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News vom Wochenende Nawalny hat laut russischer Kommission Schmerzen im Bein, aber "kann allein gehen"

Alexej Nawalny muss seine Haftstrafe in einer der gefürchtetsten Haftanstalten Russlands verbringen 
Sehen Sie im Video: Kreml-Kritiker Alexej Nawalny gibt Lebenszeichen aus Straflager auf Instagram.




Der Kreml-Kritiker Alexej Nawalny hat in einer Instagram Nachricht aus dem Straflager berichtet. Seit seiner letzten Verlegung war sein Aufenthaltsort erst nicht bekannt gewesen, jetzt bestätigte Nawalny, dass er sich in der Strafkolonie IK-2 etwa 100 km östlich von Moskau befinde. Nachdem seine Anwälte ihn in der Einrichtung besucht hatten, hieß es auf seinem Instagram Kanal - "Ich muss zugeben, dass das russische Gefängnissystem es geschafft hat, mich zu überraschen. Ich hätte nie gedacht, dass es möglich ist, ein echtes Konzentrationslager 100 Kilometer von Moskau entfernt zu errichten." Er schrieb weiter, dass er nachts stündlich geweckt würde, weil er als ein Fluchtrisiko eingestuft werde. Auch gebe es überall Videokameras, jeder werde beobachtet und die kleinsten Verstöße würden gemeldet. Jemand von ganz oben habe wohl 1984 von Orwell gelesen. Aber wenn man alles mit Humor betrachtet, könne es sich aushalten lassen. Der 44-jährige Nawalny ist einer der prominentesten Kritiker von Präsident Wladimir Putin und wurde Anfang des Jahres wegen Verstößen gegen Bewährungsauflagen inhaftiert. Im Westen wurde dieser Schritt kritisiert und als politische Entscheidung eingestuft.
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Die News vom Wochenende im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die Nachrichten zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier.

Die News vom Wochenende im stern-Ticker:  

20.23 Uhr: Mehrere Tote bei Überschwemmungen in US-Bundesstaat Tennessee

Bei Überschwemmungen im US-Bundesstaat Tennessee sind nach Behördenangaben mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Die Polizei der Stadt Nashville teilte auf Twitter mit, ein Mann sei tot aus seinem Auto geborgen worden, das durch Wasser aus einem über die Ufer tretenden Fluss überflutet worden sei. Ein weiteres mutmaßliches Überflutungsopfer sei auf einem Golfplatz gefunden worden, zwei weitere Tote nahe eines Obdachlosencamps. Heftige Regenfälle hatten die Überschwemmungen ausgelöst. Nach Angaben örtlicher Medien musste die Feuerwehr von Nashville mehr als 100 Menschen aus Fahrzeugen und Häusern retten.

20.13 Uhr: Schweizer Kleinstadt Moutier stimmt für Wechsel in französischsprachigen Kanton

Die Schweizer Kleinstadt Moutier wird nach dem Willen ihrer Bewohner künftig nicht mehr zum deutschsprachigen, sondern zum französischsprachigen Teil der Schweiz gehören. Wie das Abstimmungsbüro bekanntgab, stimmten 2114 Menschen für und 1740 gegen den Kantonswechsel. Die Abstimmung sollte einen jahrzehntelangen Streit beenden, eine plötzliche Welle an Zuzügen hatte jedoch im Vorfeld für Irritation gesorgt. 

In Moutier im Nordwesten der Schweiz, das bisher zum Kanton Bern gehörte, sorgt die "Jurafrage" bereits seit langem für Streit. Bei der Schaffung des französischsprachigen Kantons Jura im Jahr 1978 hatte sich die Stadt mit rund 7500 Einwohnern entschieden, weiterhin zum deutschsprachigen Kanton Bern zu gehören.

19.37 Uhr: Slowakischer Regierungschef tritt zurück – Wechsel mit Finanzminister

Der slowakische Ministerpräsident Igor Matovic hat überraschend angekündigt, zugunsten von Finanzminister Eduard Heger zurückzutreten. Er selbst werde dafür dessen Funktion übernehmen. Der Wechsel an der Regierungsspitze wurde nach Beratungen der Parteichefs von drei der vier Koalitionsparteien gemeinsam in Bratislava bekannt gegeben.

Offen war am Abend noch die Zustimmung der liberalen Partei Freiheit und Solidarität SaS. Deren Parteichef Richard Sulik war am Dienstag als Wirtschaftsminister und Vize-Ministerpräsident zurückgetreten. Eine knappe Parlamentsmehrheit haben die drei anderen Regierungsparteien auch ohne SaS. Die Vierparteien-Koalition war im Streit um die Corona-Politik in eine schwere Krise geraten.

18.29 Uhr: UNO verhandelt mit China über Besuch von Menschenrechtskommissarin in Xinjiang

Die UNO will mit China die Entsendung einer Delegation in die von der unterdrückten Minderheit der Uiguren bewohnte Region Xinjiang vereinbaren. "Derzeit laufen ernsthafte Verhandlungen zwischen dem Büro der Hochkommissarin (für Menschenrechte) und den chinesischen Behörden", sagte UN-Generalsekretär António Guterres in einem Interview mit dem kanadischen Sender CBC. Er hoffe auf eine baldige Einigung, die es der UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet erlaube, China ohne Einschränkungen zu besuchen. 

Die Regierung in Peking habe ihm wiederholt ihren Willen versichert, die Mission stattfinden zu lassen. Für die UNO sei es dabei wichtig, dass die Delegation "uneingeschränkten Zugang" habe. 

17.37 Uhr: Verdi ruft Amazon-Beschäftigte an sechs Standorten zu viertägigen Streiks auf

Mitten im Ostergeschäft hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten in sechs Amazon-Verteilzentren zu einem viertägigen Streik aufgerufen. Die Arbeit solle mit Beginn der Nachtschicht von Sonntag auf Montag niedergelegt werden, teilte Verdi mit. Betroffen sind Rheinberg, Werne, Koblenz, Leipzig sowie zwei Standorte in Bad Hersfeld. Ziel sei, die Anerkennung der Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels sowie den Abschluss eines Tarifvertrags für gute und gesunde Arbeit durchzusetzen. 

16.59 Uhr: Demonstrationen für ambitioniertere Klimapolitik in Frankreich

In Frankreich haben in zahlreichen Städten Menschen für eine beherztere Klimapolitik protestiert. Die Veranstalter hatten nach eigenen Angaben landesweit knapp 190 Versammlungen angemeldet. Sie werfen der Regierung vor, im Kampf gegen den Klimawandel nicht ambitioniert genug voranzuschreiten und fordern ein "echtes Klimagesetz". Am Montag will sich die französische Nationalversammlung mit dem geplanten Klimagesetz beschäftigen. Die Regierung hatte es Anfang Februar auf den Weg gebracht.

Das Gesetz sieht unter anderem das Verbot bestimmter Kurzstreckenflüge in Frankreich vor, wenn die Fahrtzeit per Zug nicht länger als zweieinhalb Stunden dauert. Er soll außerdem die rechtliche Grundlage für ein Verbot beheizter Außenterrassen etwa in Restaurants, eine bessere Isolierung von Gebäuden oder weitere Beschränkungen für umweltschädliche Autos in Städten regeln.

16.05 Uhr: Einigung im jahrelangen Streit um Cannabis-Legalisierung in New York

Nach jahrelangem Streit könnte die Legalisierung von Marihuana im US-Bundesstaat New York kurz bevorstehen. Einer Einigung zwischen Gouverneur Andrew Cuomo und Abgeordneten des staatlichen Parlaments in Albany könnte bereits die Verabschiedung eines entsprechenden Gesetzes in den nächsten Tagen folgen.

"Die Legalisierung von Cannabis in New York wird sich auf Gerechtigkeit, Investitionen in Communitys, wirtschaftliche Möglichkeiten für historisch entrechtete Menschen, Forschung, Bildung und öffentliche Sicherheit konzentrieren", teilte die Mehrheitsführerin in Albany, Crystal Peoples-Stokes, mit. Sie sei die Initiatorin der Gesetzgebung und freue sich über die positiven Auswirkungen, die die Legalisierung für viele New Yorker haben werde.

16.01 Uhr: Frau und Kind in Österreich erschossen in Auto gefunden

Eine Frau und ein Kind sind in einem Wald in Österreich erschossen aufgefunden worden. Die Polizei ermittelt wegen eines Gewaltverbrechens, wie ein Sprecher sagte. Das Auto sei auf einem Feldweg in Mistelbach rund 60 Kilometer nördlich von Wien gefunden worden. Das Kind sei vier oder fünf Jahre alt gewesen. Ob das Auto der Frau oder jemand anderem gehörte, war zunächst unklar. Zuvor hatte die "Kronen Zeitung" über den Leichenfund berichtet.

14.58 Uhr: Armenischer Ministerpräsident kündigt Rücktritt für April an

Armeniens Ministerpräsident Nikol Paschinjan hat für April seinen Rücktritt angekündigt. Anschließend wolle er aber noch bis zu den Parlamentswahlen geschäftsführend im Amt bleiben, teilte er bei Facebook mit. Vor zehn Tagen hatte der umstrittene Regierungschef vorgezogene Parlamentswahlen für den 20. Juni angekündigt.

14.02 Uhr: Nawalny hat laut russischer Kommission Schmerzen im Bein

Trotz Beschwerden des inhaftierten Kremlgegners Alexej Nawalny über mangelnde medizinische Betreuung sieht eine russische Kommission wenig Grund zur Sorge. Sein Bein schmerze, und er habe um Unterstützung gebeten, damit er Schmerzmittel bekomme, heißt es in einem Bericht der öffentlichen Kommission zum Schutz von Menschenrechten in Haftanstalten, aus dem die Staatsagentur Tass zitiert. "Er kann weiterhin allein gehen." Der Oppositionelle habe darüber hinaus keine weiteren Wünsche geäußert. Das Gremium besuchte Nawalny nach eigenen Angaben im Straflager IK-2 in Pokrow östlich von Moskau, nachdem es Berichte über seinen schlechten Gesundheitszustand gegeben hatte. Nawalny beklagte bei Instagram starke Rückenschmerzen und schilderte, dass er sein rechtes Bein nicht mehr belasten könne.

Auf Nawalnys Twitter-Account wurde der Besuch am Freitagmorgen bestätigt. Allerdings stehe die Frage im Raum, warum die Kommission nicht direkt danach etwas veröffentlicht habe, hieß es am Sonntag. Vielleicht seien Konsultationen mit der Leitung erforderlich gewesen, um danach etwas mitzuteilen – "so etwas wie, dass er allein gehen kann".

13.33 Uhr: "Ever Given" im Suezkanal wird womöglich teilentladen

Nach tagelangen Bemühungen zur Freilegung der "Ever Given" im Suezkanal bereiten sich Arbeiter auf eine mögliche Teilentladung des Containerschiffs vor. Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi habe entsprechende Vorbereitungen angeordnet, sagte Admiral Usama Rabi, Vorsitzender der Kanalbehörde, dem TV-Sender Extra News. Der Druck auf die Verantwortlichen am Suezkanal steigt, weil inzwischen mehr als 300 Schiffe auf Durchfahrt warten und der wirtschaftliche Schaden immer weiter wächst. Dem Dienstleister Inchcape Shipping Services zufolge konnte das Schiff mithilfe von Schleppern bisher 29 Meter bewegt werden.

Die Arbeiten zur Freilegung des 400 Meter langen Schiffs, das seit Dienstag den Suezkanal blockiert, laufen derweil weiter. Heute wurden zur Unterstützung zwei weitere Schlepper erwartet, die in den Niederlanden beziehungsweise Italien registriert sind.

13.10 Uhr: Polizist stürzt bei Einsatz Rolltreppe hinunter – schwer verletzt

Bei einer Verfolgung zu Fuß ist ein Polizeibeamter in München eine Rolltreppe hinuntergestürzt und dabei schwer verletzt worden. Der 34-Jährige schlug vermutlich mit dem Kopf auf den Stufen auf, teilte die Polizei mit. Der Beamte habe mit Kollegen am U-Bahnhof Fraunhoferstraße mutmaßliche Schläger verfolgt. Die Gruppe flüchtete auf der Rolltreppe entgegen der Laufrichtung in Richtung Gleise - der 34 Jahre alte Polizeibeamte sei hinterhergerannt.

Als er an zwei jungen Frauen vorbei wollte, verlor er nach ersten Ermittlungen das Gleichgewicht, rutschte aus und fiel die Rolltreppe hinunter. Dabei habe er vermutlich aus Reflex versucht an einer der beiden Frauen Halt zu finden. Die 18-Jährige stürzte ebenfalls einige Stufen nach unten und wurde leicht verletzt. Der Beamte und die junge Frau kamen nach dem Vorfall am Freitag in Krankenhäuser. Zu der von Zeugen gemeldeten mutmaßlichen Schlägerei konnte die Polizei bislang keine weiteren Hinweise finden.

13.04 Uhr: Gäste greifen bei illegaler Geburtstagsfeier in Düren Polizisten an

Im nordrhein-westfälischen Düren hat die Polizei gestern Abend eine Geburtstagsfeier mit 30 bis 40 Gästen aufgelöst. Dabei griffen die Gastgeberin und einige Gäste die Beamten an, wie die Polizei heute mitteilte. Demnach mussten sämtliche Streifenwagenbesatzungen des Kreises Düren eingesetzt werden. Anwohner hatten sich bei der Polizei über Lärm beschwert. Als die Beamten ankamen, sahen sie eine Geburtstagsfeier in einer Wohnung "auf engstem Raum", bei der die Corona-Schutzmaßnahmen nicht eingehalten wurden. Einige Gäste flüchteten laut Mitteilung über den Balkon und das Treppenhaus. 

Die Gastgeberin, Familienmitglieder und vereinzelt auch Gäste hätten Beamte getreten, geschlagen und beleidigt, teilte die Polizei weiter mit. Die Beamten hätten Platzverweise mithilfe von Pfefferspray durchgesetzt, wobei einige Menschen leicht verletzt worden seien. Drei Gäste wurden vorläufig in Gewahrsam genommen, gegen einen Gast wird wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Die Gastgeberin muss sich nun wegen Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung verantworten. Ein Gast erstattete außerdem Strafanzeige gegen die Polizei.

12.23 Uhr: Autofahrer fährt bei Kontrolle in Berlin direkt auf Polizisten zu

In Berlin ist ein Autofahrer gestern Nachmittag mit seinem Wagen direkt auf einen Polizisten zugefahren, so dass dieser zur Seite springen musste. Danach habe sich der 26-Jährige eine Verfolgungsjagd mit dem Polizisten geliefert, teilte die Polizei heute mit. Das Auto sollte demnach wegen Betrugsverdachts kontrolliert werden. Als ein Streifenwagen es im Stadtteil Gesundbrunnen stoppte und die Beamten ausstiegen, fuhr der Fahrer plötzlich los und auf einen der Polizisten zu. Dieser konnte sich nur mit einem Sprung zur Seite retten. Der Fahrer stieß dann mit seinem Auto gegen die Tür des Streifenwagens und fuhr davon. Der Polizist, der zur Seite gesprungen war, nahm die Verfolgung auf und holte das Auto ein. Der 26-Jährige war inzwischen ausgestiegen. Er wurde vorläufig festgenommen. Es stellte sich heraus, dass er keinen Führerschein hatte und vermutlich unter Alkoholeinfluss stand.

Nun muss er sich wegen des Verdachts auf Fahren ohne Führerschein, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, versuchte gefährliche Körperverletzung und Verkehrsgefährdung unter Rauschmitteleinfluss verantworten. 

11.43 Uhr: Mann schubst Radfahrerin gegen fahrenden Bus – Frau schwer verletzt

Ein mutmaßlich unter Drogen stehender Mann hat eine Radfahrerin in Bochum auf die Straße geschubst und sie so gegen einen Linienbus gestoßen. Die 39 Jahre alte Radfahrerin prallte gegen den Bus und verletzte sich schwer. Sie kam in ein Krankenhaus. Der Tatverdächtige ist laut Polizei ein wohnungsloser 40-Jähriger, der die Tat unter Drogeneinfluss begangen haben soll. Demnach habe er die Frau unvermittelt geschubst, als sie auf einem kombinierten Rad- und Gehweg an ihm vorbeifuhr. Die Polizei nahm den 40-Jährigen vorläufig fest.

10.57 Uhr: Autoraub mit Schusswaffe – Täter fliehen

Mit vorgehaltener Schusswaffe haben unbekannte Täter mitten in der saarländischen Gemeinde Überherrn ein Auto geraubt. Sie waren gestern am späten Abend mit einem Fahrzeug einem 27-jährigen Autofahrer gefolgt und ihm nach bisherigen Erkenntnissen absichtlich aufgefahren, wie die Polizei heute mitteilte. Als der junge Mann anhielt, sprachen ihn zwei Insassen des anderen Autos auf Französisch an. "Er überließ den Tätern dann seinen Pkw, weil er von ihnen plötzlich mit einer Schusswaffe bedroht wurde", hieß es weiter. Die dunkel gekleideten Unbekannten mit FFP-Masken flohen mit beiden Autos in Richtung der sehr nahen Grenze zu Frankreich. Die Ermittlungen dauern an. Auch die französische Polizei wurde eingeschaltet.

10.10 Uhr: 35-Jährige in Bayern erstochen – Tatverdächtiger festgenommen

Mit Messerstichen soll ein 27-Jähriger in Bayern in der Nacht eine 35 Jahre alte Frau getötet haben. Der Mann wurde noch am Tatort in einer Arbeiterunterkunft im schwäbischen Bad Wörishofen festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Beim Tatverdächtigen handelt es sich nach Polizeiangaben um einen Bekannten der Frau. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft werde der 27-Jährige morgen einer Ermittlungsrichterin vorgeführt. Zum Hintergrund und Ablauf der Tat machte die Polizei zunächst keine Angaben und verwies dabei auf ermittlungstaktische Gründe.

10.05 Uhr: Blitz führt zu komplettem Stromausfall auf Madeira

Ein Blitzeinschlag während eines heftigen Unwetters hat einen kompletten Stromausfall auf der auch bei Urlaubern beliebten portugiesischen Insel Madeira ausgelöst. Ab 20.45 Uhr gestern Abend saßen die Menschen auf der Insel im Atlantik etwa 950 Kilometer südwestlich von Lissabon im Dunkeln, wie die Nachrichtenagentur Lusa meldete. Durch heftige Regenfälle und Hagel seien zudem Straßen, Tiefgaragen und auch einige Wohnhäuser unter Wasser gesetzt worden. Menschen seien soweit bekannt nicht zu Schaden gekommen. In der besonders betroffenen Inselhauptstadt Funchal hätten zwei Familien ihre überschwemmten Häuser verlassen müssen.

Der Regionalregierungschef Miguel Albuquerque rief die rund 250.000 Einwohner der Insel auf, wegen des anhaltend schlechten Wetters zu Hause zu bleiben. Die Stromversorgung sei bis Sonntag aber weitgehend wiederhergestellt worden, schrieb Lusa.

9.46 Uhr: Umweltbundesamt dringt auf Halbierung des Fleischkonsums

Um umweltschädliche Massentierhaltung zu reduzieren, dringt das Umweltbundesamt auf eine Halbierung des Fleischkonsums in Deutschland. "Wir müssen die Massentierhaltung reduzieren, damit die zu hohen Stickstoffeinträge sinken und Böden, Wasser, Biodiversität und menschliche Gesundheit weniger belastet werden", sagte UBA-Präsident Dirk Messner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Dafür müssen wir uns ehrlich machen und über den zu hohen Fleischkonsum reden."

Weniger Fleisch würde der Gesundheit und der Umwelt sehr guttun, betonte Messner. Schon jetzt werde in Deutschland etwas weniger Fleisch gegessen. "Aber wenn wir wirkungsvoll etwas ändern und uns an die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation halten wollen, dann wäre eine Halbierung des Fleischkonsums in Deutschland das Ziel", sagte der UBA-Chef. "Das würde die Massentierhaltung reduzieren und hätte vielfältige positive Umweltwirkungen."

9.12 Uhr: Verwechslung? Mutmaßlicher Straftäter in London aus U-Haft entlassen

Ein mutmaßlicher Sexualstraftäter ist in London versehentlich aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Die Polizei suche intensiv nach dem 24-Jährigen, teilten die Behörden mit. Der Mann sei vermutlich verwechselt worden, berichtete die Zeitung "The Sun". Er war im April 2020 wegen sexuellen Übergriffs, Erregung öffentlichen Ärgernisses und Drogenbesitzes festgenommen worden und war seitdem in einem Londoner Gefängnis in U-Haft.

Nach seiner irrtümlichen Freilassung am Mittwochabend wird der Mann nun im Westen der britischen Hauptstadt vermutet. "Dies ist furchtbar peinlich", zitierte die "Sun" aus Sicherheitskreisen. "Einen bekannten Sexualstraftäter, der die Angewohnheit hat, sich in der Öffentlichkeit zu entblößen, wirft kein gutes Bild auf uns. Solch eine Demütigung darf nie wieder geschehen."

6.56 Uhr: Selbstmordattentäter stirbt bei Explosion vor Kirche in Indonesien

Ein mutmaßlicher Selbstmordattentäter ist am Morgen bei einem Anschlag auf eine Kathedrale auf der indonesischen Insel Sulawesi ums Leben gekommen. Mindestens neun Menschen wurden nach Angaben der Polizei verletzt. "Der Körper, den wir vor Ort gefunden haben, stammt vermutlich von dem Selbstmordattentäter", sagte der örtliche Polizeichef. Der Sprengsatz selbst sei "von hoher Sprengkraft" gewesen. Die genauen Hintergründe des Anschlags sind noch nicht bekannt. Von den rund 270 Millionen Einwohnern Indonesiens sind knapp 87 Prozent Muslime, etwa zehn Prozent sind Christen.

5.30 Uhr: Bürger horten Milliarden Euro – Ende des Konsumstaus nicht in Sicht

Ökonomen und Banker erwarten kein rasches Ende des aktuellen Konsumstaus in Deutschland. "Die Einlagen werden weiter wachsen, das zeigt sich schon in den ersten acht Wochen des neuen Jahres", sagt Jürgen Groß, Präsident des bayerischen Genossenschaftsverbands "Die Kunden hatten deutlich weniger Möglichkeiten zum Konsumieren", sagt Christian Nau, der Geschäftsführer des Kreditbereichs beim Online-Portal Check24. Die Fachleute rechnen zwar damit, dass der Konsum wieder anzieht, wenn die Krise abklingt. "Allerdings nicht schlagartig mit einem Big Bang, genauso wenig, wie die Krise mit einem Big Bang vorübergehen wird."

Deutschlands Bürger horten in der Coronakrise Unsummen an Geld. Nach Zahlen der Bundesbank sind die Bankeinlagen der privaten Haushalte von Januar 2020 bis Januar 2021 um 182 Milliarden auf 1,73 Billionen Euro gestiegen, wie dem März-Monatsbericht zu entnehmen.

5.16 Uhr: Ex-Sprinter Blume bangt um Tochter – Stammzellenspender gesucht

Der frühere deutsche Top-Sprinter Marc Blume bangt um das Leben seiner kleinen Tochter Feelia. Weil die Fünfjährige an Blutkrebs erkrankt ist, sucht der 47 Jahre alte frühere Leichtathlet dringend Stammzellenspender. "Mit Glück gibt es fünf bis sieben Treffer. Dann muss man sehen, ob die tatsächlich spenden können", sagte der ehemalige Hallen-Europameister der "Bild am Sonntag". Der Deutsche Leichtathletik-Verband helfe durch Posts, es gebe Kontakt zum Internationalen Olympischen Komitee, und die große Tochter sei in sozialen Netzwerke mit Aufrufen dabei.

4.41 Uhr: Männer stehlen Rolex und werden von Uhren-Besitzer überfahren

Nachdem zwei Diebe einem Autofahrer in Süditalien seine Rolex entwendeten, hat der Besitzer der Uhr die beiden Männer auf ihrer Flucht überfahren. Medienberichten zufolge hatten sich die Diebe am Freitagabend nahe Neapel auf einem Motorroller dem 26-jährigen Autofahrer genähert. Sie bedrohten ihn mit einer Pistole, woraufhin er seine teure Uhr herausgab – und dann die Verfolgung aufnahm. Bei der rasanten Flucht stürzten die Diebe mit dem Motorroller, der junge Mann überfuhr sie. Beide waren auf der Stelle tot.

Der Autofahrer stellte sich nach dem Vorfall der Polizei in Marano. Seine Aussagen seien von Zeugen bestätigt worden, berichtete die Tageszeitung "Il Corriere della Sera". Bei den mutmaßlichen Dieben, 30 und 40 Jahre alt, handele es sich um bekannte Kriminelle mit einem langen Vorstrafenregister. Am Unfallort wurden eine Pistole mit entfernter Seriennummer und eine Uhr gefunden.

4.38 Uhr: Militärchefs aus zwölf Ländern verurteilen Schüsse auf Demonstranten in Myanmar

Die Militärchefs von einem Dutzend Ländern, darunter die USA und Deutschland, haben die Gewalt der Militärjunta in Myanmar gegen Zivilisten gemeinsam verurteilt. "Ein professionelles Militär folgt internationalen Verhaltensstandards und ist verantwortlich für den Schutz – nicht die Verletzung – des Volkes, dem es dient", hieß es in der heute veröffentlichten ungewöhnlichen Erklärung, an der sich auch Großbritannien, Italien, Griechenland, die Niederlande, Dänemark, Japan, Südkorea, Kanada, Australien und Neuseeland beteiligten. Die Militärchefs forderten Myanmars Armee auf, "die Gewalt einzustellen und darauf hinzuwirken, den Respekt und die Glaubwürdigkeit bei Myanmars Volk wiederherzustellen, den sie durch ihre Handlungen verloren hat".

Am gestrigen Tag der Armee in Myanmar waren fast 90 Menschen von Sicherheitskräften getötet worden. Laut den Vereinten Nationen waren auch Kinder unter den Opfern.

3.48 Uhr: Ein Toter und fünf Verletzte nach Messerangriff in Vancouver

Bei dem Messerangriff in Vancouver sind neuesten Angaben zufolge ein Mensch getötet und mindestens fünf weitere verletzt worden. Nach der Tat am Samstag in einer Bibliothek in der kanadischen Westküstenmetropole wurde der mutmaßliche Täter festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Zum Zustand der Verletzten und zum möglichen Tatmotiv machten die Ermittler keine Angaben. Ein Polizeisprecher nannte die Attacke "absolut schockierend". Laut einer Augenzeugin hatte der Täter wahllos auf Menschen eingestochen.

Der Angriff war am Samstagnachmittag in der öffentlichen Bibliothek und ihrer Umgebung verübt worden. Die Polizei teilte via Twitter mit, bei dem Angreifer habe es sich offenbar um einen Einzeltäter gehandelt. Er sei festgenommen worden. Der kanadische Sender CTV zeigte ein Video von der Festnahme des Angreifers. Er stach sich demnach offenbar selbst ins Bein, bevor er zusammenbrach und von mehreren Polizisten festgenommen wurde.

3.02 Uhr: In Deutschland gilt wieder die Sommerzeit

Seit dem frühen Morgen gilt in Deutschland wieder die Sommerzeit. Um 2 Uhr wurden die Uhren um eine Stunde auf 3 Uhr vorgestellt, die Nacht zum Sonntag war also eine Stunde kürzer. Die Sommerzeit wurde aus Gründen der Energieeinsparung 1980 in Deutschland eingeführt. Kritikern zufolge sind dadurch entstehende Energiespareffekte allerdings kaum nachweisbar. Außerdem klagen einige Menschen über gesundheitliche Beeinträchtigungen durch die Umstellung wie vorübergehenden Schlafstörungen. Andere freuen sich dagegen über längere helle Abende.

Winter- und Sommerzeit Was soll diese nervige Zeitumstellung?

In der EU wird seit Längerem über eine Abschaffung der Zeitumstellung diskutiert. Allerdings ist bislang keine Einigung in Sicht. Das Thema liegt derzeit auf Eis. Ein gemeinsames Vorgehen der EU-Staaten gilt aber als wichtig, um einen Flickenteppich zu vermeiden.

1.25 Uhr: Mehrere Verletzte bei Messerangriff in Vancouver

Bei einem Messerangriff in der kanadischen Westküstenmetropole Vancouver sind in einer Bibliothek und deren Umgebung mehrere Menschen verletzt worden. Der Angreifer, der offenbar allein gehandelt habe, sei festgenommen worden, teilte die Polizei am Samstag (Ortszeit) auf Twitter mit. Es bestehe keine Gefahr mehr für die Öffentlichkeit. Zu den Tatmotiven machte die Polizei keine Angaben.

Eine Sprecherin der Rettungskräfte sagte dem Sender CBC, sechs Menschen seien ins Krankenhaus gebracht worden. Zum Zustand der Verletzten wollte sie keine Angaben machen. Ein Augenzeuge sagte dem kanadischen Sender, auch der Täter sei nach seiner Festnahme in einem Krankenwagen fortgebracht worden. Die Polizisten vor Ort hatten demnach mit Gummigeschossen auf ihn geschossen.

1.05 Uhr: Söder ruft Union in Umfragetief zum "Aufbruch" auf

Angesichts der Verschärfung der Coronakrise und schlechter Umfragewerte hat CSU-Chef Markus Söder die Union zu einem Aufbruch aufgerufen. "Die Lage ist sehr ernst. Die Corona-Zahlen steigen und die Unionswerte fallen", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Bild am Sonntag". "Es kommt Wechselstimmung im Land auf." Die Union müsse daher "zeigen, dass sie noch Kraft und Ideen hat und nicht erschöpft und ausgelaugt ist". "Es braucht jetzt Aufbruch", mahnte Söder. Die Union habe kein Abo mehr auf die Kanzlerschaft.

0.31 Uhr: USA "entsetzt" über "Terrorregime" der Militärs in Myanmar

Nach dem brutalsten Vorgehen der Sicherheitskräfte in Myanmar gegen Demonstranten seit dem Militärputsch Anfang Februar haben sich die USA "entsetzt" gezeigt. Die gewaltsame Niederschlagung von Protesten gegen die Militärherrscher am Samstag habe gezeigt, dass die Junta im Interesse einiger weniger "das Leben des Volkes opfern will", erklärte in Washington Außenminister Antony Blinken. "Das mutige Volk von Myanmar lehnt das Terrorregime der Militärs ab." 

Am bislang blutigsten Tag der Proteste gegen die Militärherrschaft in Myanmar waren zuvor fast 90 Menschen von Sicherheitskräften getötet worden, wie die örtliche Organisation für politische Gefangene (AAPP) erklärte. Laut den Vereinten Nationen waren auch Kinder unter den Opfern.

0.21 Uhr: Mann feuert Schusswaffe in Zug ab

Ein 50-Jähriger hat gestern Abend in einer Regionalbahn in Hessen einen Schuss mit seiner Pistole abgefeuert und so einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Nach dem Schuss in dem Zug von Frankfurt nach Limburg sei die Polizei von der Zugbegleitung alarmiert worden, berichtete ein Polizeisprecher. Am Bahnhof Niedernhausen (Rheingau-Taunus-Kreis) wurde der Zug gestoppt und mit dem Bahnhofsbereich evakuiert und abgesperrt.

Angehörige von Bundes- und Landespolizei sowie Spezialeinheiten der hessischen Polizei konnten den Mann im Zug festnehmen. Seine Waffe, bei der es sich vermutlich um eine Schreckschusspistole handelte, wurde sichergestellt. Bei der Festnahme wurde der 50-Jährige durch einen Polizeihund leicht verletzt und zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Eine Passagierin klagte nach dem Schussknall über Ohrenschmerzen und wurde ebenfalls ärztlich behandelt. Der Zugverkehr war wegen des Einsatzes für mehrere Stunden lahmgelegt.

0.01 Uhr: Opposition fordert Nachbesserungen beim Kinderkrankengeld

Oppositionspolitikerinnen von FDP und Grüne fordern eine großzügigere Unterstützung von Eltern während der Corona-Krise. "Angesichts steigender Infektionszahlen und ansteckenderer Virusmutationen ist absehbar, dass für viele Familien die bislang vorgesehenen zusätzlichen Kinderkrankentage nicht ausreichen werden", sagte die Vizefraktionschefin der Grünen-Bundestagsfraktion, Maria Klein-Schmeink, der "Welt am Sonntag". Unterstützung erhält Klein-Schmeink von der FDP-Gesundheitspolitikerin Katrin Helling-Plahr. Die zusätzlichen Kinderkrankentage seien in vielen Familien bereits aufgebraucht, sagte sie. Zudem gelte die Regelung bislang nur für gesetzlich krankenversicherte Eltern. Viele Selbstständige blieben außen vor.

Die sogenannten Kinderkrankentage waren für das laufende Jahr verdoppelt worden: Pro Elternteil gibt es nun 10 statt 20, Alleinerziehende bekommen 40 statt der üblichen 20 Tage. Neu ist, dass die Leistung nicht nur genutzt werden kann, wenn ein Kind krank ist, sondern auch, wenn Kita oder Schule wegen Corona-Maßnahmen geschlossen oder nur im eingeschränkten Betrieb sind. Das Kinderkrankengeld beträgt 90 Prozent des Nettoverdienstes.

Die Nachrichten von Samstag, den 27. März 2021

21.34 Uhr: 18 Tote bei Gebäude-Einsturz in Kairo

Beim Einsturz eines zehnstöckigen Gebäudes in Ägyptens Hauptstadt Kairo sind mindestens 18 Menschen getötet worden. Es seien 18 Leichen aus den Trümmern geborgen worden, berichtete am Abend die staatliche Zeitung "Al-Ahram". Zuvor war offiziell von fünf Todesopfern und 24 Verletzten gesprochen worden.

Das Krisenteam der Regionalregierung sei um 3 Uhr morgens über den Einsturz des Gebäudes informiert worden, teilte der Regierungsbezirk Kairo mit. Gouverneur Khaled Abdel Aal sei "sofort" zum Unglücksort gefahren. Das Unglück ereignete sich den Angaben zufolge im Bezirk Gesr Suez im Osten der Metropole. Im Auftrag des Gouverneurs solle ein Expertenteam nun die Häuser im Umfeld des eingestürzten Gebäudes überprüfen - und die Ursache für das Unglück finden. 

20.52 Uhr: Dieter Bohlen nach "DSDS"-Aus: "Ich plane Großes"

Dieter Bohlen (67) blickt nach seinem Ausscheiden bei "Deutschland sucht den Superstar" optimistisch in die Zukunft: "Ich hab super viele Angebote natürlich bekommen, und da muss man natürlich so ein bisschen gucken, was man jetzt macht", sagte Bohlen am Samstagabend in einem Instagram-Video. Er sei mit der derzeitigen Situation sehr zufrieden. "Ich plane Großes, und ihr werdet von mir hören."

Es war das erste Mal, dass sich der Musikproduzent nach seinem RTL-Aus zu Wort meldete. Kurze Zeit nach der Veröffentlichung des Clips startete auf RTL die erste DSDS-Liveshow ohne Bohlen. Dafür saß Show-Titan Thomas Gottschalk (70) neben Maite Kelly und Mike Singer in der Jury. "Auch Titanen können stürzen, und das ist dem Dieter passiert. Wir wünschen ihm natürlich, dass er schnell wieder aufsteht. Gute Besserung", erklärte Gottschalk zu Beginn.

20.33 Uhr: Terroristen nehmen Kleinstadt in Mosambik ein

Terroristen haben eine Kleinstadt in der ölreichen Provinz Cabo Delago im Nordosten Mosambiks eingenommen. Hunderte Bewohner seien geflohen und eine unbekannte Zahl an Menschen getötet worden, sagte Adriano Nuvunga vom Zentrum für Demokratie und Entwicklung der Deutschen Presse-Agentur. Die Polizei sei aufgrund der seit Donnerstag anhaltenden Gewalt nicht in der Lage gewesen, den Ort zu erreichen. Wer hinter dem Angriff steht, war zunächst unklar.

Felisberto Chivinzane, ein Bewohner von Palma, der vor dem Angriff fliehen konnte, sagte der dpa, der Ort sei "vollständig zerstört" worden. Demnach seien Banken und Geldautomaten mit Sprengstoff angegriffen und Militärkasernen und Gesundheitseinrichtungen zerstört worden. Die Regierung in Mosambik äußerte sich zunächst nicht zu dem Angriff.

20.32 Uhr: Sondierung vorbei: Südwest-Grüne wollen vor Ostern entscheiden

Die Grünen um Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann haben die Sondierungsgespräche beendet und wollen voraussichtlich vor Ostern entscheiden, mit wem sie über eine Koalition verhandeln. "Wir versuchen vor Ostern die Entscheidung hinzubekommen", sagte Kretschmann am Abend nach der dritten Sondierungsrunde in Stuttgart. Der 72-jährige Regierungschef ließ aber offen, ob der derzeitige Koalitionspartner CDU oder SPD und FDP bessere Karten haben. Kretschmann kündigte an, die grüne Verhandlungsgruppe werde sich am kommenden Mittwoch treffen und die Gespräche bewerten. Dann muss das Team im Landesvorstand eine Empfehlung geben und dann wird dort entschieden.

20.30 Uhr: "Earth Hour" in Berlin – Licht aus am Brandenburger Tor

Das Brandenburger Tor in Berlin war am Abend als Zeichen für den Klimaschutz eine Weile in Dunkelheit gehüllt. Um 20.30 Uhr wurde die Beleuchtung während der internationalen „Earth Hour“ (Stunde der Erde) ausgeschaltet. Damit sollte ein Zeichen für den Umwelt- und Klimaschutz gesetzt werden. Laut Umweltorganisation WWF wurden zuvor auf vier großen Bildschirmen auf dem Pariser Platz Aufnahmen zerstörter Ökosysteme gezeigt, die bei Dunkelheit durch Aufnahmen intakter Meere und gesunder Wälder ersetzt wurden.

19.00 Uhr: Uhren werden auf Sommerzeit vorgestellt

In der Nacht zum Sonntag beginnt wieder die Sommerzeit. Um 2 Uhr morgens werden die Uhren um eine Stunde auf 3 Uhr vorgestellt, die Nacht ist also eine Stunde kürzer. Die Sommerzeit wurde 1980 in Deutschland aus Gründen der Energieeinsparung eingeführt. Kritikern zufolge sind die Einspareffekte allerdings gering, auch klagen einige Menschen über vorübergehende Schlafstörungen. Andere freuen sich über längere helle Sommerabende.

In der EU wird seit längerem über eine Abschaffung der Zeitumstellung diskutiert. Allerdings ist bislang keine Einigung in Sicht. Das Thema liegt derzeit auf Eis. Ein gemeinsames Vorgehen gilt aber als wichtig, um einen Flickenteppich zu vermeiden.

18.45 Uhr: Regierung: 43 Verletzte bei Explosion von Autobombe in Kolumbien

Bei der Explosion einer Autobombe am Freitag im Westen Kolumbiens sind nach Regierungsangaben mindestens 43 Menschen verletzt worden. Elf unter ihnen seien öffentliche Angestellte, schrieb der kolumbianische Verteidigungsminister Diego Molano auf Twitter. In ersten Berichten war von mindestens 16 Verletzten die Rede gewesen. Die Bombe war am Freitag in der Nähe der Gemeindeverwaltung von Corinto im Department Cauca explodiert.

18.31 Uhr: Maduros Facebook-Konto wegen "Falschinformationen" zu Corona eingefroren

Nachdem er mehrere "Wundermittel" zum Schutz vor dem Coronavirus angepriesen hat, ist Venezuelas Präsident Nicolas Maduro im Online-Netzwerk Facebook vorerst zum Schweigen verdammt: Ein Sprecher des US-Unternehmens teilte er mit, dass das Konto Maduros wegen "Verstoßes gegen unsere Regeln gegen Falschinformationen über Covid-19" für einen Monat "eingefroren" werde. In dieser Zeit könne Maduro nichts mehr posten.

Venezuela hatte erst im Februar mit dem Impfen begonnen, Maduro selbst ließ sich Anfang März das russische Vakzin Sputnik V verabreichen. Er hat auf Facebook mehrmals von "Wundermitteln" geschwärmt und wissenschaftlich nicht erprobte Medikationen empfohlen.

17.55 Uhr: Biden schlägt Konkurrenzinitiative zu Chinas "Neuer Seidenstraße" vor

US-Präsident Joe Biden will mit anderen "demokratischen" Ländern ein Konkurrenzprojekt zur billionenschweren "Neuen Seidenstraße" Chinas ins Leben rufen. "Ich habe vorgeschlagen, dass wir im wesentlichen eine ähnliche Initiative haben sollten, die von den demokratischen Staaten ausgeht, um jenen auf der ganzen Welt zu helfen, die in der Tat Hilfe brauchen", sagte Biden vor Journalisten. Zuvor hatte er seinen Vorschlag bereits Großbritanniens Premierminister Boris Johnson bei einem Telefonat unterbreitet.

Pekings Einfluss ist in den vergangenen Jahren in einigen Ländern durch Kredite und Projekte im Rahmen der "Neue Seidenstraße"-Initiative gewachsen. Das Projekt löste bei regionalen Mächten und vor allem bei westlichen Nationen Besorgnis aus. Im Zuge der Initiative half China einer Reihe von Ländern, Straßen, Eisenbahnen, Dämme und Häfen zu bauen oder zu entwickeln. 

17.52 Uhr: Hunderte demonstrieren in der Türkei erneut gegen Austritt aus Frauen-Konvention

Hunderte Frauen haben in der Türkei erneut gegen den von Präsident Recep Tayyip Erdogan verfügten Austritt aus der internationalen Konvention gegen Gewalt an Frauen protestiert. Unter anderem zogen laut dem Bericht eines AFP-Korrespondenten in Istanbul hunderte Frauen durch die Straßen und skandierten immer wieder "Wir haben keine Angst, wir werden nicht schweigen, wir werden nicht nachgeben". Auch in der Hauptstadt Ankara kam es zu neuen Protesten.

Angefacht wurden die neuen Proteste von einem neuen mutmaßlichen Femizid: Eine 17-jährige Schwangere wurde in der Provinz Izmir erstochen, Medienberichten zufolge gilt als Tatverdächtiger der Mann, mit dem sie zusammenlebte.

16.49 Uhr: Erdbeben im Zentrum der Adria – Erschütterungen in Italien

In der Adria östlich von Italien hat am Nachmittag die Erde gebebt. Nach Angaben des italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV) wurden mehrere Erschütterungen etwa 90 Kilometer östlich der Stadt Foggia gemessen, die in der Adria-Region Apulien liegt. Das stärkste Beben hatte demnach einen Messwert von 5,6 in einer Tiefe von etwa fünf Kilometern. Aus vielen Küstengebieten Italiens wurde von spürbaren Erschütterungen berichtet. Der Feuerwehr lagen zunächst keine Meldungen für Schäden oder Verletzte vor.

16.09 Uhr: Viele Festnahmen bei Protesten in Belarus gegen Lukaschenko

Begleitet von einem großen Polizeiaufgebot hat es in Belarus (Weißrussland) vereinzelt neue Proteste gegen Machthaber Alexander Lukaschenko gegeben. Dabei gingen Sicherheitskräfte bei Festnahmen teilweise brutal vor, wie Fotos und Videos in sozialen Netzwerken zeigten. Das Menschenrechtszentrum Wesna listete bis zum Abend die Namen von mehr als 170 Festgenommenen auf. In einem Video war zu sehen, wie schwarz gekleidete Einsatzkräfte einen Mann auf einer Wiese zu Boden drückten und Frauen dazwischen gingen.

In Aufrufen waren die Proteste zuvor noch als erste größere Aktionen der Opposition in diesem Jahr angekündigt worden. In Medienberichten war zunächst jedoch keine Rede von Menschenansammlungen in der Hauptstadt Minsk oder anderen Städten. Die Opposition rief deshalb zu kleinen dezentralen Aktionen auf. Es seien wahllos Passanten etwa an Bushaltestellen festgenommen worden, hieß es. Darunter seien mehrere Medienvertreter gewesen, teilte der Journalistenverband mit. Betroffen war auch ein Korrespondent der Deutschen Welle (DW). Nicholas Connolly sei am Nachmittag bei Dreharbeiten verhaftet und rund fünf Stunden festgehalten worden, teilte die Deutsche Welle am Samstagabend mit. Es sei bereits die zweite Festnahme Connollys innerhalb einer Woche gewesen.

15.47 Uhr: Hilfsorganisation Open Arms rettet mehr als 30 Bootsmigranten

Die Hilfsorganisation Open Arms hat im zentralen Mittelmeer 36 Bootsmigranten aus Seenot gerettet. Darunter seien sieben Frauen und 15 Kinder gewesen, teilte die spanische Organisation mit. Die Helfer waren am Donnerstag mit der "Open Arms" vom Hafen der sizilianischen Stadt Syrakus zu ihrer 82. Mission ins Mittelmeer aufgebrochen.

Zuletzt hatte Open Arms Mitte Februar 146 Flüchtlinge aus Seenot gerettet und nach Sizilien gebracht. Die Rettungsaktionen sind politisch umstritten. Viele Migranten wagen vom Bürgerkriegsland Libyen die oft riskante Überfahrt in kleinen Booten nach Europa. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration der Vereinten Nationen starben in diesem Jahr etwas mehr als 230 Menschen im zentralen Mittelmeer.

15.38 Uhr: Olaf Scholz soll SPD-Spitzenkandidat in Brandenburg werden

Der Spitzenkandidat der SPD in Brandenburg für die Bundestagswahl soll nach dem Willen des Landesvorstandes Kanzlerkandidat Olaf Scholz werden. Das teilte das Gremium nach einer Klausur mit. Dabei wurde die Liste mit dem Vorschlag der zehn nominierten Bewerberinnen und Bewerber für die Bundestagswahl vorgelegt. Sie soll von einer Delegiertenversammlung am 2. Mai abschließend beraten und beschlossen werden.

Für die Liste sind sechs Frauen und vier Männer nominiert. Der kommissarische Generalsekretär der Brandenburger SPD, David Kolesnyk, betonte die Ausgewogenheit der vorgeschlagenen Kandidaten. Unter ihnen seien eine Richterin, ein IT-Spezialist, eine Wissenschaftsmanagerin, eine Lehrerin und ein Kfz-Betriebswirt. Der Vorschlag sei auch ein Signal der Geschlossenheit.

15.11 Uhr: China verhängt Sanktionen gegen Politiker aus USA und Kanada

China hat als Reaktion auf Sanktionen wegen der Unterdrückung der Uiguren auch Strafmaßnahmen gegen Politiker aus den USA und Kanada verhängt. Betroffen von dem Einreiseverbot sind zwei Mitglieder der US-Kommission für internationale religiöse Freiheit, Gayle Manchin und Tony Perkins, sowie der kanadische Abgeordnete Michael Chong und der kanadische Menschenrechtsausschuss, teilte das Außenministerium in Peking mit. Zuvor hatten nach der EU auch die USA und Kanada Sanktionen gegen China wegen des Vorgehens gegen die muslimische Minderheit der Uiguren verhängt.

14.50 Uhr: UN melden blutigsten Protesttag in Myanmar seit Putsch

Während die Junta in Myanmar am offiziellen Gedenktag der Armee mit einer großen Parade in der Hauptstad Naypyidaw ihre Stärke demonstrierte, sind bei landesweiten Demonstrationen gegen das Militär mehr als 90 Menschen getötet worden. Das berichtet die Zeitung "Myanmar Now" unter Berufung auf Zahlen aus 40 Städten. Dagegen meldete die Zeitung "The Irrawaddy" 59 Tote, unter ihnen drei Kinder. Nach Angaben der Vereinten Nationen ist es der "blutigste Tag" seit dem Putsch Anfang Februar. Militärangehörige und Polizisten seien mit scharfer Munition und gezielten Kopfschüssen gegen unbewaffnete Zivilisten vorgegangen. Diplomatische Vertreter reagierten entsetzt. Die EU sprach von einem Tag des "Terrors und der Ehrlosigkeit". US-Botschafter Thomas Vajda schrieb auf Twitter: "Das Blutvergießen ist grauenvoll". Das Militär Myanmars habe Schande über sich gebracht, indem es auf "unbewaffnete Zivilisten" geschossen habe, twitterte der britische Botschafter Dan Chugg.

Das Militär hatte Anfang Februar gegen die faktische Regierungschefin Aung San Suu Kyi geputscht. Die 75-Jährige sitzt seither im Hausarrest und wird von der Justiz verschiedener Vergehen beschuldigt. Die Demonstranten fordern eine Wiedereinsetzung von Suu Kyis ziviler Regierung.

14.42 Uhr: JU-Chef Kuban als Kandidat für Bundestag aufgestellt

Der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban, ist von den Delegierten in Hannover als Kandidat für die Bundestagswahl am 26. September aufgestellt worden. Kuban erhielt 84 Prozent der Delegiertenstimmen, wie der CDU-Kreisverband mitteilte. Zweiter Kandidat aus der Region Hannover wird demnach Hendrik Hoppenstedt, Staatsminister von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Hoppenstedt ist Stellvertreter von Kanzleramtschef Helge Braun und auch für die Beziehungen zwischen Bund und Ländern zuständig. Er sitzt bereits im Bundestag.

Die Wahl fand in zwei Videokonferenzen am 13. und 27. März mit zwischenzeitlicher Briefwahl statt. Kuban, der aus Basinghausen bei Hannover kommt, trat zum ersten Mal an. Er folgt auf die Parlamentarische Staatssekretärin Maria Flachsbarth, die nicht mehr antrat.

13.44 Uhr: Tote Tiere am Schwarzen Meer: Umweltschützer warnen vor Plastikmüll

Nach dem Tod Hunderter Tiere im Schwarzen Meer warnen russische Umweltschützer vor der Gefahr von Plastikmüll. Plastikteilchen seien mittlerweile das größte Problem unter den Schadstoffen im Schwarzen Meer, teilte die Organisation Greenpeace in Moskau mit. In den Mägen der verendeten Tiere sei etwa Mikroplastik gefunden worden. Russische Behörden hatten dagegen Parasiten im Körper der Tiere als Todesursache ausgemacht. Sie hätten verschiedene Krankheiten ausgelöst. "Es besteht keine Gefahr für die Umwelt", erklärte die Naturschutzbehörde Rosprirodnadsor.

Zuletzt waren Hunderte tote Enten, Möwen, aber auch einige Delfine nahe der Stadt Sotschi an Land gespült worden. Nach Angaben von Greenpeace wurden bei einer Reinigungsaktion an den Küsten des Schwarzen Meers im vergangenen Oktober etwa 108 Kilogramm Müll eingesammelt. 94 Prozent davon sei Plastik gewesen.

13.37 Uhr: Weniger Todesopfer bei Zugunglück in Ägypten als zunächst angenommen

Bei dem schweren Zugunglück in Ägypten sind den Behörden zufolge weniger Menschen ums Leben gekommen als zunächst angenommen. Bei der Kollision zweier Züge im Ort Tahta nahe Assiut seien 19 Menschen gestorben, teilte das Gesundheitsministerium mit. Gestern war noch von 32 Toten die Rede. Eine Überprüfung habe aber ergeben, dass es sich bei einigen der als tot gemeldeten Opfer tatsächlich um verletzte Komapatienten gehandelt habe, sagte Gesundheitsministerin Hala Sajid. 185 Menschen seien bei dem Unglück verletzt worden.

Die beiden Züge stießen der Eisenbahnbehörde zufolge am Freitag zusammen, nachdem Unbekannte eine Notbremse gezogen und einen der beiden Züge damit zum Stehen gebracht hatten. Der zweite Zug sei daraufhin in diesen hineingerast. Unter anderem stürzte eine Lok um.

12.19 Uhr: "Wetter spielt Jo-Jo" – erst Wolken, dann Sonne in Deutschland

Zum Start der Woche erwartet die Menschen in Deutschland wechselhaftes Wetter. "Ein Auf und Ab wie bei einer Achterbahnfahrt, man könnte auch sagen, das Wetter spielt Jo-Jo in der Karwoche", teilte Meteorologin Magdalena Bertelmann vom Deutschen Wetterdienst mit. Vor allem im Norden kann es morgen zunächst noch ungemütlich werden, der Himmel wird bewölkt und es kann regnen. Im Rest von Deutschland lockert der Himmel auf und die Sonne kann rauskommen. Die Höchstwerte liegen zwischen 10 Grad im Norden und 17 Grad am Oberrhein.

Auch der Montag startet im Nordosten zunächst bewölkt und mit leichtem Regen, im Rest von Deutschland erwartet die Menschen viel Sonne. Die Höchstwerte liegen zwischen 18 bis 23 Grad, im Norden kühler bei 14 bis 17 Grad. Zum Beginn der Woche soll sich die Sonne immer weiter durchsetzen, sagte Bertelmann. "Tag für Tag klettern die Temperaturen nach oben, bis Dienstag nahezu landesweit die 20-Grad-Marke überschritten wird." Dann erwartet die Menschen viel Sonne. Es bleibt trocken, die Temperaturen steigen am Dienstag auf bis zu 24 Grad. Zum Ende der Woche soll das Jo-Jo dann wieder nach unten gehen – mit mehr Regen und Wolken.

12.11 Uhr: "Leichte Bewegung" bei Freilegung von Containerschiff im Suezkanal

Die erhoffte Freilegung des Containerschiffs "Ever Given", das den Suezkanal blockiert, schreitet ein wenig voran. Das Seefahrt- und Logistikunternehmen GAC berichtete von mehr als zehn Schleppern und drei Baggern, die im Einsatz seien, um eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt wieder für den Handel freizugeben. Es gebe "leichte Bewegung". Der Frachter liege aber weiter auf Grund.

Admiral Usama Rabi, Vorsitzender der Kanalbehörde, hatte am Freitagabend mitgeteilt, dass neun große Schlepper an den Arbeiten beteiligt seien. Bei den Manövern der Schlepper zur Freilegung spielten mehrere Faktoren eine Rolle, sagte Rabi, vor allem die Windrichtung sowie Ebbe und Flut. Es handle sich um einen "komplizierten technischen Einsatz".

12.05 Uhr: Roboter-Selbstportät für fast 700.000 Dollar versteigert

Ein vom Roboter Sophia gemaltes Selbstporträt ist für nahezu 700.000 Dollar versteigert worden. Der Käufer auf der Auktionsplattform Nifty Gateway ist ein Digitalkünstler, der unter dem Pseudonym 888 auftritt. Für die 688.888 Dollar (aktuell rund 582.600 Euro) bekam er das Bild, das Sophia mit einem Pinsel in ihrer mechanischen Hand malte. Dazu gehörte auch ein kurzes Video, das mit einer digitalen NFT-Signatur versehen ist. Sophia wurde 2016 von der japanischen Firma Hanson Robotics vorgestellt und war bereits auf diversen Konferenzen zu sehen. Der Roboter ist einem Menschen nachempfunden und versucht unter anderem die Mimik bei Sprechen nachzuahmen. In Deutschland unterhielt sich Sophia 2018 mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Hanson Robotics zog für das Selbstporträt-Projekt den Maler Andrea Bonaceto hinzu, wie das Unternehmen mitteilte. Sophia malte ihr Bild auf einem zuvor von Bonaceto erstellten Porträt von ihr. In dem Video dazu gehen die beiden Bilder ineinander über.

NFT (non-fungible token) erleben gerade einen Boom: So wurde vor Kurzem eine damit versehene Kopie einer Collage des Digitalkünstlers Beeple für gut 69,3 Millionen Dollar versteigert. NFT sind so etwas wie digitale Echtheitszertifikate, deren Echtheit mit der Blockchain-Datenkette der Krypto-Währung Etherium abgesichert wird.

11.57 Uhr: Säugling nach Attacke schwer verletzt – Ermittlungen laufen weiter

Die Polizei fahndet weiterhin nach zwei jungen Männern, die in Korbach westlich von Kassel einen Kinderwagen umgestoßen und einen Säugling dabei schwer verletzt haben sollen. Das sechs Monate alte Kind befinde sich nicht in Lebensgefahr, teilte ein Polizeisprecher heute mit. Das Baby war nach dem Vorfall am Freitagmittag schwer verletzt mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik gebracht worden. Die Mutter sei leicht verletzt worden, habe aber nicht stationär aufgenommen werden müssen.

Nach Angaben der Frau hatten die beiden Männer zuvor versucht, ihr den Mund-Nasen-Schutz abzunehmen, wie die Polizei am Freitag berichtet hatte. Als sie sich gewehrt habe, soll einer der beiden als 15 bis 20 Jahre alt beschriebenen Täter die Frau getreten, der andere den Kinderwagen umgestoßen haben. Der Polizei zufolge laufen die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat.

10.54 Uhr: Sommerzeit beginnt am Sonntag – Kritik an Umstellung

Pünktlich zum Beginn der Sommerzeit kommen aus der Politik Rufe zur Abschaffung der Zeitumstellung. Sie sei ein "unnötiger Eingriff in das Leben der Menschen", sagte der FDP-Fraktionsvize im Bundestag Michael Theurer dem "Handelsblatt". Die Linke kritisierte, die Zeitumstellung gehöre "aus Gesundheits- und aus Tierschutzgründen" endlich abgeschafft.

Winter- und Sommerzeit Was soll diese nervige Zeitumstellung?

Die Nacht zum Sonntag ist um eine Stunde verkürzt, denn am frühen Sonntagmorgen wird der Zeiger um 2 Uhr auf 3 Uhr gerückt. Bis Ende Oktober gilt dann die Sommerzeit. Frühaufsteher müssen morgens länger auf die ersten Sonnenstrahlen warten, abends ist es dafür länger hell. Auch in den meisten anderen europäischen Ländern wird am Wochenende an der Uhr gedreht. Zwar hatte der damalige EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker bereits 2018 verkündet: "Die Zeitumstellung gehört abgeschafft." Doch die 27 EU-Mitgliedstaaten sind in der Frage, ob sie dauerhaft Sommer- oder Winterzeit wollen, bisher nicht weitergekommen.

10.39 Uhr: Wohngebäude stürzt in Kairo ein – acht Tote

Beim Einsturz eines Wohngebäudes in der ägyptischen Hauptstadt Kairo sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen und 29 weitere verletzt worden. Das neunstöckige Gebäude im Osten von Kairo stürzte in der Nacht in sich zusammen, wie die staatliche Nachrichtenseite „Al-Ahram“ berichtete. Die Zeitung "Al-Masri al-Jum" veröffentlichte ein Video von Rettungskräften, die nachts unter Trümmern nach Opfern suchen.

Die Ursache für das Unglück ist noch unklar. Einstürze von Wohngebäuden sind in Ägypten nicht ungewöhnlich. Ein Grund sind die vielen Bauten ohne Genehmigungen, mangelhafte Instandhaltung älterer Gebäude und die schlechte Durchsetzung von Vorschriften zur Gebäudesicherheit. Ein technischer Ausschuss soll nun in Kairo klären, wie es zu der jüngsten Katastrophe kam.

10.07 Uhr: Militärparade in Myanmar – mindestens 50 Protestierende getötet

Nach seiner gewaltsamen Machtübernahme hat Myanmars Militär mit einer großen Parade seine Stärke demonstriert. Soldaten mit Fackeln und Flaggen marschierten am heutigen Tag der Armee in Myanmar, flankiert von Militärfahrzeugen durch die Hauptstadt Naypyidaw. In einer Rede verteidigte Junta-Chef Min Aung Hlaing erneut den Militärputsch und sicherte zu, nach Neuwahlen die Macht an die neue Regierung abzugeben. Zugleich richtete der General eine Warnung an die Junta-Gegner. "Terrorismus, der schädlich für die Ruhe und Sicherheit des Staates sein kann", sei nicht hinnehmbar, sagte er.

Massiven Einschüchterungen zum Trotz gingen derweil in mehreren Städten die Proteste gegen den Putsch vom 1. Februar weiter. Dabei wurden mindestens 50 Menschen getötet worden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Medienberichte und AUgenzeugen. Die Protestierenden in Myanmar fordern unter anderem die Freilassung der abgesetzten De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi und eine Rückkehr zum demokratischen Prozess.

10.02 Uhr: Belarus kritisiert Ausschluss vom Eurovision Song Contest

Der Ausschluss von Belarus vom Eurovision Song Contest  im Mai ist in Minsk auf heftige Kritik gestoßen. "Die Entscheidung, uns auszuschließen, ist politisch motiviert", sagte der Chef der Nationalen Staatlichen Fernseh- und Rundfunkgesellschaft, Iwan Ejsmont, der Staatsagentur Belta zufolge. Die ESC-Verantwortlichen seien von "Politikern und Hassern in sozialen Netzwerken" unter Druck gesetzt worden. Belarus hatte die Band Galasy ZMesta ins Rennen geschickt. Sie sei nun in die Geschichte eingegangen, meinte Ejsmont.

Die Europäische Rundfunkunion hatte gestern Abend mitgeteilt, auch das zweite von der Gruppe eingereichte Lied entspreche nicht den ESC-Regeln. Diese sollten sicherstellen, "dass der Wettbewerb nicht instrumentalisiert oder in Verruf gebracht wird". Die frühere Sowjetrepublik werde deshalb nicht zum diesjährigen ESC zugelassen. Beim ersten Lied hatte es Beschwerden gegeben, weil der Song mit Zeilen wie "Ich werde dir beibringen, nach der Melodie zu tanzen" in den Augen vieler Menschen die Protestbewegung gegen Diktator Alexander Lukaschenko verhöhnt. Beim zweiten Lied hatte die Europäische Rundfunkunion nur allgemeine Gründe angegeben, weshalb sie es nicht mit den eigenen Regeln vereinbar sieht.

9.51 Uhr: Autofahrer macht Liegestütze an roter Ampel

Bewegungsdrang oder Imponiergehabe? An einer roter Ampel in Ulm ist ein 19-Jähriger am Freitagabend aus seinem Auto gestiegen und hat neben seinem Wagen Liegestütze gemacht. Angefeuert habe ihn ein weiterer Autofahrer, der ebenfalls an der Ampel auf die Weiterfahrt wartete, teilte die Polizei heute mit. Doch zufällig sei am Freitagabend eine Streife zugegen gewesen, berichteten die Beamten unter der Überschrift "Straße mit Fitnessstudio verwechselt". "Bei allem Verständnis für den Bewegungsdrang beendeten die Polizisten die Trainingseinheit mit einem Platzverweis."

9.03 Uhr: Neuseeland macht zur Earth Hour 2021 zuerst die Lichter aus

Im Asien-Pazifik-Raum haben zahlreiche Menschen und Städte am Abend um 20.30 Uhr (Ortszeit) die Earth Hour 2021 eingeläutet. In Neuseeland, einem der zeitlich ersten Länder, in denen für eine Stunde die Lichter ausgeschaltet werden sollten, hatte die Naturstiftung WWF die Bevölkerung zu einer breiten Teilnahme aufgefordert. Unter anderem hüllten sich der Aussichts- und Fernmeldeturm Sky Tower in Auckland und das Parlamentsgebäude in der Hauptstadt Wellington in Dunkelheit.

Heute ist Earth Hour – nach WWF-Angaben die größte weltweite Klima- und Umweltschutzaktion. Seit 2007 machen dabei Millionen von Menschen überall auf der Erde immer an einem bestimmten Tag im März um 20.30 Uhr Ortszeit das Licht aus und setzen so ein Zeichen für den Schutz des Planeten. Auch zahlreiche öffentliche Gebäude werden dabei verdunkelt. Der Startschuss war einst in der australischen Metropole Sydney gefallen, als am 31. März 2021 rund 2,2 Millionen Menschen das Licht ausknipsten und so Geschichte schrieben.

8.40 Uhr: Oscar De la Hoya kündigt Box-Comeback an

Der frühere Box-Superstar Oscar De la Hoya will nach 13 Jahren aus dem sportlichen Ruhestand zurückkehren. Das bestätigte der 48-Jährige bei einer Pressekonferenz des Promoters Triller Fight Club in Las Vegas mit den Worten: "Ich werde mein Comeback geben." Nach der Aussage streckte er seine Hand aus und ließ das Mikrofon fallen.

Es soll auch schon ein konkretes Datum geben. Demnach wird der US-Amerikaner, der als erster Boxer in sechs verschiedenen Gewichtsklassen einen Weltmeistertitel holen konnte, am 3. Juli auf die große Bühne zurückkehren. Das bislang letzte Mal stand Olympiasieger De la Hoya 2008 im Ring, als er gegen Manny Pacquiao den Kürzeren gezogen hatte.

8.28 Uhr: Zehn Festnahmen in Bristol bei Protest gegen Polizeigesetz

Bei neuen Protesten gegen ein umstrittenes Polizeigesetz sind in der westenglischen Stadt Bristol mindestens zehn Menschen festgenommen worden. Chaoten hätten die Einsatzkräfte mit Flaschen, Ziegelsteinen und Eiern attackiert, teilte die Polizei in der Nacht mit. Auf berittene Beamte seien Feuerwerkskörper geworden worden, ein Polizeipferd sei mit Farbe besprüht worden. Es war bereits die dritte Demonstration innerhalb einer Woche in der Hafenstadt, die in Gewalt mündete.

Mehr als 1000 Menschen hätten am Freitagnachmittag friedlich protestiert, teilte die Polizei weiter mit. Mehrere Hundert Menschen zogen dann in Richtung einer Polizeistation, die bei Protesten am vorigen Sonntag angegriffen worden war. Als Polizisten die Menge auflösen wollten, eskalierte die Situation. Das neue Polizeigesetz soll den Einsatzkräften weitreichende Vollmachten beim Vorgehen gegen friedliche Demonstrationen verleihen.

8.06 Uhr: Schwerer Unfall bei Neumünster – zwei Tote und neun Verletzte

Bei einem Frontalzusammenstoß auf der B205 bei Neumünster sind zwei Menschen getötet worden, neun weitere wurden verletzt. Ein Minivan kollidierte in der Nähe der Anschlussstelle Neumünster-Süd in der Nacht mit einem anderen Fahrzeug, wie die Polizei mitteilte. Die Unfallursache ist noch unklar. Weitere Details zum Unfallhergang sowie Angaben zu den Personen sind ebenfalls noch unbekannt. Die B205 war bis in die frühen Morgenstunden in beide Richtungen gesperrt.

8.03 Uhr: 180 Menschen sitzen nach Überfall von Dschihadisten in Hotel in Mosambik fest

Nach einem Überfall von Dschihadisten im Nordosten Mosambiks sitzen etwa 180 Menschen in einem Hotel in der Stadt Palma fest. Unter ihnen seien auch ausländische Beschäftigte von in der ölreichen Stadt vertretenen Unternehmen, hieß es aus Mitarbeiter- und Sicherheitskreisen. An einem Milliardenprojekt zur Erschließung von Flüssigerdgas sind unter anderem der französische Ölriese Total und der US-Konzern ExxonMobil beteiligt. Dschihadisten hatten Palma am Mittwochnachmittag überfallen. Verängstigte Bewohner der Küstenstadt flüchteten sich nach Angaben von Augenzeugen daraufhin in einen nahegelegenen Wald, Mitarbeiter der an dem knapp 17 Milliarden Euro schweren Gasprojekt beteiligten Firmen suchten Schutz im Amarula-Hotel. 

"Fast die ganze Stadt wurde zerstört", sagte ein Mitarbeiter der Gasanlage, der anonym bleiben wollte. "Viele Menschen sind tot." Zur Zahl und Herkunft der Opfer machte er keine Angaben. Die Regierung von Mosambik hatte den Überfall am Donnerstag bestätigt. Soldaten hätten eine Offensive zur Vertreibung der Kämpfer gestartet, hieß es. 

7.54 Uhr: Drei Tote bei Unfall nahe Salzburg

Drei Männer sind gestern Agabend bei einem Unfall nahe Salzburg getötet worden. Sie saßen in einem Wagen, der aus unbekannter Ursache bei Anthering, nördlich von Salzburg, von der Fahrbahn abkam und gegen einen Baum prallte. Zwei der Insassen wurden aus dem Fahrzeug geschleudert, der dritte musste aus dem Wrack geborgen werden. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod der drei Männer im Alter von 25, 29 und 36 Jahren feststellen. Wer den Wagen gefahren hatte, war zunächst unklar. Wie die Polizei weiter mitteilte, war keiner der drei Männer angeschnallt und auch keiner im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis.

7.43 Uhr: Nordkorea sieht Bidens Kritik an Raketentest als Provokation

Nach der Kritik von Joe Biden an Nordkoreas jüngstem Raketentest hat das international isolierte Land dem US-Präsidenten Provokation vorgeworfen. Mit dem Test habe Nordkorea sein Recht auf Selbstverteidigung ausgeübt, hieß es in einer Erklärung der in Nordkorea herrschenden Arbeiterpartei. "Ich denke, dass die neue US-Regierung offensichtlich den ersten Schritt falsch gemacht hat", wurde deren Sekretär des Zentralkommitees von den Staatsmedien zitiert.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un (Archivbild) und die neue Rakete

Nordkorea hatte nach Angaben Südkoreas und Japans am Donnerstag an seiner Ostküste zwei ballistische Kurzstreckenraketen in Richtung offenes Meer abgefeuert und einen Tag später von einem gelungenen Test mit einem neuen Typ taktischer Lenkraketen gesprochen. Biden hatte den Test als Verstoß von UN-Resolutionen verurteilt, die Nordkorea die Erprobung von ballistischen Raketen jeglicher Reichweite verbieten.

6.48 Uhr: Iran kündigt Abkommen über 25-jährige Kooperation mit China an

Der Iran und China wollen nach Angaben Teherans heute ein umfassendes und langfristiges Kooperationsabkommen unterzeichnen. Das auf 25 Jahre angelegte Abkommen enthalte "politische, strategische und wirtschaftliche" Vereinbarungen, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Said Chatibsadeh, im Staatsfernsehen. Unterzeichnet werden soll das Abkommen demnach anlässlich des derzeitigen Besuchs von Chinas Außenminister Wang Yi in Teheran.

6.30 Uhr: Bahn erwägt Rückkehr zu Abteilen

Fahrgäste der Deutschen Bahn könnten in Zukunft wieder häufiger in Abteilen Platz nehmen. Das Unternehmen denkt darüber nach, die Waggons wieder stärker zu untergliedern. "Unsere Kunden wünschen sich mehr Rückzugsmöglichkeiten und dafür wieder mehr abteilähnliche Räume", sagte Bahn-Vorstandsmitglied Berthold Huber der Nachrichtenagentur DPA. Wie das in künftigen Zügen aussehen könnte, sollen Konzeptstudien bis zum Herbst ergeben.

Damit deutet sich eine Trendwende an. Seit Jahrzehnten verabschiedet sich die Bahn mit jeder neuen Zuggeneration ein Stück weiter vom Abteil. Stattdessen: offene Sitzreihen in Großraumwagen. Hatten die ältesten ICE1 noch knapp ein Drittel Abteilplätze, gibt es diese im aktuellen Flaggschiff ICE4 nur noch für Familien mit Kleinkindern.

5.31 Uhr: Tipps gegen Bluthochdruck sollen Herzinfarkte verhindern

Im Kampf gegen gefährlichen Bluthochdruck geben europäische Herzmediziner detaillierte Sporttipps. Jeder vierte Herzinfarkt werde durch Bluthochdruck ausgelöst, warnt die Europäische Gesellschaft für Kardiologie (ESC) im "European Journal of Preventive Cardiology". Als Grenzwert für Hypertonie gilt in Europa ein Blutdruck im Ruhezustand von 140 zu 90. Für Menschen mit diesen Werten oder darüber empfehlen die Fachärzte Sportarten wie Laufen, Gehen, Radfahren oder Schwimmen. Menschen mit etwas darunter liegenden Werten, also ab 130 zu 85, sollten sich nach Ansicht der Mediziner am besten Krafttraining widmen. Dazu zähle etwa das Heben von Gewichten, Liegestütze und Kniebeugen.

Die meisten sportlichen Übungen senken den Blutdruck für etwa 24 Stunden, wie der Erstautor und Sportmediziner Henner Hanssen von der Universität Basel feststellt. Es sei also am besten, jeden Tag aktiv zu sein. Bluthochdruck steigert auch das Risiko für Schlaganfälle deutlich.

3.45 Uhr: Mindestens 16 Verletzte bei Explosion von Autobombe in Kolumbien

Bei der Explosion einer Autobombe im Westen Kolumbiens sind Medien zufolge mindestens 16 Menschen verletzt worden. Die meisten von ihnen waren kolumbianischen Berichten zufolge Angestellte der Gemeinde Corinto im Department Cauca, mindestens zwei Schwerverletzte wurden in die Stadt Cali gebracht. Präsident Iván Duque sagte in einer Videobotschaft: "Wir werden nicht aufhören, den Terrorismus zu verfolgen, wo wir ihn finden." Der Angriff wurde zunächst Dissidenten der ehemaligen Guerilla-Organisation Farc zugeschrieben, die an dessen Todestag dem Farc-Gründer Manuel Marulanda alias "Tirofijo" gedachten.

Kolumbien litt mehr als 50 Jahre unter einem bewaffneten Konflikt zwischen den Streitkräften, linken Guerillagruppen und rechten Paramilitärs. Die größte Rebellen-Organisation Farc, die sich unter anderem mit Drogenhandel finanzierte, schloss 2016 einen Friedensvertrag mit dem Staat.

2.43 Uhr: 45 Staaten prangern Russlands Mitverantwortung an neuer Gewalt in Ostukraine an

Nach den jüngsten Rebellenangriffen in der Ostukraine mit vier Todesopfern haben 45 Staaten in einer gemeinsamen Erklärung Russlands Mitverantwortung angeprangert. In einer von der französischen Vertretung bei den Vereinten Nationen veröffentlichten Erklärung verurteilten die Länder "entschieden die fortgesetzte Destabilisierung der Ukraine durch Russland und insbesondere die Handlungen Russlands in einigen Zonen der Regionen Donezk und Luhansk". Moskau verstoße damit gegen die Minsker Abkommen zur Beilegung des Konflikts in der Ostukraine, so die Unterzeichnerstaaten, zu denen die meisten EU-Länder sowie die USA, Kanada, Australien, Neuseeland, die Türkei und Costa Rica zählen.

Die ukrainische Armee hatte am Freitag mitgeteilt, dass bei Rebellenangriffen im Osten des Landes vier Soldaten getötet und zwei weitere verletzt worden seien. Dies sei die höchste Opferzahl an einem Tag seit August 2019 und ein klarer Verstoß gegen das geltende Waffenstillstandsabkommen.

1.10 Uhr: Mexikanische Polizei rettet 87 Migranten aus Gewalt von Schleppern

Nach einem Notruf hat die mexikanische Polizei 87 Migranten aus der Gewalt von Schleppern befreit. Auf ihrem Weg Richtung USA seien die Mittelamerikaner – darunter auch Kinder – in der Ortschaft Amozoc drei Tage lang festgehalten worden, teilte das Sekretariat für Öffentliche Sicherheit des zentralen Bundesstaates Puebla mit. Den Hinweis habe eine honduranische Migrantin gegeben, der es gelang, aus dem Haus eine Notrufnummer zu wählen. Nach einer Suchaktion fanden die Beamten dort 45 Frauen, 26 Männer und 16 Kinder aus Honduras, El Salvador, Guatemala und Nicaragua. Offenbar sollten Schleuser sie weiter nach Norden in die Stadt San Luis Potosí bringen, ließen sie aber in dem Haus zurück. Zwei Männer und eine Frau, die das Haus bewachten, wurden nach Angaben der Polizei festgenommen.

Die Zahl der Migranten, die illegal über Mexiko in die USA einreisen, ist zuletzt deutlich angestiegen. In den vergangenen Wochen ist die US-Regierung von Joe Biden deshalb erheblich unter Druck geraten.

mad / les / wue DPA AFP

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