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News am Wochenende "Andy, Du bist so 1 Pimmel" auf Großplakat im Hamburger Schanzenviertel

Pimmel-Andy-Plakat an der Roten Flora
Übermaltes Plakat an der Roten Flora im Hamburger Schanzenviertel
© Markus Scholz / DPA

Inhaltsverzeichnis

Die News des Wochenendes im stern-Ticker.

16.15 Uhr: Militärkoalition: Mehr als 260 Huthi-Rebellen binnen 72 Stunden im Jemen getötet

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition im Jemen hat in den vergangenen drei Tagen nach eigenen Angaben mehr als 260 Huthi-Rebellen getötet. In den vergangenen 72 Stunden seien bei Luftangriffen "36 Militärfahrzeuge zerstört" und "mehr als 264" Rebellenkämpfer bei Angriffen in der Nähe der strategisch wichtigen Stadt Marib getötet worden, erklärte die Militärallianz laut einem Bericht der staatlichen saudiarabischen Nachrichtenagentur SPA. Die ölreiche Provinzhauptstadt ist die letzte Hochburg der von Saudi-Arabien unterstützten Regierung im Norden des Landes.

16.07 Uhr: Sechstes Todesopfer nach Trierer Amokfahrt vom Dezember 2020

Fast ein Jahr nach der Amokfahrt in Trier gibt es ein sechstes Todesopfer. Ein damals schwer verletzter 77-Jähriger starb am vergangenen Freitag, wie die Stadtverwaltung am Sonntag in Abstimmung mit den Hinterbliebenen mitteilte. Er war der Ehemann einer unmittelbar bei der Amokfahrt am 1. Dezember 2020 getöteten 73-jährigen Frau. Der 77-Jährige war nach den Angaben lange in Kliniken und kehrte erst kürzlich aus einer Reha nach Hause zurück. "Wenige Tage nach dem Begräbnis seiner Gattin, das er noch miterleben konnte, erlitt er einen Rückfall und kam erneut ins Krankenhaus. Von den Folgen erholte er sich nicht mehr", hieß es weiter.

15.55 Uhr: Zwei Tote nach Kollision von Auto und Straßenbahn in Berlin

Beim Zusammenstoß mit einer Straßenbahn in Berlin-Lichtenberg ist der 46 Jahre alte Fahrer eines Mitfahrdiensts tödlich verunglückt, ein schwer verletzter Fahrgast ist später im Krankenhaus gestorben. Zwei weitere Mitfahrer erlitten schwere Verletzungen. Der Fahrer war mit den drei Fahrgästen auf der Landsberger Allee unterwegs, wie die Polizei mitteilte. Er soll laut Zeugen gegen 0.30 Uhr an einer für ihn rot zeigenden Ampel nach rechts abgebogen sein. Dort stieß der Wagen mit der entgegenkommenden Straßenbahn zusammen. Der Zug mit rund 30 Fahrgästen entgleiste. Der Autofahrer starb vor Ort an seinen Verletzungen. Ein 25-jähriger Mitfahrer aus seinem Wagen wurde schwer verletzt und musste reanimiert werden. Er starb nach Polizeiangaben wenig später im Krankenhaus. Auch die anderen beiden Fahrgäste, 23 und 31 Jahre alt, verletzten sich schwer.

15.37 Uhr: Vergessene Herdplatte soll Brand in Niederbayern mit vier Toten verursacht haben

Eine vergessene Herdplatte soll zu dem verheerenden Brand in Niederbayern mit vier Toten geführt haben. Die nicht ausgeschaltete Herdplatte komme derzeit als Brandursache für das Feuer in einem Mehrfamilienhaus in Reisbach in Betracht, teilte das Polizeipräsidium Niederbayern in Straubing mit. Es seien jedoch noch weitere Ermittlungen erforderlich. Die Polizei hat nach eigenen Angaben einen konkreten Tatverdacht gegen einen Bewohner des Hauses. Die Staatsanwaltschaft Landshut habe Haftbefehl gegen den Mann beantragt. Da keine Fluchtgefahr bestehe, sei dieser aber nicht erlassen worden. Bei dem Brand starben eine 78-jährige und eine 55-jährige Frau sowie eine 20-Jährige, die im siebten Monat schwanger war. Das Baby wurde per Notkaiserschnitt noch zur Welt gebracht, es überlebte aber ebenfalls nicht.

15.17 Uhr: Israelische Regierung kündigt Bau von 1355 neuen Siedler-Wohnungen an

Die israelische Regierung hat den Bau von mehr als 1300 neuen Siedler-Wohnungen im Westjordanland angekündigt. Es seien "Ausschreibungen für 1355 Wohneinheiten" veröffentlicht worden, teilte das Wohnungsbauministerium mit. Sie sollen in sieben bereits bestehenden Siedlungen gebaut werden. Die israelischen Siedlungen im besetzten Westjordanland sind völkerrechtlich illegal, oft kommt es zu Konflikten zwischen Siedlern und palästinensischen Einwohnern. Im Westjordanland leben etwa 2,8 Millionen Palästinenser sowie 475.000 israelische Siedler. Bereits im August hatten die Behörden die Genehmigung von 2000 Wohneinheiten in Siedlungen im Westjordanland genehmigt. Es wurde erwartet, dass das israelische Verteidigungsministerium in dieser Woche seine endgültige Zustimmung dafür erteilt.

14.32 Uhr: Verleger-Präsident Döpfner schreibt Verlagen und bedauert

Nach Kritik an Äußerungen in einer privaten SMS hat der Präsident des Zeitungsverlegerverbands BDZV, Mathias Döpfner, in einem Schreiben an die Verlage sein Bedauern ausgedrückt. Zugleich bat der Vorstandsvorsitzende des Axel-Springer-Konzerns um Unterstützung "bei den verbandlichen Aufgaben". In dem Schreiben schreibt Döpfner als Präsident des Bundesverbands Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) über den teils öffentlich geäußerten Unmut in Verlagen: "Ich nehme diese Kritik sehr ernst. Ich bin dankbar für die Offenheit, die mir eine Orientierung und bessere Einschätzung ermöglicht. Wenn der Ruf der Branche, des BDZV und insbesondere des Präsidentenamts in dieser Woche hierdurch Schaden genommen haben, bedauere ich dies persönlich zutiefst."

News am Wochenende : "Andy, Du bist so 1 Pimmel" auf Großplakat im Hamburger Schanzenviertel

14.30 Uhr: Äthiopische Luftwaffe fliegt erneut Angriffe in Konfliktregion Tigray

Die äthiopische Armee hat erneut Luftangriffe auf die Krisenregion Tigray im Norden des Landes geflogen. Ziel eines ersten Angriffs am Sonntag waren nach Angaben einer Regierungssprecherin ein Ausbildungszentrum und ein Kommandoposten der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) in Mai Tsebri im Westen der Region. Bei einem weiteren Angriff sei eine Einrichtung zur Herstellung "militärischer Ausrüstung" in der Stadt Adua zerstört worden. Es handelt sich bereits um den siebten und achten Luftangriff auf Tigray seit Beginn der Woche.

14.24 Uhr: Frauengemälde von Picasso für fast 35 Millionen Euro versteigert

Bei einer Auktion in Las Vegas ist ein Gemälde des Malers Pablo Picasso für 40,5 Millionen Dollar (34,8 Millionen Euro) versteigert worden. "Femme au béret rouge-orange" ("Frau mit rot-orangenem Barett") aus dem Jahr 1938 zeigt seine zeitweilige Geliebte Marie-Thérèse Walter, mit der er eine Tochter hatte und die er Dutzende Male malte. Bei der Auktion des Casino-Betreibers MGM Resorts standen insgesamt elf Gemälde, Papierzeichnungen und Keramikarbeiten des 1973 verstorbenen Malers zum Verkauf. Sie erzielten laut Auktionshaus Sotheby's zusammen 109 Millionen Dollar.

14.21 Uhr: Fast 300 Migranten aus Seenot gerettet - Neuer Hotspot in Süditalien

Die Organisation Ärzte ohne Grenzen hat in mehreren Einsätzen knapp 300 Menschen im zentralen Mittelmeer aus Seenot gerettet - während sich in Süditalien ein neuer Ankunfts-Hotspot anbahnt. Unter den Geretteten befänden sich viele Frauen und Kinder, teilte die Hilfsorganisation mit. Die Menschen seien in Schlauch- und Holzbooten unterwegs gewesen. Am Samstag brachen außerdem die Regensburger Seenotretter Sea-Eye mit der "Sea-Eye 4" zu einem weiteren Einsatz ins Mittelmeer auf. Viele Migranten legen meist von den Küsten Nordafrikas ab, ihr Ziel ist oft Italien. Dort bahnt sich laut Medienberichten an der Küste Kalabriens im äußersten Süden des Landes ein neuer Hotspot an.

13.08 Uhr: Großplakat im Hamburger Schanzenviertel - "Andy, Du bist so 1 Pimmel"

Die Auseinandersetzung in der "Pimmelgate"-Affäre um Hamburgs Innensenator Andy Grote geht in die nächste Runde: Nachdem zuletzt mehrere Aufkleber mit dem Slogan "Andy, Du bist so 1 Pimmel" unweit der Wohnung des SPD-Politikers im Stadtteil St. Pauli von der Polizei entfernt worden waren, prangte am Samstag ein meterhohes Plakat mit derselben Aufschrift an der Außenwand der Roten Flora - allerdings nicht lange. Bereits am Sonntagmorgen übermalte die Polizei den mutmaßlich von Aktivisten des linksautonomen Kulturzentrums im Schanzenviertel angefertigten Text mit schwarzer Farbe, wie ein Polizeisprecher bestätigte. Überschrieben war das Plakat mit "Soko Wand und Farbe". Auslöser des Zwists war Tweet mit dem Wortlaut "Du bist so 1 Pimmel", auf Grund dessen die Wohnung des mutmaßlichen Verfasser durchsuchen ließ.

12.55 Uhr: Mann in Italien will lieber ins Gefängnis als bei Ehefrau zu leben

Weil er das Zusammenleben mit seiner Ehefrau unter Hausarrest nicht mehr aushielt, hat ein Mann in Italien die Polizei gebeten, ihn stattdessen ins Gefängnis zu stecken. Der 30-jährige albanische Staatsbürger, der in der römischen Vorstadt Guidonia Montecelio lebt, "war nicht mehr in der Lage, mit dem erzwungenen Zusammenleben mit seiner Frau zurechtzukommen", teilte die italienische Polizeibehörde Carabinieri mit. Der 30-Jährige war wegen Drogendelikten unter Hausarrest gestellt worden. Er hatte erst wenige Monate der mehrjährigen Strafe abgesessen.

12.54 Uhr: 23-Jähriger stirbt durch Stromschlag auf Güterwagen

Durch einen Stromschlag von einer Oberleitung an einem Bahnhof in Baden-Württemberg ist ein 23-Jähriger gestorben. Wie die Polizei mitteilte, kletterten zwei Männer auf einen abgestellten Güterwagen in Bad Friedrichshall. Dabei sollen sie den Oberleitungen sehr nah gekommen sein und beide einen Stromschlag erlitten habe. Der 23-Jährige wurde so schwer verletzt, dass er noch am Unfallort starb. Sein 22 Jahre alter Begleiter kam mit Verletzungen ins Krankenhaus und befand sich zunächst außer Lebensgefahr. Die Bundespolizei hat Ermittlungen aufgenommen. Bahn-Oberleitungen haben eine Spannung von 15.000 Volt. Das entspricht etwa dem 65-fachen einer Haushaltssteckdose.

12.00 Uhr: Koch der Queen: Prinz Harry mochte einfaches Essen

Der gebürtige Hesse Stefan Pappert kocht für die Queen und ist Chefkoch im Wembley-Stadion - und kennt so die Essgewohnheiten der britischen Royals. "Prinz Harry zum Beispiel war schon immer anders. Er mochte einfaches Essen", sagte Pappert in einem Interview mit dem privaten Radiosender Hit Radio FFH in Bad Vilbel. Auch an den verstorbenen Prinz Philip erinnert sich Pappert gerne: "Er kam öfter zu uns und wollte wissen, was es für die Angestellten gab - und hat sich manchmal für das Personalessen entschieden." Er habe den schönsten Arbeitsplatz der Welt, fasste der aus dem nordhessischen Niederkalbach stammende Koch zusammen.

11.39 Uhr: Fahnder in Kolumbien nehmen meistgesuchten Drogenboss des Landes fest

In Kolumbien ist der Regierung ein bedeutender Schlag gegen die Drogenkriminalität gelungen: Bei einem Großeinsatz im Nordwesten nahmen Sicherheitskräfte den meistgesuchten Drogenboss des Landes fest. Der Anführer des Golf-Clans, Dairo Antonio Úsuga alias Otoniel, sei in einem Waldgebiet nahe der Grenze zu Panama gefasst worden, teilte die Regierung mit. Präsident Iván Duque verglich die Festnahme des 50-Jährigen mit dem Fall des Drogenbarons Pablo Escobar. An der Fahndungsaktion in Necoclí waren rund 500 Beamte beteiligt. Unterstützung erhielten sie von 22 Hubschraubern. Ein Polizist wurde bei dem Einsatz getötet.

10.39 Uhr: Österreich kündigt möglichen Lockdown nur für Ungeimpfte an

Die österreichische Regierung hat eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen für Ungeimpfte beschlossen. Sollten mehr als 600 Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt sein, werden künftig Ausgangsbeschränkungen für Menschen ohne Impfschutz eingeführt, wie die Regierung nach Angaben der Nachrichtenagentur APA mitteilte. Sie dürften dann ihre Wohnungen nur noch in Ausnahmefällen verlassen.

"Wir sind drauf und dran in eine Pandemie der Ungeimpften zu stolpern", sagte Bundeskanzler Alexander Schallenberg laut APA. Dies müsse verhindert werden. Einen neuen Lockdown für Geimpfte und Genesene schloss der Kanzler hingegen aus.

Vierjährige lernt Einradfahren im Lockdown.

9.14 Uhr: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 106,3

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland hat erstmals seit Mitte Mai den Wert von 100 überschritten. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit exakt 106,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei exakt 100 gelegen, vor einer Woche bei 72,7. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 13.732 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.26 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 8682 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 23 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 17 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4 466 157 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

9 Uhr: Seehofer: Schutz an Grenze zu Polen falls notwendig weiter verstärken

Angesichts der Migration über die Belarus-Route hat Bundesinnenminister Horst Seehofer in Aussicht gestellt, "falls notwendig" weitere Beamte der Bundespolizei im Grenzgebiet zu Polen einzusetzen. "An der deutsch-polnischen Grenze haben wir schon jetzt den Grenzschutz mit acht Hundertschaften Bundespolizei verstärkt", sagte der CSU-Politiker der "Bild am Sonntag". "Falls notwendig, bin ich bereit, dort noch weiter zu verstärken. Wir werden den Grenzraum und die grüne Grenze zu Polen engmaschig kontrollieren."

9 Uhr: Gedächtnisprobleme nach Covid vermehrt bei Klinikpatienten

Kognitive Langzeitfolgen nach einer Covid-19-Erkrankung scheinen einer neuen Studie zufolge vermehrt nach schwereren Verläufen der Krankheit aufzutreten. Eine im Fachblatt "Jama" veröffentlichte Untersuchung in den USA zeigt, dass ehemalige Patienten mit einem Corona-Klinikaufenthalt in einigen Bereichen um ein Vielfaches häufiger betroffen waren als Menschen, die ambulant behandelt wurden.

Besonders starke Unterschiede gab es bei Wortfindungsstörungen: Diese traten bei 13 Prozent der ambulanten Patienten, aber bei 35 Prozent der im Krankenhaus Behandelten auf. Bei Aufmerksamkeitsproblemen waren es 5 und 15 Prozent. Das Erinnerungsvermögen war bei 12 Prozent der ambulanten und 39 Prozent der Patienten mit Klinikaufenthalt beeinträchtigt.

6.43 Uhr: Mit Chemikalien beladenes Containerschiff vor kanadischer Küste in Brand geraten

Vor der kanadischen Pazifikküste ist ein mit Chemikalien beladenes Containerschiff in Brand geraten. Aus dem Schiff treten giftige Gase aus, teilte die Küstenwache mit. Der Frachter "Zim Kingston" liege südlich von Vancouver Island vor Anker. Um das Schiff sei eine Sicherheitszone eingerichtet worden. 

Die Flammen an Bord erfassten unter anderem zwei mit insgesamt 52 Tonnen Chemikalien beladene Container, wie der Sender CBC News unter Berufung auf die Küstenwache berichtete. Mindestens zehn Besatzungsmitglieder wurden laut Medienberichten nach Ausbruch des Feuers in Sicherheit gebracht. Die Brandursache blieb zunächst unklar.

Die Nachrichten von Samstag, den 23. Oktober 2021

20.22 Uhr: Irans geistliches Oberhaupt Chamenei begnadigt mehr als 3400 Häftlinge

Im Iran hat das geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei mehr als 3400 Gefangene begnadigt oder ihre Strafe abgemildert. Chamenei habe "Begnadigungen und Strafmilderungen für 3458 Personen genehmigt", hieß es in einer Erklärung auf seiner Website. Die Maßnahme, die auf Vorschlag des Oberhaupts der Justiz ergriffen wurde, fällt mit dem Geburtstag des Propheten Mohammed sowie des wichtigen Imams Sadegh zusammen. Der Iran begeht den Geburtstag beider Persönlichkeiten am Sonntag. Irans geistliches Oberhaupt gewährt an wichtigen religiösen Feiertagen routinemäßig Begnadigungen. Ende Juli begnadigte Chamenei mehr als 2800 Häftlinge oder milderte ihre Strafen ab. 

19.38 Uhr: Polizistin bei Kontrolle vor Fußballspiel auf Schalke verletzt

Bei einer Kontrolle vor dem Zweitliga-Spiel des FC Schalke 04 gegen SG Dynamo Dresden in Gelsenkirchen ist eine Polizistin verletzt worden. Eine unbekannte Person habe sich mit dem Auto durch Flucht der Kontrolle entzogen und dabei die Polizistin angefahren, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizistin sei leicht verletzt worden. Sie war zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht worden. Ob es sich bei dem Unbekannten um einen Dresdener Fußball-Fan handele, wie Medien berichtet hatten, konnte die Polizei in Gelsenkirchen nicht sagen. Das sei Gegenstand der Ermittlungen.

19.38 Uhr: Wanderer stürzt 40 Meter in die Tiefe und stirbt

Ein 69 Jahre alter Mann ist bei Windeck im Rhein-Sieg-Kreis einen 40 Meter langen Hang heruntergestürzt und gestorben. Der Wanderer, ein niederländischer Staatsbürger, war gemeinsam mit seiner Ehefrau spazieren, als er aus noch unbekannten Gründen den Abhang hinabstürzte, wie die Feuerwehr berichtete. Die Ehefrau erlitt einen Schock und musste psychologisch betreut werden. Die Polizei hat die Ermittlungen zum Unfallhergang übernommen.

18.01 Uhr: Russland droht Ex-Sowjetrepublik Moldau mit Zudrehen des Gashahns

Der russische Energiekonzern Gazprom droht der Ex-Sowjetrepublik Moldau wegen nicht bezahlter Rechnungen mit einem Zudrehen des Gashahns. Laut Gazprom seien Schulden in Höhe von umgerechnet 372 Millionen Euro aufgelaufen. Die Regierung in dem völlig verarmten Nachbarland von EU-Mitglied Rumänien hat wegen eines Gas-Defizits den Notstand ausgerufen. Nach Darstellung des Gazprom-Sprechers erhält Moldau vom 1. Dezember an kein Gas mehr aus Russland, sollte bis dahin der im September ausgelaufene Vertrag nicht verlängert werden.

16.36 Uhr: E-Bike-Akku setzt Auto, Garage und Haus in Brand

Ein brennender E-Bike-Akku hat in Niederstetten im Main-Tauber-Kreis eine kostspielige Kettenreaktion ausgelöst. Nach Polizeiangaben fing der Akku in einer Garage Feuer, das auf ein ebenfalls dort abgestelltes Auto übergriff. Die Flammen setzten schließlich auch einen Teil eines direkt angebauten Einfamilienhauses in Brand. Der Schaden soll mindestens 500.000 Euro betragen, weil das Haus wegen der Löscharbeiten für unbewohnbar erklärt worden ist. Warum der Akku brannte, ist bislang nicht geklärt.

14.25 Uhr: Drei Frauen und ein Baby sterben bei Brand eines Mehrfamilienhauses

Drei Frauen und ein frühgeborenes Baby sind bei einem Brand im niederbayerischen Landkreis Dingolfing-Landau ums Leben gekommen. Nach ersten Erkenntnissen seien weitere 19 Menschen verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher. Vier der Verletzten mussten in umliegende Klinken gebracht werden. Für die 78, 55 und 20 Jahre alten Frauen und das Baby kam jede Hilfe zu spät. Wie es zu dem Brand in dem Mehrfamilienhaus in der Ortsmitte von Reisbach kam, war noch völlig unklar.

News am Wochenende : "Andy, Du bist so 1 Pimmel" auf Großplakat im Hamburger Schanzenviertel

13.43 Uhr: Vermisstes Känguru ist einfach wieder da

Ein seit Mittwoch vermisstes Känguru im Landkreis Karlsruhe ist wieder auf seinem Heimatbauernhof in Waghäusel aufgetaucht. Wie die Polizei mitteilte, fanden es seine Besitzer am Vormittag wohlbehalten in seinem Gehege. Das 1,30 Meter große Beuteltier lebt seit über zehn Jahren auf dem Hof und soll bisher nach Angaben des Besitzers keine Versuche unternommen haben, auszubüxen. Wo es sich in den vergangenen Tagen aufhielt und wie es zurück in das Gehege kam, ist laut Polizei unklar.

13.41 Uhr: Autofahrerin bringt Roller zu Fall und flieht wegen "Friseurtermins"

Eine Autofahrerin hat in Regensburg eine Rollerfahrerin beim Einparken übersehen und beinahe überfahren. Wie die Polizei mitteilte, fuhr die 31-Jährige nach dem Vorfall rasch weg, weil sie nach eigenen Angaben zum Friseur musste. Eine Rollerfahrerin kam ohne Berührung mit dem Wagen zu Fall und verletzte sich. Durch das Kennzeichen konnte die Frau schnell ermittelt werden. Sie erwartet nun Anzeigen wegen Unfallflucht und unterlassener Hilfeleistung.

13.31 Uhr: Russland meldet neuen Höchststand bei Corona-Toten und Neuansteckungen

Russland hat erneut einen Höchststand bei der Zahl der täglichen Corona-Toten verzeichnet. Nach Angaben der Regierung starben innerhalb von 24 Stunden 1075 Menschen an den Folgen der Virus-Erkrankung. Auch bei den Corona-Neuinfektionen registrierte das Land einen neuen Höchststand: Am Samstag wurden 37.678 Ansteckungen gemeldet. 

13.28 Uhr: Feuer in Patientenzimmer der Uniklinik Gießen

Auf der chirurgischen Station der Uniklinik Gießen ist in der Nacht zum Samstag ein Feuer ausgebrochen. 15 Menschen wurden wegen Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung vorsorglich intensivmedizinisch behandelt, darunter Patienten, Personal und ein Feuerwehrmann. Ein Sprecher der Uniklinik teilte mit, es gehe ihnen den Umständen entsprechend gut. Der Schaden wurde auf etwa eine Million Euro geschätzt. Das Klinikum sei infolge des Brandes kurzzeitig von der Notfallversorgung abgemeldet gewesen, sei aber seit dem frühen Morgen wieder vollständig aufnahmebereit für Notfälle.

11.22 Uhr: Britische Regierung schließt erneuten Corona-Lockdown aus

Trotz rapide steigender Corona-Zahlen hat die britische Regierung einen erneuten Lockdown zur Eindämmung der Pandemie ausgeschlossen. "Dank der Impfstoffe sind wir in einer ganz anderen Situation als vor einem Jahr", sagte der britische Finanzminister Rishi Sunak in einem Interview mit der "Times" (Samstag). Es gebe zwar eine Reihe möglicher Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus im Winter, "aber zu diesen Optionen gehören keine Lockdowns oder andere signifikante Einschränkungen der Wirtschaft".

8.38 Uhr: Corona-Inzidenz erstmals seit Mai wieder dreistellig

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland hat erstmals seit Mitte Mai den Wert von 100 erreicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit exakt 100,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 95,1 gelegen, vor einer Woche bei 70,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 15.145 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.31 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 10.949 Ansteckungen gelegen.

8.49 Uhr: 1,5 Millionen Corona-Impfungen vermutlich nicht gemeldet

Der Verband deutscher Betriebs- und Werksärzte geht davon aus, dass rund 1,5 Millionen Corona-Impfungen in Deutschland vorerst nicht gemeldet wurden. Die meisten Impfungen seien über das kassenärztliche System eingegangen – wie viele nicht gemeldet wurden, sei aber unklar, sagte Verbandsvizepräsidentin Anette Wahl-Wachendorf dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Samstagsausgaben). Wie das RND unter Berufung auf eine Schätzung des Betriebsärzteverbandes berichtete, könnte sich die Zahl auf 1,5 Millionen belaufen.

8.37 Uhr: Weiterer Verdächtiger im Mordfall an Haitis Präsident Moïse festgenommen

In Jamaika ist ein weiterer Verdächtiger im Fall des vor wenigen Monaten ermordeten haitianischen Präsidenten Jovenel Moïse festgenommen worden. Bei dem Mann handle es sich um einen ehemaligen kolumbianischen Militäroffizier, teilten die kolumbianischen Behörden mit. Die Justiz in Haiti wirft ihm vor, einer von rund 20 ausländischen Soldaten zu sein, die an der Ermordung Moïses in dessen Haus in Port-au-Prince beteiligt gewesen sein sollen.

7.48 Uhr: Drei Frauen und ein Baby sterben bei Brand eines Mehrfamilienhauses

Drei Frauen und ein frühgeborenes Baby sind bei einem Brand im niederbayerischen Landkreis Dingolfing-Landau ums Leben gekommen. Nach ersten Erkenntnissen seien weitere 23 Menschen verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher vor Ort. Drei der Verletzten mussten in umliegende Klinken gebracht werden. Für die 78, 55 und 20 Jahre alten Frauen und das Baby kam jede Hilfe zu spät.  

Wie es zu dem Brand in dem Mehrfamilienhaus in der Ortsmitte von Reisbach kam, war am Samstagmorgen noch völlig unklar. Das Feuer breitete sich in der Nacht in dem Haus aus. Ein Großaufgebot von Feuerwehr, Rettungskräften und der Polizei war vor Ort. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz. Die Kriminalpolizei Landshut hat die Ermittlungen vor Ort übernommen. Laut Angaben der Beamten sind 27 Bewohner in dem Haus gemeldet. 

5.09 Uhr: Todesschuss bei Dreh mit Alec Baldwin: Polizei durchsucht Filmset

Der tödliche Schuss aus der Requisitenwaffe des Schauspielers Alec Baldwin auf eine Kamerafrau am Set eines Western-Films gibt weiter Rätsel auf. Zu den genauen Umständen des Vorfalls im US-Bundesstaat New Mexico und dem fatalen Projektil gebe es noch immer offene Fragen, teilte die Polizei am Freitagabend (Ortszeit) der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Ermittler hätten den Drehort durchsucht.

Die "New York Times" zitierte aus einem Polizeibericht, dass ein Regieassistent auf dem Set des Westerns "Rust" eine sogenannte Prop-Waffe mit dem Hinweis an Baldwin übergeben habe, sie enthalte keine scharfe Munition. Doch als der Schauspieler die Waffe am Donnerstag abfeuerte, kam es zur Tragödie: Die 42-jährige Kamerafrau Halyna Hutchins erlitt tödliche Verletzungen, Regisseur Joel Souza (48) wurde ebenfalls getroffen und mit einer Schulterverletzung ins Krankenhaus gebracht. Er konnte aber später entlassen werden, wie US-Medien berichteten.

ivi DPA AFP

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