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Reduziertes Programm Salzburger Festspiele starten mit Hygiene-Regeln

Der Folder zu «100 Jahre Salzburger Festspiele»
Das weltgrößte Kulturfestival Salzburger Festspiele ist am Samstag gestartet - allerdings in reduzierter Form. Foto: Barbara Gindl/APA/dpa
© dpa-infocom GmbH
Wegen der Corona-Krise finden die Salzuburger Festspiele in diesem Jahr etwas anders aus als üblich. Deutlich weniger Klassik-Fans können die Vorstellungen besuchen.

Unter strengen Hygiene-Auflagen sind am Samstag die Salzburger Festspiele eröffnet worden. Bis zum 30. August will das bedeutendste Klassik-Festival der Welt in seinem Jubiläumsjahr ein Zeichen setzen, dass trotz Corona-Krise Kunst und Kultur möglich sind.

Besucher dürfen ihre Maske nur auf den Sitzplätzen abnehmen, die Abstandsregeln sollen durch die Begrenzung der Tickets eingehalten werden. Im 100. Jahr des Bestehens des Musik- und Theater-Festivals werden statt rund 240.000 Karten nur 76.000 verkauft.

Allenthalben haben die Kunstfreunde die Gelegenheit, Desinfektionsmittel zu benutzen. Die Stücke werden ohne Pause gespielt, die Buffets haben geschlossen. Fast alle sonst üblichen Events wie die Premierenfeiern der Schauspieler sind abgesagt. «Wir sind sehr aufgeregt», sagte Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler kurz vor der Eröffnung.

Die Corona-Situation in Österreich hatte sich in den vergangenen Tagen zwar verschlechtert, ist aber laut Gesundheitsministerium weiterhin unter Kontrolle. Die Zahl der Neuinfektionen lag zuletzt bei täglich rund 100 bis fast 200 Fällen.

Der künstlerische Auftakt zur außergewöhnlichen Festpielsaison steht am späten Nachmittag mit Richard Strauss' mythischer Oper «Elektra» auf dem Programm. Am späteren Abend folgt die Wiederaufnahme von Michael Sturmingers moderner Inszenierung von Hugo von Hofmannsthals Mysterienspiel «Jedermann» auf dem Salzburger Domplatz. Mit dem theatralischen Dauerbrenner wurden am 22. August 1920 die ersten Salzburger Festspiele eröffnet, damals in der legendären Inszenierung von Festspiel-Mitgründer Max Reinhardt.

Am Sonntag gibt es mit Wolfgang Amadeus Mozarts «Così fan tutte» eine weitere Opernpremiere, gleich anschließend die mit Spannung erwartete Uraufführung des Stückes «Zdenec Adamec» aus der Feder von Literaturnobelpreisträger Peter Handke.

Als eines der wenigen großen Musik- und Theaterfestivals in Europa waren die Salzburger Festspiele nicht wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Allerdings wurde das Programm zusammengestrichen und modifiziert. Statt wie ursprünglich geplant 200 finden 110 Aufführungen statt.

dpa

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