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News vom Wochenende Schüsse in Minneapolis - ein Toter, elf Verletzte

Bei einer Schießerei in Minneapolis ist ein Mann getötet worden, elf Menschen wurden verletzt.
Bei einer Schießerei in Minneapolis ist ein Mann getötet worden, elf Menschen wurden verletzt.
© MattGush / Getty Images
Messerangriff in London +++ Clemens Tönnies muss in Qurantäne +++ Kanadische Ärzte und Pfleger in der Kritik +++ Mehr Beschwerden über Airlines +++ Krabben nach Unfall gerettet +++ Die Nachrichten vom Wochenende im stern-Ticker.

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick: 

  • Schüsse in Minneapolis: Ein Toter, elf Verletzte (11.37 Uhr)
  • Messerstecherei in Reading kein Terroranschlag (3.03 Uhr)
  • Kurt Cobains Gitarre fpr 5,4 Millionen Euro versteigert (2.57 Uhr)
  • Gericht lehnt Klage der Trump-Regierung gegen Bolton-Buch ab (17 Uhr)
  • Clemens Tönnies muss in Quarantäne (11.07 Uhr)
  • Rassistisches Wettspiel in Klinik in Kanada sorgt für Empörung (9.27 Uhr)
  • Demonstranten stürzen Statue (7.23 Uhr)
  • Mehr Beschwerden über Airlines und die Bahn (7.08 Uhr)

Die Nachrichten vom Wochenende im stern-Ticker:

+++ 11.39 Uhr: Schüsse in Minneapolis: Ein Toter, elf Verletzte +++

Bei Schüssen in der US-Großstadt Minneapolis ist ein Mann getötet worden. Elf weitere Menschen wurden bei dem Vorfall verletzt, wie die Polizei am Sonntag im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte. Die Hintergründe des Vorfalls waren zunächst unklar.     Zum Alter des Todesopfers machte die Polizei keine Angaben. Auch zu möglichen Festnahmen äußerte sie sich nicht.      Minneapolis war Ende Mai weltweit in die Schlagzeilen geraten, als dort der unbewaffnete Afroamerikaner George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz getötet wurde. Seither gibt es in den USA landesweit Massenproteste gegen Rassismus und Polizeigewalt. Ob eine Verbindung zwischen den Schüssen vom Sonntag und den Protesten besteht, war zunächst unklar.

+++ 3.03 Uhr: Messerstecherei nahe London: Kein Terroranschlag +++

Bei einer Messerstecherei in der britischen Stadt Reading sind nach Polizeiangaben drei Menschen ums Leben gekommen. Drei weitere Personen wurden schwer verletzt. Entgegen ersten Berichten britischer Medien werde der Fall nicht als Terrorakt eingestuft, teilte die Polizei am frühen Sonntagmorgen mit. Ein 25-jähriger Tatverdächtiger sei festgenommen worden. Weitere Tatverdächtige gebe es nicht. 

"Dies wird gegenwärtig nicht als terroristischer Zwischenfall eingestuft, aber wir bleiben hinsichtlich des Tatmotivs aufgeschlossen", sagte der regionale Polizeichef Ian Hunter am Sonntagmorgen. Die Ermittler würden bei ihrer Arbeit dennoch durch Kollegen aus der Antiterror-Abteilung unterstützt.

Der Täter war am Abend gegen 20 Uhr MESZ in Forbury Gardens auf die dort anwesenden Menschen losgegangen und hatte wahllos auf seine Opfer eingestochen. "Der Park war ziemlich voll, viele Leute saßen dort herum und tranken mit Freunden, als eine einzelne Person durchging und einige unverständliche Worte schrie", zitierte die Agentur PA einen Augenzeugen. Der Mann sei auf eine Gruppe von etwa zehn Personen zugegangen und habe drei von ihnen in den Hals und Oberkörper gestochen. Dann sei er zu einer anderen Gruppe gerannt und habe auch dort Menschen angegriffen

+++ 2.57 Uhr: Kurt Cobains Gitarre versteigert +++

Für einen Rekordpreis von sechs Millionen Dollar ist die Gitarre von Nirvana-Sänger Kurt Cobain vom legendären MTV-"Unplugged"-Konzert 1993 versteigert worden. Der Gründer des Mikrofon-Herstellers Rode, Peter Freedman, erstand die halb-akustische Gitarre vom Modell Martin D-18E für 6,01 Millionen Dollar (5,4 Millionen Euro), wie das Auktionshaus Julien's Auctions am Samstag mitteilte.  Damit wurden dem Auktionshaus zufolge fünf Rekorde gebrochen, unter anderem der für die teuerste Gitarre der Welt und der für das teuerste Erinnerungsstück der Welt. Der Startpreis hatte bei einer Million Dollar gelegen. Freedman, der an der Auktion in Beverly Hills persönlich teilgenommen hatte, will die 1959 gebaute Gitarre nun bei einer weltweiten Ausstellungstour der Öffentlichkeit präsentieren. Die Aufnahme von Nirvanas "Unplugged"-Konzert im November 1993 gilt als eines der besten Live-Alben aller Zeiten. Nur fünf Monate nach dem Auftritt nahm sich Cobain im Alter von 27 Jahren das Leben. Nirvana gelten als die Erfinder des Grunge und beeinflussten mit ihrer Musik eine ganze Generation.    

Die bislang teuerste Gitarre der Welt war die "Black Strat" von Pink-Floyd-Gitarrist David Gilmour. Sie war im Juni 2019 für knapp vier Millionen Dollar für einen guten Zweck versteigert worden. Bei der Julien's-Auktion mit dem Titel "Music Icons" (Musik-Ikonen) wurden mehr als 800 Erinnerungsstücke versteigert. Die kürzlich wiederentdeckte "Blue Angel"-Gitarre der verstorbenen Pop-Legende Prince wurde für 563.000 Dollar verkauft.

Sehen Sie im Video: England – Mann sticht in Park plötzlich um sich und tötet drei Menschen. Im englischen Reading hat ein Mann in einem Park um sich gestochen und dabei mindestens drei Menschen getötet. Das teilte die Polizei mit. Am Samstagabend stürmten die Behörden in ein Wohnhaus und nahm einen 25-jährigen Mann fest. Nach weiteren Verdächtigen werde nicht mehr gesucht. Der Vorfall werde zunächst nicht als terroristischer Anschlag behandelt. Der Mann randalierte nach Zeugenaussagen gegen 18 Uhr herum und stach wahllos auf Menschen ein, die sich an dem sonnigen Sommerabend in dem Park aufhielten. Drei weitere Personen haben der Polizei zufolge ernsthafte Verletzungen erlitten und werden noch im Krankenhaus behandelt.
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+++ 19.50 Uhr: Staatsanwalt verweigert von Trump-Regierung angekündigten Rücktritt +++

Der prominente New Yorker Staatsanwalt Geoffrey Berman verweigert seinen von der Regierung von US-Präsident Donald Trump angekündigten Rücktritt. In einer Erklärung widersprach Berman Justizminister William Barr, der am späten Freitagabend (Ortszeit) den Rücktritt des Anklägers mitgeteilt hatte. Berman hatte auch gegen Mitarbeiter Trumps ermittelt. "Ich bin nicht zurückgetreten und ich habe keine Absicht, von meiner Stelle zurückzutreten, für die ich von den Richtern des Bezirksgerichts der Vereinigten Staaten für den Südbezirk von New York berufen wurde", schrieb Berman in einer auf Twitter verbreiteten Erklärung.

+++ 18.07 Uhr: Quarantäne in Göttingen: Bewohner bewerfen und verletzen Polizisten +++

Bewohner des in Göttingen unter Quarantäne stehenden Gebäudekomplexes haben Polizisten mit Gegenständen beworfen und mehrere von ihnen verletzt. Nach ersten Erkenntnissen war der Missmut über die Quarantänemaßnahmen wegen des Coronavirus bei den Bewohnern am Samstagnachmittag angestiegen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Mehrere Bewohner hatten demnach versucht, die Zäune, die die Stadt aufgestellt hatte, zu überwinden. Zudem sei die zur Amtshilfe eingesetzte Polizei aus dem Gebäude heraus mit Gegenständen beworfen worden. Dabei wurden Polizeiangaben zufolge mehrere Beamte verletzt, wie viele war zunächst unklar.

Die Stadt Göttingen hatte am Samstag mit den Nachtestungen der Bewohner begonnen. Wie ein Sprecher der Stadt sagte, sollten am Nachmittag diejenigen erneut auf eine Corona-Infektion untersucht werden, die bei der ersten großen Testaktion ein negatives Ergebnis hatten. Zuvor hatte die Stadt die rund 700 Menschen unter Quarantäne gestellt. Seit Donnerstag wurden bei knapp 120 Menschen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus festgestellt. In der Wohnanlage leben nach Angaben der Stadt mehr als 200 Kinder und Jugendliche in prekären Wohnverhältnissen.

+++ 17 Uhr: Gericht lehnt Klage der Trump-Regierung gegen Bolton-Buch ab +++

Der frühere Nationale Sicherheitsberater der USA, John Bolton, kann sein Buch mit explosiven Vorwürfen gegen US-Präsident Donald Trump wie geplant an diesem Dienstag veröffentlichen. Ein Bundesgericht in Washington lehnte einen Antrag auf eine einstweilige Verfügung ab, mit der die Trump-Regierung die Veröffentlichung verhindern wollte. Die Trump-Regierung habe nicht nachgewiesen, dass eine solche Verfügung notwendig sei, um "irreparablen Schaden" zu verhindern. 

Das knapp 600 Seiten lange Buch mit dem Titel "The Room Where It Happened" (etwa: Der Raum, in dem es geschah) soll an diesem Dienstag erscheinen. In vorab bekannt gewordenen Passagen beschreibt Bolton Trump darin als einen Politiker, der seine eigenen Interessen über die des Landes stellt. Unter anderem soll der US-Präsident demnach den chinesischen Präsidenten Xi Jinping um Hilfe für seine Wiederwahl im November gebeten haben. Trump nannte das Buch eine "Zusammenstellung von Lügen und erfundenen Geschichten". 

+++ 14.12 Uhr: Partei MLPD errichtet Lenin-Statue in Gelsenkirchen +++

Vor der Zentrale der linksextremistischen Partei MLPD in Gelsenkirchen ist eine Statue des russischen Revolutionsführers Wladimir Iljitsch Lenin (1870-1924) errichtet worden. Die mit einem roten Tuch verhüllte Statue aus dem Jahr 1957 wurde am Ende eines Festakts enthüllt. An zwei Gegendemonstrationen nahmen mehr als 50 Menschen teil. Unter den Gegendemonstranten seien auch Angehörige rechter Gruppierungen gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Die Statue wurde 1957 in der Tschechoslowakei gegossen. Sie ist über zwei Meter groß und steht zur Straße hin auf einem Gelände, das der vom Verfassungsschutz beobachteten Partei gehört.

+++ 11.07 Uhr: Clemens Tönnies muss in Quarantäne +++

Clemens Tönnies, Aufsichtsratschef des FC Schalke 04, verpasst das letzte Saison-Heimspiel seines Clubs. Nachdem sich Hunderte von Mitarbeitern seines großen Schlachtbetriebs in Rheda-Wiedenbrück mit dem Coronavirus infizierten, schickten die Behörden am Freitagabend auch die Führungsspitze der Tönnies-Werke in eine sogenannte Arbeitsquarantäne. Das heißt, der 64 Jahre alte Unternehmensboss Tönnies darf sich vorerst nur zwischen seinem Wohnhaus und seiner Firma bewegen. Ein Besuch in der Veltins-Arena, wo Schalke am Samstag um 15.30 Uhr den VfL Wolfsburg empfängt, ist Tönnies somit untersagt.

+++ 9.17 Uhr: Rassistisches Wettspiel in Klinik in Kanada sorgt für Empörung +++

Mit einem makaberen Wettspiel haben Ärzte und Pflegekräfte eines Krankenhauses in Kanada für Empörung gesorgt: Sie sollen bei ankommenden indigenen Patienten den Alkoholwert geschätzt und darauf Wetten abgeschlossen haben, wie das Gesundheitsministerium der Provinz British Columbia im Westen des Landes am Freitag (Ortszeit) mitteilte. "Wenn das wahr ist, dann ist es nicht tolerierbar, inakzeptabel und rassistisch", erklärte Gesundheitsminister Adrian Dix. Es sei eine Untersuchung eingeleitet worden.       Den Vorwürfen zufolge sollen die Wetten in der Notaufnahme des Krankenhauses gelaufen sein. Die Wette sei bei Patienten geschlossen worden, bei denen Ärzte und Pflegende bei der Ankunft annahmen, dass diese indigene Wurzeln haben. Gewonnen habe, wer mit seiner Schätzung am nächsten an dem später ermittelten möglichen Blut-Alkoholwert gelegen habe.      Für Empörung sorgten die Vorfälle unter anderem bei der Interessenvertretung der indigenen Völker. Menschen mit indigenen Wurzeln seien "viel zu oft Opfer von Vorurteilen", erklärte sie. Es gebe immer wieder Berichte, dass Krankenhäuser die Behandlung von ernsthaft erkrankten Indigenen verweigerten, weil diese angeblich "nur" betrunken seien.

+++ 7.23 Uhr: Demonstranten stürzen einzige Statue eines Konföderierten-Generals in Washington +++

Demonstranten haben in Washington die einzige in der US-Hauptstadt stehende Statue eines Konföderierten-Generals gestürzt und in Brand gesetzt. Auf Fernsehbildern war am späten Freitagabend zu sehen, wie die Statue von Albert Pike mit Seilen von seinem Sockel gerissen und angezündet wird. Dazu skandierten dutzende Menschen den Slogan der Anti-Rassismus-Bewegung "Black lives matter".     US-Präsident Donald Trump verurteilte den Sturz der Statue und griff zugleich die Washingtoner Polizei an. "Die Polizei kommt ihrer Aufgabe nicht nach. Sie sieht zu, wie eine Statue gestürzt und abgefackelt wird", schrieb er im Internetdienst Twitter. Die Demonstranten sollten "sofort festgenommen" werden. "Eine Schande für unser Land."     Die Aktion ereignete sich am Rande von Protestmärschen im ganzen Land zur Erinnerung an das Ende der Sklaverei vor 155 Jahren. Diese fanden inmitten der anhaltenden Proteste gegen Rassismus statt.     Die Diskussion um das Erbe der Sklaverei hat durch die Anti-Rassismus-Proteste an Brisanz gewonnen. Im Zuge dieser Proteste waren in den vergangenen Tagen in verschiedenen Städten bereits mehrere Statuen von Führungsfiguren der Südstaaten umgestürzt worden.

+++ 7.08 Uhr: Mehr Beschwerden über Airlines und die Bahn +++

Wegen Corona-bedingter Reisestornierungen sind einem Medienbericht zufolge bei der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP) deutlich mehr Beschwerden über Fluggesellschaften und die Deutsche Bahn eingegangen. Bis Anfang Juni registrierte die Schlichtungsstelle etwa 10.000 Beschwerden, wie aus einer vorläufigen Statistik der Institution hervorgeht, die dem "Handelsblatt" (Samstagsaugabe) vorliegt. Im Vergleich waren es im Flugchaos-Sommer 2018 zu diesem Zeitpunkt des Jahres knapp 7900 Beschwerden.     Aktuell erhalte die Schlichtungsstelle pro Woche zwei bis dreimal so viele Schlichtungsanträge wie in den vergleichbaren Zeiträumen der Vorjahre, sagte SÖP-Geschäftsführer Heinz Klewe dem "Handelsblatt". Allein in den ersten beiden Juni-Wochen hat die SÖP knapp 1900 Beschwerden bekommen. Davon richteten sich rund 1600 gegen Fluggesellschaften. Im Vorjahreszeitraum sind es 810 Schlichtungsanträge gewesen, davon haben sich 673 auf Airlines bezogen.      "Kunden der Airlines wollen die Ticketkosten für nicht stattgefundene Flüge endlich erstattet bekommen", sagte SÖP-Geschäftsführer Klewe. "Bahnkunden wiederum sind verärgert, dass sie für nach dem 4. Mai gekaufte, aber nicht nutzbare Sparpreis- und Super-Sparpreis-Tickets einen zeitlich bis Ende Oktober befristeten und nur für die gebuchte Fahrtstrecke gültigen Gutschein erhalten", führte Klewe aus.

+++ 6.12 Uhr: Krabben nach Verkehrsunfall gerettet +++

Nach einem Unfall auf der Autobahn bei Düren (NRW) hat die Feuerwehr Hilfe für ungewöhnliche Verkehrsteilnehmer geleistet: Am Unfallort fanden die Rettungskräfte auf der Fahrbahn lebende Krabben vor, wie die Polizei am Freitagabend mitteilte. Die Ladung mit Meeresfrüchten und den lebenden Tieren war aus einem Transporter geschleudert worden, nachdem dieser wegen eines geplatzten Reifens umgekippt war.      Die beiden Insassen wurden leicht verletzt ins Krankenhäuser gebracht. Die Krabben transportierte die Feuerwehr Düren zum nahegelegenen Feuerschutztechnischen Zentrum nach Kreuzau. Dort werden sie nach Angaben der Polizei in einem Kühlbehälter "artgerecht zwischengelagert". Die Rettungskräfte hoffen, dass sich ein Zoo findet, der die Tiere aufnimmt.      

kg / fin DPA AFP

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