden der Zivilisten noch lange nicht beendet. Die Vereinten Nationen (UN) erklärten, noch immer seien rund 700 000 Menschen aus Mossul vertrieben und bräuchten Hilfe.


+++ 3.19 Uhr: US-Soldat soll IS die Treue geschworen haben +++

Das FBI hat im US-Bundesstaat Hawaii einen US-Soldaten festgenommen, der der Terrormiliz Islamischer Staat die Treue geschworen haben soll. Das teilte die Bundespolizei in Honolulu mit. Der 34-Jährige habe versucht, militärische Dokumente an den IS zu geben sowie den Terroristen Ausbildung anzubieten. Er muss sich wegen Terrorismusvorwürfen verantworten. Der Mann wurde demnach bereits am Samstag von einer Spezialeinheit des FBI festgenommen.



pg/DPA/AFP

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